Person steht mit ihrem Mountainbike im Wald
Offroad-Touren: Das alles braucht ein E-Mountainbike (Bild: LiZhongfei - stock.adobe.com)

Tests und Empfehlungen E-Mountainbike: Ausstattung für Offroad-Touren

E-Bikes sind beliebter denn je. Doch nicht jeder sucht nach einem Pedelec, um damit nur im Straßenverkehr unterwegs zu sein. Wenn Sie auf der Suche nach einem E-Bike sind, das auch auf Schotterwegen und Single Trails gut fahrbar ist, sollten Sie sich ein darauf ausgerichtetes E-Mountainbike kaufen. Ein E-MTB macht aus einem modernen Transportmittel ein ausgefeiltes Sportgerät und sorgt für jede Menge Spaß an der frischen Luft. Doch welche Ausstattung wird für Offroad-Touren benötigt und was macht ein gutes E-MTB aus? Denn um sicher unterwegs zu sein, bedarf es mehr als nur guten Reifen und einem starken Schaltwerk. Wir zeigen Ihnen, welche Ausstattung ein E-Mountainbike haben sollte, und worauf Sie beim Kauf eines E-MTBs achten sollten.

Welche Ausstattung benötigt man für Offroad-Touren?

Wer lediglich kleinere Ausflüge ins Grüne plant und sonst meist nur zur Arbeit pendelt ist, ist mit einem Trekking E-Bike gut beraten. Ein solches Bike ermöglicht entspannte Fahrten auf Schotterpisten, Waldwegen und im Gebirge. Wer dagegen auch auf Single Trails unterwegs ist und rasante Abfahrten plant, sollte besser auf ein E-Mountainbike setzen. Welche Arten von E-Mountainbikes es gibt, und welche Ausstattung für Offroad-Touren benötigt wird, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

E-MTB: Welche Arten von E-Mountainbikes gibt es?

Klassische Mountainbikes werden immer nach Federweg – Hardtail oder Fully – und nach Effizienz unterschieden. Dabei gibt es folgende Kategorien:

  • All-Mountain,
  • Cross-Country,
  • Enduro,
  • und Downhill.

Im Gegensatz dazu können Mountainbikes, die eine motorische Unterstützung bieten, nicht so einfach unterteilt werden. Trotzdem gibt es auch hier immer wieder Versuche, E-MTBs in verschiedene Bereiche einzuteilen wie:

  • Light E-Mountainbikes,
  • Allround E-Mountainbikes
  • und Power E-Mountainbikes.

Zusätzlich dazu gibt es E-SUVs, Offroad-Tiefeinsteiger und ähnliche Modelle, die eine gelungene Ausstattung für Offroad-Touren mit sich bringen. Worauf es dabei genau ankommt, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Welcher Motor eignet sich für ein E-Mountainbike?

Wer ein leistungsfähiges E-Mountainbike möchte, muss auf einen passenden Motor achten. Während vor wenigen Jahren viele E-MTBs noch mit Nabenmotor am Hinterrad ausgestattet waren, haben die meisten Hersteller in den letzten Jahren vieles verbessert. Denn ein solcher Motor überhitzt nicht nur schnell bei Steigungen, er hat zudem auch über eine mangelnde Gewichtsverteilung. Somit verfügt heutzutage jedes gute E-MTB über einen kräftigen Mittelmotor. Doch auch hier gibt es Unterschiede in Leistung, Gewicht und Größe.

Und was wäre der Motor ohne leistungsfähigen Akku? Dabei gilt: Je mehr Wattstunden ein Akku hat, desto länger kann der Motor betrieben werden. Da ein E-Mountainbike in den meisten Fällen beträchtliches leistet, empfiehlt sich ein Akku mit mindestens 500 bis 600 Wattstunden. Denn ist ein Akku extrem leistungsfähig, fällt dies ins Gewicht. Bei einem Akku mit bis zu 600 Wattstunden sind Kapazität und Gewicht dagegen gut in Balance. Wem das nicht genügt, der kann einen Ersatz Akku mit sich führen. Aber Vorsicht! Ein Ersatz Akku wiegt um die drei Kilogramm, was sich ebenfalls auf die Leistungsfähigkeit des E-Mountainbikes auswirken kann.

BikeManager App

Mein Bike. Meine BikeManager App. Tour gemacht. Schaden gehabt. Vom Pick-up-Service heimgebracht.

E-MTB-Fully oder E-MTB Hardtail – was ist besser?

Person fährt auf dem Mountainbike durch die Natur
E-Mountainbike: Das benötigen Sie für Offroad-Touren (Bild: vitaliy_melnik - stock.adobe.com)

Der Unterschied zwischen einem Fully und einem Hardtail Bike ist die Tatsache, dass Hardtails keine Federung am Heck besitzen. Fully Bikes sind dagegen voll gefedert. Bei E-Mountainbikes empfiehlt es sich immer, zu einer Vollfederung zu greifen, also einem E-MTB-Fully. Lediglich Fahrer, die sich Kosten sparen möchten oder ihr E-Mountainbike nur in der Stadt und auf gut befestigten Untergründen verwenden, können auf eine Rundumfederung verzichten.

Wie viel Federweg benötigt ein E-Mountainbike Fully?

Was viele nicht wissen: Ein E-Bike mit weniger Federweg bietet keine größere Reichweite. Anders als gedacht, macht es also keinen Sinn, einen geringen Federweg zu wählen. Laut Experten eignet sich ein Federweg von mehr als 130 Millimetern optimal für E-Mountainbikes. Somit sollten Sie immer zu einem E-MTB mit einem Federweg zwischen 130 und 170 Millimetern greifen. Damit sind Sie sowohl im Straßenverkehr als auch in anspruchsvollen Geländen gut unterwegs.

Wie viele Gänge sollte ein E-Mountainbike haben?

Während es früher Gang und Gebe war, dass ein Mountainbike bis zu 30 Gänge hatte, ist heute bewiesen, dass dies eher kontraproduktiv ist. Moderne Mountainbikes heutzutage verfügen deshalb meist nur noch über ein Kettenblatt an der Front und ermöglichen eine Schaltung mit 10 bis 12 Gängen. Somit genügt eine qualitativ hochwertige Gangschaltung von Shimano und anderen Qualitätsmarken mit zehn Gängen voll aus, um gleichmäßig zu schalten und auch steile Anstiege leicht zu bewältigen.

E-MTB mit Alu- oder Carbon-Rahmen – was ist besser?

Ob Sie sich ein E-MTB mit Alu-Rahmen oder Carbon-Rahmen zulegen, sollte in erster Linie von Ihrem persönlichen Budget abhängig sein. Denn wer sich ein Mountainbike mit Carbon-Rahmen wünscht, muss dafür etwa um die 1.000 Euro mehr bezahlen. Grundsätzlich ist Carbon deutlich leichter und spart Ihnen um die 500 Gramm Radgewicht. Da sich dies auf Grund der Motorunterstützung aber kaum auf die Fahrtleistung und Performance auswirkt, ist ein Carbon E-Mountainbike aber kein Muss. Letztendlich sollte die Wahl des Rahmenmaterials deshalb ganz allein von Ihrem persönlichen Geschmack abhängen.

Welche Bremsen benötigt ein gutes E-Mountainbike?

Gute Bremsen sind das A und O eines sicheren E-Mountainbikes. Deshalb gelten bei fast allen namhaften Herstellern Scheibenbremsen als Standard. Bremsen von CODE und Magura haben sich bis jetzt besonders bewährt und sorgen dafür, dass Sie auch auf Schotterwegen und Trails schnell zum Stehen kommen.

Unser Tipp: Achten Sie bereits vor dem Kauf eines E-Mountainbikes auf gute Bremsen. Wer im Nachhinein nachrüsten möchte, zahlt nämlich meist deutlich mehr.