Fahrradträger eines Autos mit Fahrrädern darauf
Fahrradträger fürs Auto: Welche sich für Ihr Auto eignen (Bild: photo 5000 - stock.adobe.com)

Ratgeber Rad & E-Bike So finden Sie den passenden Fahrradträger fürs Auto

Nur selten beginnen die schönsten Radrouten gleich vor der eigenen Haustür. Um zum Ausgangspunkt zu gelangen, ist oftmals eine Autofahrt nötig – gerade bei Radurlauben in entfernten Regionen und im Ausland. Nun lautet also die Frage: wie das Rad oder die Räder mitnehmen? Es gibt verschiedene Fahrradträger fürs Auto, die die Fahrradmitnahme erleichtern. Aber jedes System hat seine Eigenheiten, Kosten und Grenzen. Informieren Sie sich auf einen Blick, welcher Fahrradträger für den Pkw für Ihre Bedürfnisse am besten geeignet ist, welche technischen und auch körperlichen Voraussetzungen Sie mitbringen müssen und was Sie für eine solche Transporthilfe investieren müssen.

Mehrere Systeme von Fahrradträgern fürs Auto

Bevor Sie sich für ein Fahrrad-Trägersystem entscheiden, sollten Sie sich mit den Vorzügen und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten zum Fahrradtransport vertraut machen. Allen Fahrradanhängern für Autos ist gemeinsam, dass sie sich – mal mehr, mal weniger – auf die Fahreigenschaften Ihres Autos und auch auf den Fahrkomfort auswirken. Zum Gewicht des Fahrzeugs kommt das der Räder hinzu. Die Höhe und damit der Luftwiderstand können sich ändern. Im Innenraum verringert sich möglicherweise das Platzangebot. Und nicht jedes Auto ist dafür geschaffen, mehrere Mountainbikes oder schwere E-Bikes auf dem Dach zu befördern. Doch gerade, weil es Fahrradträger fürs Auto in mehreren Varianten gibt, ist sicher auch eine probate Lösung für Ihre Ansprüche dabei.

Fahrradträger fürs Auto: Eine Checkliste

Beantworten Sie für sich zunächst folgende Fragen: Welche Voraussetzungen bietet mein Auto – vor allem, wenn es um die zulässige Dachlast und eine Anhängerkupplung geht? Wie viele Fahrräder möchten Sie per Fahrradträger fürs Auto befördern? Und wie viele Passagiere mitnehmen? Auch die eigene Körpergröße und Ihre physische Kraft spielen eine nicht unerhebliche Rolle. Denn sollen die Fahrräder auf dem Dach mitgenommen werden, müssen sie erst einmal dort hinaufkommen. Schließlich werden Sie sich auch die Frage nach den Kosten stellen. Dabei können Sie kalkulieren, wie oft Sie überhaupt einen Fahrradgepäckträger fürs Auto benötigen und was Ihnen dieser Zugewinn an Mobilität wert ist.

Fahrradträger fürs Auto: Auf der Anhängerkupplung

Besonders beliebt sind Kupplungsträger. Vorausgesetzt, Ihr Auto hat eine Anhängerkupplung, können Sie das System einfach auf den Kugelkopf der Kupplung aufsetzen, mittels Hebel fixieren und die Stromversorgung der Rückleuchten anschließen. Die Rahmen der Fahrräder werden an der Trägerstange festgemacht, die Reifen mit Schlaufen. Modellabhängig lassen sich auf diese Weise bis zu vier Fahrräder befördern. Wichtig: Deren Gesamtgewicht inklusive dem Eigengewicht dieses Fahrradgepäckträgers fürs Auto darf die Stützlast Ihres Fahrzeugs (beispielsweise 75 Kilogramm) nicht überschreiten. Sie werden deshalb nicht umhinkommen, sich eine Waage zuzulegen. Ihre Fahrräder dürfen an den Seiten nicht mehr als 40 Zentimeter (20 auf jeder Seite) über die Schlussleuchte hinausragen, die zulässige Breite beträgt maximal 2,55 Meter.

Vorteile:

  • leicht zu montieren
  • kein kräftezehrendes Hinaufwuchten nötig
  • kein sonderlich erhöhter Luftwiderstand

Nachteile:

  • erschwerter Zugang zum Kofferraum
  • Extra-Nummernschild (ca. 10 Euro) erforderlich
  • möglicherweise auch zusätzliche Rückleuchten
  • verhältnismäßig teuer (ca. 300 bis ca. 700 Euro)

Fahrradträger fürs Auto: Auf dem Dach

Fahrradträger eines Autos mit Fahrrädern darauf
Fahrradträger fürs Auto - welche Voraussetzungen Ihr Auto benötigt (Bild: visualpower - stock.adobe.com)

Auf dem Autodach ist viel Platz. Ein Dach-Trägersystem lässt sich ebenfalls leicht montieren, wenn eine Dachreling vorhanden ist. Andernfalls können Sie ein System verwenden, das mit den Türöffnungen auskommt. Das Auf- und Abladen der Räder ist ein nicht unerheblicher Kraftakt. Während der Fahrt werden sich Luftwiderstand und erhöhter Benzinverbrauch bemerkbar machen. Vorsicht auch bei Tiefgaragen und Unterführungen: Die Räder auf dem Dach sind manchmal schnell vergessen – und Sie wollen ja keine unliebsame Überraschung erleben. Das gilt auch für Kurvenfahrten. Schnell Auto fahren können Sie mit dieser Art Fahrradträger für den Pkw ohnehin nicht. Achten Sie zudem darauf, dass Sie die Stützlast Ihres Autodaches nicht überschreiten. Wenn Sie 25 Kilogramm schwere E-Bikes befördern, ist das Limit schnell erreicht. Diese etwas unpraktischen Einschränkungen sind wohl auch der Grund, weshalb die recht kostengünstigen Dachträger-Systeme nicht bei allen auf Akzeptanz stoßen – man muss erst lernen, damit zurechtzukommen.

Vorteile:

  • freie Sicht nach hinten
  • relativ preisgünstig (rund 200 Euro)
  • Kofferraum ist frei zugänglich

Nachteile:

  • erfordert Muskelkraft
  • hoher Luftwiderstand
  • Benzin-Mehrverbrauch
  • mitunter problematische Höhe
  • dem Seitenwind ausgesetzt

Fahrradträger fürs Auto: Auf der Heckklappe

Sie möchten die Räder nicht aufs Dach wuchten und haben auch kein Auto mit Dachreling oder Anhängerkupplung? Dann bietet sich ein Fahrradgepäckträger fürs Auto auf der Heckklappe an. Die Vorrichtung wird dort einfach nur eingehängt. Wie auf der Anhängerkupplung haben Sie hier eine niedrige Beladehöhe. Das System ist zwar unkompliziert angebracht, doch hat sich immer wieder herausgestellt, dass die handelsüblichen Modelle durchaus nicht immer kompatibel zum Fahrzeug sind. Sie sollten daher genau darauf achten, dass Sie das wirklich passende System zu Ihrer Heckklappe auswählen. Außerdem tun sich die bis zu vier Räder fassenden Heckklappenträger mit höheren Lasten schwer und sind für E-Bikes meist nicht geeignet.

Vorteile:

  • sehr aerodynamische Lösung
  • kein zusätzliches Kennzeichen sowie Rückleuchten erforderlich
  • preisgünstig (bereits ab ca. 60 Euro)

Nachteile:

  • keine freie Sicht nach hinten
  • begrenzte Lademöglichkeiten
  • passt nicht für alle Fahrzeuge
  • auf der Heckklappe ruht eine hohe Last
  • zu geringer Abstand zur Karosserie

Fahrradträger fürs Auto: Im Innenraum

Wenn Sie Ihre Fahrräder in den Innenraum des Autos verfrachten, wählen Sie damit die sicherste und auch kostengünstigste Lösung. Dafür muss aber erst einmal Platz vorhanden sein. Wenn Sie einen Kombi haben, nehmen Sie am besten die Vorderräder ab und verstauen Sie alle Fahrräder zusammen mit dem restlichen Reisegepäck. Bei einem Kleinwagen werden Sie auch die Hinterräder abnehmen und die Rückbank umklappen müssen. Das geht auf Kosten des Raumes für alle anderen Siebensachen und natürlich für die Personen, die im Auto mitfahren. Um die ausgebauten Räder zu lagern, gibt es bestimmte Schienensysteme und Transportsicherungen für die Scheibenbremsen. Die Räder können Sie in eine „Fahrradgarage“ einhüllen, sodass kein Schmutz ins Auto gelangt. Für Vans und andere Fahrzeuge mit mehr Platzangebot sind spezielle Innenraumfahrradträger eine gute Idee.

Vorteile:

  • kaum Auswirkungen auf die Fahreigenschaften
  • Witterungsschutz
  • erfordert kein besonderes Equipment
  • Innenraumträger schon ab ca. 30 Euro

Nachteile:

  • nicht ohne weiteres in jedem Pkw möglich
  • sorgt für beengte Verhältnisse

Praxistipp: Machen Sie eine Testfahrt!

Für welchen Fahrradträger fürs Auto Sie sich auch entscheiden: Selbst wenn Sie die Innenraumvariante wählen, sollten Sie vor der großen Reise eine Probefahrt machen und ein Gefühl dafür entwickeln, wie es sich mit der ungewohnten Radhalterung fährt. Wie für neu montierte Reifen gilt: Stoppen Sie Ihre Fahrt in den Radurlaub nach 50 Kilometern und überprüfen Sie den festen Halt Ihres Kupplungs-, Dach- oder Heckträgersystems.

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