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Fahrradbeleuchtung – Änderung der StVZO seit Juni 2017 in Kraft

04.09.2017

 

Mit 1. Juni 2017 ist eine Änderung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) bezüglich verschiedener Anforderungen an Fahrräder, wie etwa deren Beleuchtungseinrichtungen, in Kraft getreten.

Ab diesem Datum dürfen Fahrradscheinwerfer und Rückleuchten mit zusätzlichen Funktionen wie Tagfahrlicht, Fernlicht und Bremslicht ausgestattet sein.

Wird bei mehrspurigen Fahrzeugen oder Fahrrädern mit Aufbauten das Handzeichen des Fahrenden ganz oder teilweise verdeckt, ist das Anbringen von Fahrtrichtungsanzeigern, umgangsprachlich Blinkern, erlaubt.

Siegfried Neuberger, Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verbands, über die neue Regelung: „Der ZIV begrüßt die heute in Kraft getretenen Änderungen der StVZO. Die Anforderungen an die Fahrradbeleuchtungseinrichtungen wurden damit an den Stand der Technik angepasst. Zusätzliche Funktionen tragen zu einer Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr bei und steigern den Komfort der Radfahrenden."

 

Fahrradbeleuchtung richtig eingestellt

 

Eine Fahrradbeleuchtung erfüllt ihren Zweck aber nur dann, wenn sie richtig eingestellt ist. Dabei geht es nicht nur um das ausreichende Sehen, sondern auch um das Vermeiden von Blendungen für den Gegenverkehr.

 

 

Bei einem Fahrradscheinwerfer mit richtig eingestelltem Winkel fällt die Oberkante des Lichtkegels mit zunehmender Entfernung stetig ab. Der entgegenkommende Verkehr kann den Lichtkegel erkennen, wird aber nicht geblendet.

Die richtige Einstellung kann man überprüfen, indem man das Fahrrad ca. fünf Meter vor einer Mauer aufstellt und an dieser die Höhe des Fahrradscheinwerfers markiert. Bei eingeschaltetem Licht sollte die Lichtkegeloberkante unter der Markierung auf die Wand treffen.

 

"Der Lichtkegel eines gut eingestellten Fahrradscheinwerfers trifft etwa in zehn Metern Entfernung auf den Fahrbahnboden!“

 

Es genügt übrigens nicht, den Fahrradscheinwerfer nur einmal einzustellen. Im Laufe des Betriebs und ganz besonders während des Parkens oder Hängens des Fahrrades kann es zu Beeinflussungen der Lage des Scheinwerfers kommen.

 

Gleichstellung von Fahrrad und E-Bike 25

 

Mit der Änderung vom 1. Juni 2017 wurde noch ein anderer Bereich entscheidend an die neuen Entwicklungen angepasst. §63a regelt nun die rechtliche Gleichstellung von Fahrrädern und E-Bikes 25. Als Fahrrad wurde bisher nur ein Fahrzeug mit mindestens zwei Rädern angesehen, das ausschließlich durch die Muskelkraft der auf ihm befindlichen Person angetrieben wird.

Nun sind E-Bikes den Fahrrädern gleichgestellt, wenn diese lediglich mit einer Trethilfe in Form eines elektromotorischen Antriebs mit einer Nenndauerleistung von maximal 0,25 kW ausgestattet sind. Die Unterstützung durch den Motor darf dabei nur während des Tretens der Pedale erfolgen und muss sich bei steigender Geschwindigkeit des Fahrzeuges progressiv reduzieren. Bei Erreichen einer Geschwindigkeit von 25 km/h stoppt die Unterstützung zur Gänze.

Einzige Ausnahme ist, dass ein E-Bike 25 als Fahrrad gilt, wenn es mit einer Anfahr- oder Schiebehilfe ausgestattet ist. Darunter versteht das Gesetz eine Unterstützung durch den Motor auch ohne Treten der Pedale bis zu einer Geschwindigkeit von 6 km/h.

Die Änderung der StVZO ist sinnvoll und entspricht dem Nerv der Zeit. Die immer weiter fortschreitende Technik macht auch vor dem Fahrrad nicht halt und bietet viel Spielraum für zusätzliche Sicherheit und Komfort.

 

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