Rotes iPhone liegt auf einem Tisch neben einer Lesebrille
So nutzen Sie die iPhone Lesehilfe auf Ihrem Gerät (Bild: 綾花 木下 - stock.adobe.com)

Tipps und Tricks

So nutzen Sie die iPhone Lesehilfe auf Ihrem Gerät

Smartphones stehen dafür, eine Vielzahl von Funktionen übersichtlich darstellen zu können. Diese Fähigkeit ist äußerst praktisch, da man die mobilen Alleskönner überall mit hinnehmen kann. Jedoch sind ihre Darstellungsmöglichkeiten aufgrund des relativ kleinen Displays mitunter begrenzt. Es gehört daher für jeden Handy-Hersteller zur Kernaufgabe, die angezeigten Inhalte so übersichtlich wie möglich abzubilden. Vor allem iPhones werben damit, ihre Geräte besonders nutzerfreundlich zu machen. Trotz all dieser User-Freundlichkeit kommt es jedoch bei manchen Nutzern zu Unklarheiten, wenn es um die Verständlichkeit der dargestellten Inhalte geht. So sind die angezeigten Texte oftmals zu klein, um sie flüssig lesen zu können. Vor allem ältere iPhone User haben mit dem Lesen von Inhalten on- und offline ihre Schwierigkeiten. Um diesem Problem entgegenzuwirken, gibt es die iPhone Lesehilfe.

iPhone Lesehilfe durch Sprachausgabe

Für alle, die Schwierigkeiten beim Entziffern von Nachrichtenartikeln oder E-Mails haben, bietet die iPhone Lesehilfe eine schnelle und unkomplizierte Lösung. Auf Wunsch lassen sich einzelne Texte nämlich einfach per Sprachausgabe vorlesen. Wenn Sie in den Genuss dieses Features kommen wollen, müssen Sie die entsprechende Funktion zunächst freischalten. Gehen Sie dazu auf Einstellungen > Allgemein > Bedienungshilfen > Auswahl sprechen bzw. Bildschirminhalt sprechen und aktivieren Sie eine oder beide Optionen. Nachdem das Feature eingeschaltet ist, können Sie künftig jeden Text auf Ihrem iPhone vorlesen lassen. Je nachdem, ob Sie „Auswahl sprechen“, „Bildschirminhalt sprechen“ oder beide Varianten aktiviert haben, können Sie sich nach Belieben einen zuvor markierten Textabschnitt oder den gesamten angezeigten Inhalt vorlesen lassen. Wenn Sie sich eine Auswahl vorlesen lassen möchten, markieren Sie die entsprechende Textpassage und wählen im anschließend erscheinenden Auswahlmenü die Option „Sprechen“. Falls Sie alles Dargestellte vorgelesen haben wollen, streichen Sie mit zwei Fingern vom oberen Bildschirmrand nach unten.

iPhone Lesehilfe via Lupenfunktion

Neben der Sprachausgabe stellt Ihnen die iPhone Lesehilfe ein weiteres nützliches Feature zur Seite: Die Lupenfunktion. Mit dieser können Sie keine einzelnen Textpassagen vergrößern, die Ihnen Ihr iPhone anzeigt, sondern analoge Texte, wie z.B. aus Zeitungen, Bedienungsanleitungen oder Beipackzetteln. Durch die Lupenfunktion der iPhone Lesehilfe zweckentfremdet Sie Ihre Handykamera gewissermaßen als digitales Vergrößerungsglas. Um das Feature verwenden zu können, müssen Sie es zunächst aktivieren. Gehen Sie dafür auf Einstellungen > Allgemein > Bedienungshilfen > Lupe. Wenn Sie dies getan haben, können Sie in der Folge jeden Nachrichtenartikel oder jedes Kochrezept, das Sie vor sich haben, heranzoomen. Halten Sie dafür Ihre iPhone-Kamera auf den entsprechenden Text und drücken Sie dreimal schnell den Home-Button. Wenn Sie ein iPhone X ohne Home Button besitzen sollten, müssen Sie in diesem Fall die Seitentaste verwenden. Nachdem Sie die Taste dreimal hintereinander gedrückt haben, öffnet sich eine Kamera-Ansicht, ähnlich wie in der klassischen Kamera-App. In dieser Ansicht können Sie per Schieberegler festlegen, wie sehr Sie den entsprechenden Text vergrößern wollen, den Sie vor sich haben. Darüber hinaus können Sie auch ein Foto von dem Text machen, den Blitz verwenden und die Farbeinstellungen regulieren. Im Prinzip handelt es sich bei der Lupenfunktion um eine reduzierte Variante der Kamera-App.

Was Sie tun können, um Ihre Augen beim Smartphone-Gebrauch zu schonen

Mann mit Brille bedient sein iPhone
(Bild: marcovarro - stock.adobe.com)

Die Gründe für ein Problem bei der Rezeption von auf dem iPhone angezeigten Inhalten sind vielfältig. Oft liegt es einfach an zu kleiner Schrift, die verwendet wird. Es spielen jedoch viele weitere Faktoren eine Rolle, die für einen verminderten Lesefluss sorgen können. Wir stellen Ihnen die häufigsten vor und zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Rezeption von Texten achten sollten, um Ihre Augen nicht zu strapazieren.

Kleine Schrift

Viele Websites setzen für die Darstellung ihrer Inhalte auf eine relativ kleine Schriftgröße. Entweder um möglichst viel Inhalt auf einer Seite abbilden zu können oder weil die Website kein (gutes) Responsive Design besitzt und die Inhalte eins zu eins von der Desktop- auf die mobile Ansicht übertragen werden. Das Ergebnis ist eine zu kleine Schrift und eine schlechte Lesbarkeit auf Ihrem iOS Gerät. Nutzen Sie also nach Möglichkeit Websites, die größere Schrift verwenden, um Ihre Augen nicht zu sehr zu belasten.

Sehschwäche

Auch eine Sehschwäche kann ein Grund dafür sein, dass User eines iPhones Probleme bei der Textrezeption haben. Dies betrifft vor allem ältere Menschen, deren Sehvermögen mit zunehmender Zeit nachlassen kann. Aber auch jüngere iPhone-Nutzer mit Sehschwäche haben nicht selten Probleme damit, Nachrichtenartikel mit kleinerer Schrift oder aber klassische WhatsApp Messages flüssig lesen zu können. Für Menschen mit Sehschwäche empfehlen sich also vor allem Websites und Apps, die in der mobilen Ansicht ausreichend große Schrift benutzen.

Farbkontraste

Einige Websites setzen bei der Darstellung ihrer Inhalte auf ein vielfältiges Farbspektrum. Dies kann zur Folge haben, dass Text und Hintergrund eine ungünstige Farbkombination bekommen, sodass es für den User schwer wird, den Text flüssig lesen zu können und z.B. eine iPhone Lesehilfe vonnöten ist. Farbkontraste wie rosa und gelb, schwarz und grau oder grün und blau können z.B. Schwierigkeiten bei der Rezeption von Inhalten hervorrufen. Eine gute mobile Website erkennen Sie daran, dass sie durch einen starken Farbkontrast Inhalte darstellt. Das schont Ihre Augen und begünstigt den Lesefluss.

Schriftart

Ein weiterer Grund dafür, warum Apple User auf eine iPhone Lesehilfe angewiesen sein können, ist die Schriftart, die eine Website verwendet. Einige Seiten benutzen beispielsweise verschnörkelte Schriften oder eine Schriftart mit vielen Serifen. Aber auch sehr dünne Schrift kann unter Umständen zu Problemen bei der Lesbarkeit führen. In der Regel sind schnörkellose und dickere Schrifttypen wie beispielsweise „Calibri“ für eine gute Rezipierbarkeit förderlich - Ihre Augen werden es Ihnen danken.