Internet zu langsam
Internet zu langsam (Bild: terovesalainen - stock.adobe.com)

Ratgeber Haushalt & Garten Ist Ihr Internet zu langsam? Das ist zu tun!

Sicherlich kennen Sie das: Sie haben endlich Feierabend und möchten gemütlich einen Film streamen oder Ihre E-Mails abrufen, – doch Ihr WLAN ist einfach zu langsam. Wenn ein Download eine gefühlte Ewigkeit dauert und dadurch einen entspannten Filmabend zur Nervenprobe macht, ist das äußerst ärgerlich. Dasselbe gilt für Personen, die im Home Office auf eine zügige Internetverbindung angewiesen sind und durch zu langsame Internetgeschwindigkeiten in enorme Schwierigkeiten geraten können. Dass es ab und an zu Störungen kommen kann und die Internetverbindung dadurch langsamer ist, gehört dazu. Doch wenn Ihr Internet ständig langsam ist und Sie mit Ihrem Surftarif nicht zufrieden sind, wird es höchste Zeit, etwas zu ändern. Wir zeigen Ihnen, was die häufigsten Ursachen für langsames Internet sind und was Sie tun können, wenn Ihr WLAN langsam ist.

Internet langsam: So gehen Sie bei WLAN-Problemen vor

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Vorgehensweisen und Tipps, wenn Ihr LTE oder DSL Internet zu langsam ist:

  1. Einen Speed-Test durchführen

Gerade wenn man es eilig hat und beispielsweise sein Netflix Abo voll auskosten möchte, ist das WLAN gefühlt immer zu langsam. Ob Ihr Internet tatsächlich zu langsam ist, oder ob Sie nur den Eindruck haben, erfahren Sie mit einem Internet Speed-Test. Hierzu gibt es mehrere kostenfreie Anwendungen, die Sie mit Ihrem Laptop, Tablet oder Smartphone nutzen können. Besonders beliebt sind der Microsoft Network Speed Test und der Speed-Test von Ookla. Mit einer solchen Anwendung können Sie die Up- und Downloadrate ausfindig machen und haben anschließend Klarheit, über die vorhandene Surfgeschwindigkeit.

  1. Lokales Netzwerk überprüfen und anpassen

Ist die Datenübertragungsrate dauerhaft gering, sollten Sie Ihr Netzwerk überprüfen. Denn nicht selten ist Ihr Internet zu langsam, weil Leitungen geknickt oder Anschlusskontakte locker sind. Überprüfen Sie also alle Anschlüsse und Adapter und verwenden Sie am besten immer nur ein direktes Kabel – ganz ohne Überbrückungen. Zusätzlich dazu können auch veraltete Treiber und Netzwerkkarten der Grund dafür sein, dass Ihr Internet langsam ist. Diese können Sie über die Website der zuständigen Hersteller aktualisieren. Anschließend können Sie erneut einen Speed-Test durchführen und sehen, ob sich was an der Übertragungsrate verändert hat.

  1. Hinterlegte Cookies checken und löschen

Ein weiterer Grund dafür, dass Ihr WLAN langsam ist, kann an zu vielen Cookies liegen, die sich über einen längeren Zeitraum angesammelt haben. Denn eine Vielzahl an gespeicherten Cookies ist eine enorme Geschwindigkeitsbremse. Überprüfen Sie deshalb alle hinterlegten Cookies und löschen Sie diese regelmäßig. Dies können Sie direkt im Internetbrowser mit einem Klick links oben auf die drei kleinen Punkte oder in Ihren Internet Einstellungen vornehmen. Unser Tipp: Sorgen Sie regelmäßig für eine Reinigung sowie eine gute Datenorganisation auf Ihrem PC.

WLAN langsam
WLAN langsam (Bild: Pixel-Shot - stock.adobe.com)
  1. Sicherstellen, dass niemand Fremdes Zugriff hat

Wenn mehrere Personen dieselbe WLAN-Verbindung nutzen, kann dies dazu führen, dass Ihr Internet langsam ist. Um Ihre Internetverbindung vor Fremden zu schützen, sollten Sie Ihren Router mit einem Passwort schützen. Andernfalls kann es passieren, dass Personen in der näheren Umgebung ungefragt auf Ihr Wifi zugreifen. Und dies wiederum führt zu einer deutlich langsameren Internetverbindung.

  1. Den Router optimal platzieren

Ein ebenso häufiger Grund für langsames Internet ist die falsche Platzierung des Routers. Denn wenn dieser zu weit entfernt steht oder generell an einem ungünstigen Standort platziert wird, kann das den Empfang zum Gerät massiv beeinflussen. Was viele nicht wissen: Auch Betonwände mit Stahlarmierungen und gefüllte Aquarien können den Empfang negativ beeinflussen. Zusätzlich dazu bremsen Gegenstände aus Metall die Verbindung. Deshalb sollte ein Router immer erhöht stehen. Also am besten auf einem Regal oder Tisch. Das heißt: Achten Sie darauf, dass Ihr Router zentral und etwas erhoben steht. Gerade bei großen Wohnungen und Häusern sollten Sie nach einer gut zugänglichen Stelle in der Mitte des Hauses suchen. Darüber hinaus bieten viele Router die Option, sowohl horizontal als auch vertikal aufgestellt zu werden. Auch hier sollten Sie beide Platzierungen austesten und überprüfen, in welcher Position die Internetverbindung am besten funktioniert.

  1. Energiesparmodi abschalten

Wer auf Energiesparmodi setzt, erreicht nur selten maximale Surfgeschwindigkeiten. Denn im Energiesparmodus läuft der Router nur bedingt auf Hochtouren und das kann die Übertragungsrate stark beeinträchtigen. Überprüfen Sie also, ob bei Ihrem Gerät ein Sparmodus aktiviert ist, und schalten Sie diesen gegebenenfalls ab.

  1. Firewall und Antivirenprogramme prüfen

Auch eine Firewall und Antivirenprogramme können dazu führen, dass Ihr WLAN langsam ist. Denn bekannterweise sorgen solche Anwendungen nicht nur für Schutz, sondern bremsen ebenso oft die Surfgeschwindigkeit. Schauen Sie also am besten, welche Programme auf Ihrem Laptop oder Computer zum Einsatz kommen und überprüfen Sie die Einstellungen der Anwendungen. In den meisten Fällen kann man eine Firewall so einstellen, dass sie sich nicht negativ auf die Internetgeschwindigkeit auswirkt.

  1. WLAN-Anbindung checken

Eine weitere Option, um zu checken, warum Ihr Internet zu langsam ist, ist die Überprüfung des Funknetzes und der Übertragungsrate. Hierzu gibt es hilfreiche Analyse-Werkzeuge wie NetSpot oder WifiInfoView. Diese informieren über verwendete Funkkanäle und Frequenzbänder und geben Auskunft über die exakte Signalstärke. Dabei gilt: Liegt der Signalpegel über -50 dBm, ist die Verbindung intakt. Wenn der Wert unter -75 dBm liegt, wirkt sich dies nachteilig auf die Verbindungsqualität aus. Dabei hängen die Ergebnisse immer auch von dem Testzeitpunkt und dem jeweiligen Standort ab. Wer genauere Informationen möchte, kann Programme wie Wifi-Heatmap oder Ekahau HeatMapper verwenden und dabei den Grundriss seiner Wohnung hinterlegen. Anschließend kann eine Messung an verschiedenen Standorten durchgeführt werden und dadurch eine aussagekräftige Heatmap erstellt werden, die Auskunft über die erreichten Pegel gibt.