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CES 2017: Ohne Knowhow nichts Neues

11.01.2017

Die Consumer Electronics Show in Las Vegas ist die größte Messe ihrer Art, die auch dieses Jahr Anfang Januar stattfand. Mit über 3.800 Ausstellern auf über 240.000 Quadratmetern war es auch an ihrem 50. Geburtstag mehr als voll auf dem Messegelände – das sogar auf Hotels und andere Hallen ausgeweitet wurde, um Stände und Besucher unterzubringen.

Wer dieses Jahr allerdings auf absolute Neuheiten gehofft hat, wurde schnell enttäuscht: Den Kern der Veranstaltung bietet nach wie vor die Unterhaltungselektronik und die Digitalisierung etabliert sich in jedem Lebensbereich. Wirklich jedem – so werden neben Auto, Waschmaschine und Kühlschrank jetzt auch das Babybett und der Schminkspiegel vernetzt. Und wem das noch nicht genug ist, der kann nun auch bequem mit seinem Staubsauger, Lautsprecher oder seinem Whirlpool sprechen.

 

Flimmerkisten und VR-Brillen

Auf der CES, so wie auf jeder anderen Elektronikmesse, darf eins nicht fehlen: Das TV-Segment. Aber auch da passiert für den Laien recht wenig Neues. Hat man sich erst durch den Abkürzungsdschungel gewühlt und verstanden, wo die Unterschiede zwischen OLED, LCD, UHD, TCL, QUHD und QD liegen, schaut man auf Fernseher, die ein brillanteres und farbintensiveres Erlebnis bieten als noch auf der letzten Messe. Zumindest muss man das glauben, denn einen direkten Vergleich gibt es nur selten. Eins steht dafür ganz sicher fest: Unter 4K geht nichts mehr und schön sieht es ja wirklich aus. Vor allem, weil viele Monitore mittlerweile ganz ohne Rahmen auskommen und teilweise so dünn wie eine Glasscheibe sind.

In Sachen Virtual Reality, Augmented und Mixed Reality hat sich leider enttäuschend wenig getan. Es hakt an der Hardware, denn wo die Hersteller versuchen, den Kabelsalat zu beseitigen, tauchen Kleinigkeiten wie leere Akkus, Ruckler, Kompressionsartefakte und zusätzliche Latenz auf. Leider gelingt es nur wenigen Herstellern, die das Mittendrin-Gefühl richtig vermitteln, und so gibt es außer einer neuen Variante, der Pico VR, keine namenhafte Konkurrenz zu den etablierten Herstellern.

Wer Virtual Reality nicht kennt, der sollte sich aber das Erlebnis auf einer richtigen Brille nicht entgehen lassen, denn das lohnt sich im Gegensatz zur Smartphone-Brille auf jeden Fall. Dennoch haben die Hersteller einen langen Weg vor sich, um sich im Mainstream so richtig zu etablieren.

 

Fazit

Neben diesen auf den ersten Blick wenig positiven Bemerkungen kann man dennoch sagen, dass sich ein Besuch auf der CES in Las Vegas jedes Jahr lohnt, denn: Neben unnützen Gadgets und alltagsuntauglichen Geräten findet man doch eine Menge nützlicher Geräte, die den Alltag erleichtern und uns weit Richtung Zukunft katapultieren. Nicht zuletzt zählen dazu auch selbstfahrende Autos mit Umgebungserkennung, Lautsprecher mit Spracherkennung und Brillen, die einen vergessen lassen, dass man noch im Wohnzimmer sitzt und nicht tief im Ozean taucht.

Vielleicht kommen ja aus genau diesen Gründen jährlich über 170.000 Menschen zur spektakulären Schau der technischen Neuheiten für Leib und Seele, Groß und Klein, Alt und Jung.