Mann mit Kind und Lastenrad in einem Feld
Das elektrische Passenger Bike von Max & Mäleon mit Rikscha-Feeling. (Bild: © Max & Mäleon)

Ratgeber Rad & E-Bike Rikscha-Feeling mit dem Passenger Bike von Mäx & Mäleon

Lastfahrräder werden von ihren Herstellern gerne als Alternative zum Auto beworben. Spätestens bei den mitfahrenden Personen offenbart sich aber eine Kluft. Denn Stauraum ist nicht alles. Anders beim Passenger Bike von Mäx & Mäleon. Das Cargo-Dreirad gondelt mit einer Sitzbank durch Deutschlands Städte, auf der man es sich locker zu zweit gemütlich machen kann. Wir haben uns die Elektro-Rikscha genauer angeschaut und verraten Ihnen, ob dieses Personenlastrad sein Geld wert ist.

Das Passenger Bike als neuer Fahrradtyp

Die Deutschen lieben das Lastenfahrrad. Von der Mineralwasser-Palette über den kompletten Wochenendeinkauf bis hin zu den Kids schleppt der Lieferwagen unter den Fahrrädern so einiges weg. Und wenn Sie mit einem Lastenrad einen längeren Radurlaub unternehmen, fahren Sie vielleicht nicht das dynamischste Bike, wohl aber das perfekte Beförderungsvehikel. Inzwischen gibt es in dieser Fahrrad-Kategorie immer mehr Passenger Bikes.

Ein solches Personenlastrad ist speziell für die Mitnahme von Passagieren ausgelegt. Denn nach der Modifizierung der Straßenverkehrs-Ordnung gilt seit 2020: Der Transport von Erwachsenen auf Fahrrädern ist zulässig, wenn ein Lastenfahrrad ausdrücklich für die Personenbeförderung konstruiert ist. Prinzipiell gibt es dabei keine Beschränkung hinsichtlich Alter und Zahl der Fahrgäste. Die Stuttgarter Fahrradschmiede Mäx & Mäleon gehört zu den Herstellern, die diese Vorlage mit einer spannenden Neuentwicklung aufgegriffen haben.

Alternative zum Auto: Mäx & Mäleon mit Rikscha-Design

Auf dem Markt sind einige Lastenfahrräder zu finden, die unterschiedlich viel Gewicht transportieren können. Das Passenger Bike von Mäx & Mäleon schafft dabei problemlos die 100-Kilo-Marke.

Das Fahrzeug ist so konzipiert, dass vor dem Fahrradlenker eine recht bequeme Sitzbank quer angebracht ist. Je nach Körpergröße kann man sogar seine Beine auf die Abdeckung der Vorderachse hochlegen, an der zwei Räder sitzen. Es handelt sich also um ein Dreirad. Und nicht von ungefähr erinnert das Mäx & Mäleon an eine Fahrrad-Rikscha. Das Konzept wurde vom Hersteller bewusst als Alternative zum Auto auf den Markt gebracht. Aufgrund der Größe kann das Passenger Bike als langer Begleiter dienen. Mitfahren können beispielsweise zwei Kinder, eine erwachsene Person mit Kind oder zwei leichtgewichtige Erwachsene. Zusammen mit Fahrerin oder Fahrer wäre das die Größe einer kleinen Familie. Man muss sich lediglich darauf einigen, wer in die Pedale treten darf. Gut zu wissen: Das Mindestalter für Radfahrende zur Personenbeförderung beträgt nach StVO 16 Jahre.

Senioren Paar mit Fahrradhelm küsst sich

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Mann mit Fahrradhelm fährt auf Elektro Lastenrad
Das Max & Mäleon Lastenrad kann in der Stadt durchaus ein Auto ersetzen. (Bild: © Max & Mäleon)

Ein hochmotorisiertes Personenlastrad

Das Transportrad ist 2,60 Meter lang und verfügt über einen per Hand geschweißten Stahlrahmen, der für ein Leergewicht von stattlichen 68 Kilogramm sorgt. Um allein diese Masse im Stadtverkehr zügig voranzubringen, bedarf es unbedingt der Motorunterstützung. Erst recht, wenn man nicht allein unterwegs ist.

Der im Mäx & Mäleon verbaute Mittelmotor bietet eine Dauernennleistung von 250 Watt und bis zu 700 Watt in der Spitze. Zudem erreicht er ein maximales Drehmoment von 112 Nm. Damit gilt er als Deutschlands stärkster Lastenradmotor. Unter der hölzernen Fronthaube ist ein aufwendiges Sportfahrwerk untergebracht, mit dessen Hilfe das Sitzbank-Lastenrad beim Durchfahren von Kurven in der Spur bleibt.

Durch den dreirädrigen Bau wird die Fahrt niemals zum mühsamen Balanceakt – ein Vorteil gegenüber zweirädrigen Personenlasträdern mit hohem Gewicht. Weil vorn zwei Räder rollen und jedes mit einer Scheibenbremse versehen ist, kann das schwere Vehikel zudem verhältnismäßig leicht zum Stehen gebracht werden.

Die Fahrt im Mäx & Mäleon Passenger Bike

Der dreirädrige Transporter ist trotz seines Gewichts recht wendig. Federdämpfer erlauben auch Touren auf Schotterpisten, ohne dass es zu unangenehmen Bocksprüngen kommt. Die vielfätigen Einsatzmöglichkeiten zeigt auch die Doku über eine Alpenüberquerung mit dem Passenger Bike auf dem YouTube-Kanal des Herstellers.

Das Passenger Bike kann als Autoersatz im Stadtverkehr dienen, wenn etwa die Kids zur Kita gefahren und wieder abgeholt werden müssen. Fahrten ohne Motorunterstützung machen selbst bei Leerfahrten keinen Spaß.

Die Reichweite des Akkus liegt bei rund 80 Kilometern. Bei Tests lief der Motor wie am Schnürchen und machte diese ungewöhnliche Art der Personenbeförderung per Lastenfahrrad zu einer entspannten Partie durch die Großstadt.

Um das Gefährt ruhig zu halten, sollte bei Fahrten mit nur einer Person diese möglichst in der Mitte der Sitzbank sitzen. Wenn auch der Motor ein wahres Kraftpaket ist – die Lenkung des Schwergewichts ist zumindest gewöhnungsbedürftig für Lastenrad-Neulinge. Das kompakte Lastenbike ist geeignet für städtische Straßen und Radwege. Es kann aber sicherlich vorkommen, dass das über 70 Zentimeter breite Kraftrad bei schmalen Radtrassen auf die Straße ausweichen muss.

Übrigens: Werden keine Menschen befördert, kann durch Herausnehmen der Trennwand ein großer Stauraum für Einkäufe und selbst sperrige Gegenstände schaffen werden.

Warum das Mäx & Mäleon als Dienstrad geeignet ist

Das Mäx & Mäleon kann im urbanen Umfeld durchaus ein Auto ersetzen. Das Rikscha-Flair auf dem nachhaltig produzierten Passenger Bike kostet stolze 8.490 Euro. Mit der besten Ausstattung Passenger Premium müssen noch einmal 1.200 Euro drauflegt werden. Was dieses Gefährt aber auch kostenmäßig attraktiv macht: Es kann geleast werden und steht damit in Unternehmen als Dienstrad zur Verfügung. Angebote wie diese könnten den Ausschlag geben, dass dieses Lastenbike tatsächlich von Paaren oder Kleinfamilien als Alternative zum Auto angenommen wird.