Ein Klapprad am Straßenrand an einem Feld
Klappräder – nicht nur für die Stadt (Bild: sternstunden – stpck.adobe.com)

Ratgeber Rad & E-Bike Faltrad oder Klapprad: Welche Unterschiede gibt es?

Während Klappräder oder Falträder früher nahezu ausschließlich an Wohnmobilen zu finden waren, halten sie heutzutage Einzug bei Pendlern und Pendlerinnen jeglicher Art. Die kompakten Fahrräder haben sich erfolgreich in städtischen Gefilden etabliert. Und das aus guten Gründen: sie sind umweltfreundlich, äußerst praktisch und kostengünstig. Gerade wer ein Bike sucht, das sich perfekt für unterwegs und zur Mitnahme in der Bahn eignet, ist mit einem Faltrad oder Klapprad gut beraten. Dabei fragen kritische Stimmen: Kann man mit solchen Mini-Rädern tatsächlich lange Radtouren unternehmen? Und sind Falträder oder Klappräder überhaupt empfehlenswert? Wir zeigen Ihnen, wofür sich die Reiseräder eignen und gehen auf die Unterschiede zwischen Faltrad und Klapprad ein. Denn eins steht fest: Die kompakten Räder haben weitaus mehr zu bieten, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.

Was ist der Unterschied zwischen einem Faltrad und einem Klapprad?

Auf der Suche nach einem kompakten, praktischen und zuverlässigen Fahrrad für die Stadt werden Sie unweigerlich mit den Begriffen Klapprad und Faltrad konfrontiert. Beide beziehen sich im Grunde auf Fahrräder, die sich zusammenfalten lassen, aber es gibt grundlegende Unterschiede, die die Wahl zwischen einem Klapprad und einem Faltrad maßgeblich beeinflussen.

Der Begriff "Klapprad" hat seine Wurzeln bereits in den 1960er und 1970er Jahren. In diesem Zeitraum kamen die ersten Modelle auf den Markt, deren Rahmen sich in der Mitte zusammenklappen ließ. Diese Räder verfügten über kleine Laufräder und ein zentrales Scharnier in der Mitte. Sie eroberten im Handumdrehen die Welt der Camper! Noch heute sind sie auf den Gepäckträgern vieler Wohnmobile zu finden. Das Faltrad hingegen repräsentiert eine moderne Variante des Klapprads. Einige der hauptsächlichen Unterschiede bestehen darin, dass Falträder an mehreren Gelenken faltbar sind und zunehmend dem Aussehen herkömmlicher Fahrräder ähneln.

Die Unterschiede zwischen Falt- und Klapprädern im Überblick

Unser direkter Vergleich der Merkmale bietet einen klaren Überblick über die Unterschiede zwischen Klapprädern und Falträdern:

EigenschaftenKlappradFaltrad
FaltmechanismusEin Faltmechanismus in der Mitte des RahmensMehrere Faltscharniere ermöglichen besonders kleines Faltmaß
RahmengeometrieAnpassung der Rahmengeometrie an ein mittiges ScharnierGeometrie durch mehrere Faltscharniere ähnlich einem normalen Fahrrad
Stabilität und FahrkomfortKleinerer Rahmen bringt weniger Stabilität und FahrkomfortGrößerer Rahmen für stabileres Fahrverhalten
EinsatzzweckFür kleinere Strecken ohne große AnforderungenAuch für längere Touren geeignet
Senioren Paar mit Fahrradhelm küsst sich

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Welche Klappräder sind besonders empfehlenswert?

Person mit Faltrad an einem Heuballen
Faltrad – auch für längere Touren geeignet (Bild: Peter Maszlen – stock.adobe.com)

Lassen Sie uns zunächst einen genaueren Blick auf die klassischen Klappräder werfen. Diese kompakten Fortbewegungsmittel mit ihren kleineren Rädern sind in der Regel kostengünstiger als ihre größeren Geschwister, die Falträder. Klappräder eignen sich hervorragend für kurze Strecken, sei es als praktische Ergänzung für Wohnmobilbesitzer und -besitzerinnen, die schnell vom Wohnmobil zur Dusche gelangen oder morgens frische Brötchen holen möchten.

Elektro-Klappräder: Schnelligkeit und Power im kompakten Design

Die Begeisterung für E-Bikes hat zweifellos auch die Welt der Klappräder ordentlich auf den Kopf gestellt. Inzwischen sind die handlichen und leichten Fahrräder auch mit Elektroantrieb erhältlich. Obwohl sie etwas mehr Gewicht mit sich bringen, versprechen Elektro-Klappräder ein überragendes Fahrerlebnis. Dank der elektrischen Unterstützung können sie außerdem erstaunliche Geschwindigkeiten auf die Straße zaubern.

Wann sind Falträder besonders empfehlenswert?

Wenn Sie gerne längere Strecken zurücklegen und gleichzeitig nach einer platzsparenden Aufbewahrungslösung für Ihr Fahrrad suchen, könnte die Anschaffung eines Faltrads eine überlegenswerte Investition sein. Falträder sind äußerst vielseitig und eignen sich ideal für den täglichen Gebrauch, sei es auf dem Weg zur Arbeit in der Stadt oder für einen Ausflug zum örtlichen Biergarten. Dank ihres cleveren Faltmechanismus lassen sie sich kompakt verstauen und bieten somit auch die Möglichkeit, sie unterwegs und auf Reisen mitzunehmen. Im Urlaub erweisen sie sich als perfektes Reiserad, sei es zum Erkunden der Umgebung oder für einen schnellen Ausflug zum nächsten Strand. Ebenso hilfreich sind die Reiseräder bei der Mitnahme in Bus und Bahn.

Falträder im Flugzeug mitnehmen

Besonders im Urlaub zeigen Falträder ihre Stärken. Sie können in spezielle Taschen verpackt und mit einer Voranmeldung als Sportgepäck im Flugzeug transportiert werden. Bei Fluggesellschaften wie der Lufthansa kostet beispielsweise vorab angemeldetes Sportgepäck bis zu 32 Kilogramm und einer Größe von 158 Zentimeternur 80 Euro extra.

Darauf sollten Sie beim Kauf eines Klapp- oder Faltrads achten

Beim Kauf eines Klapp- oder Faltrads gibt es allerdings einige wichtige Aspekte zu beachten, um sicherzustellen, dass Sie das richtige Modell für Ihre Bedürfnisse auswählen:

  • Faltmechanismus: Überlegen Sie, welchen Faltmechanismus Sie bevorzugen. Ein einfacher Faltmechanismus in der Mitte des Rahmens ist leicht zu handhaben, während Modelle mit mehreren Faltscharnieren besonders kompakt sein können.
  • Rahmengeometrie: Je nach Verwendungszweck sollten Sie auf die Rahmengeometrie achten. Klappräder haben oft kleinere Rahmen, was die Stabilität beeinflusst. Wenn Sie auf Stabilität und Fahrkomfort Wert legen, wählen Sie ein Modell mit einem größeren Rahmen.
  • Einsatzzweck: Bedenken Sie, wofür Sie das Klapprad verwenden möchten. Für kurze Fahrten in der Stadt genügt oft ein einfaches Modell. Wenn Sie längere Touren oder Reisen planen, sollten Sie auf Komfort und Fahrleistung achten.
  • Gewicht und Transport: Überlegen Sie, wie oft und wie weit Sie das Klapprad tragen müssen. Ein leichtes Modell ist einfacher zu transportieren, während ein schwereres Modell möglicherweise mehr Stabilität bietet.
  • Zusätzliche Funktionen: Achten Sie auf zusätzliche Funktionen wie Gepäckträger, Schutzbleche und Gangschaltungen, die je nach Bedarf wichtig sein können.

Wenn Sie die oben genannten Punkte berücksichtigen, können Sie auf schnellstem Weg das passende Klapp- oder Faltrad für Ihre individuellen Bedürfnisse finden.