Frau am Flughafen mit Smartphone in der Hand
Smartphone im Urlaub kaputt: Darauf sollten Sie achten (Bild: di_media - stock.adobe.com)

Tipps und Tricks

Smartphone im Urlaub kaputt: Darauf sollten Sie achten

Ohne Smartphone ist das Leben komplizierter: Apps helfen Ihnen in jeder Situation zuverlässig durch den Tag, auch während der schönsten Zeit im Jahr. Besonders im Urlaub ist das Smartphone im Dauereinsatz: Als Kamera, Übersetzer, Navi und um Musik am Pool abzuspielen. Gleichzeitig sind die Geräte zusätzlichen Risiken wie Salzwasser, Sand, großer Höhe oder extremer Hitze durch Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Da kann es schnell passieren, dass Ihr Smartphone im Urlaub kaputt geht. Der Klassiker auf Reisen? Wasserschäden! Die Chance, Ihr Smartphone nach dem Eindringen von Flüssigkeit zu retten, hängt stark von der Art der Flüssigkeit und der Länge des Eintauchens ab – allerdings sollten Sie in jedem Fall schnell und vor allem richtig reagieren. Damit Ihre Urlaubsfreude nicht getrübt wird, geben wir Tipps was Sie tun können, wenn Ihr Smartphone im Urlaub kaputt ist.

Smartphone im Urlaub kaputt = Urlaub im Eimer?

Wenn der mobile Alleskönner plötzlich kaputt zu sein scheint, ist gerade im Urlaub der Ärger groß. Doch jetzt sollten Sie erst mal Ruhe bewahren und Ihr Gerät besser nicht in der nächstbesten Handywerkstatt einliefern. Gerade im Ausland ist eine ordnungsgemäße Reparatur vom zertifizierten Fachmann nicht immer gewährleistet und nicht selten wittern Abzocker ein gutes Geschäft mit verzweifelten Touristen. Auch auf Garantieansprüche nach deutschem Recht können Sie sich im Ausland nicht verlassen. Auf dem Reparatur-Marktplatz finden Sie dagegen eine passende Handywerkstatt, falls Ihr Smartphone im Urlaub kaputt ist. So müssen Sie sich, falls Sie im Ausland unterwegs sind, zwar gedulden bis Sie wieder Zuhause sind, sind jedoch auf der sicheren Seite.

Smartphone im Urlaub kaputt: So reagieren Sie richtig beim Wasserschaden

Ein Wasserschaden am Smartphone ist oftmals derart gravierend, dass Sie ihn nicht einfach auf eigene Faust beheben können. Ist Ihr Gerät nass geworden, dürfen Sie aber natürlich keine Zeit verlieren und es muss zunächst vor Ort schnell gehandelt werden. Als wäre das Eindringen von Wasser nicht schlimm genug, bedeutet vor allem aggressives, salzhaltiges Meerwasser oftmals das Ende für die empfindliche Elektronik Ihres Smartphones. Eine Salzschicht ist neben der Feuchtigkeit extrem schädlich für die diffizile Technik Ihres Smartphones. Spülen Sie das Gerät nach einem Salzwasserschaden aber lieber nicht mit Leitungswasser aus (von einigen Webseiten empfohlen!), um die Salzschicht zu entfernen. Überlassen Sie es lieber einem Profi, das Gerät von einer Salzkruste zu befreien. Ansonsten riskieren Sie, noch weitere Schäden zu verursachen.

Die ersten Schritte nach einem Wasserschaden

Es liegt auf der Hand – retten Sie Ihr Smartphone so schnell es geht vor dem Ertrinken. Ob der spontane Griff ins Klo oder der Sprung ins Meer – ganz egal. Das Gerät muss schnellstens aus der Flüssigkeit entnommen werden, denn je länger es sich im Wasser befindet, desto schlimmer die Folgeschäden. Schalten Sie das Gerät sofort aus, wenn Sie es aus dem Wasser gefischt haben, um Kurzschlüsse zu verhindern. Auch wenn es verständlicherweise schwerfällt: War Ihr Smartphone bereits ausgeschaltet, bitte keinesfalls einschalten, um die Funktionsfähigkeit zu überprüfen – es drohen Kurzschlüsse.

Entfernen Sie vorsichtig alle entfernbaren Teile, also die hintere Akkuabdeckung, den Akku, die SIM- und Speicherkarte(n). Achtung: Bei den meisten modernen Smartphones dürfte dies bis auf die SIM- und Speicherkarte schwierig werden, denn fast alle neueren Modelle sind so verbaut, dass sie ohne spezielles Werkzeug nicht selbst auseinandergenommen werden können. Anschließend sollten Sie das Smartphone so gründlich wie möglich mit einem fusselfreien Handtuch oder saugfähigen Küchentuch abtrocknen.

Zusatztipp: Fragen Sie an der Rezeption Ihrer Unterkunft nach einem Gefrierbeutel und Reis. Ja, richtig gehört, Reis. Denn dieser wirkt hygroskopisch und entzieht die Feuchtigkeit, die in das Gerät eingedrungen ist. Füllen Sie zunächst den Beutel mit Reis, legen Sie Ihr Smartphone dann so hinein, dass es komplett von Reiskörnern bedeckt ist, und lassen Sie es für etwa 10-12 Stunden im Beutel eingeschlossen. Danach können Sie versuchen, Ihr Gerät zu starten. Um eine professionelle Reparatur werden Sie aber aller Voraussicht nach trotzdem nicht herumkommen, die Schäden können jedoch möglicherweise reduziert werden.
Bekommen Sie keinen Reis, greift folgender Tipp: Legen Sie Ihr Smartphone zum zusätzlichen Trocknen an einen warmen, trockenen Ort, jedoch nicht direkt auf die Heizung. Achten Sie dabei auf eine gute Belüftung, öffnen Sie also zusätzlich ein Fenster. Darüber hinaus sollten Sie bitte der Versuchung widerstehen, nach einem Wasserschaden auf dem Touchscreen herumzudrücken. Es besteht sonst die Gefahr, dass Flüssigkeit noch stärker vordringen und die Elektronik beschädigen kann. Auch wenn Sie Ihr Gerät wieder einschalten und erst einmal keine Schäden feststellen können: Der Touchscreen ist aufgrund seiner Bauweise besonders bei Feuchtigkeit sehr empfindlich. Nicht selten reagiert er nach einem Wasserschaden überhaupt nicht mehr oder nur noch mit Verzögerung.
In diesem Fall hilft nur die Reparatur durch einen Experten.

Wenn Ihr Smartphone durch Sonnenstrahlen überhitzt

Mit der Aussicht auf eine Stadt bedient eine Frau ihr Smartphone
(Bild: BullRun - stock.adobe.com)

Sie genießen das Urlaubswetter mit einem kühlen Getränk am Strand? Ihrem Smartphone hingegen gefällt es besser im Schatten und nicht in der heißen Mittagssonne. Macht das Handy in der Sonne schlapp, braucht es eine Pause. Diese sollten Sie Ihrem Gerät unbedingt gönnen, um Schäden an der sensiblen Technik zu vermeiden. Dazu legen Sie sich mit dem Gerät am besten solange in den Schatten, bis das Smartphone wieder arbeitet. Geht es wieder an, sollten Sie alle Apps schließen, die Sie im Moment nicht benötigen. Starten Sie das Gerät neu und legen Sie es bitte nicht direkt in die pralle Sonne. Besser ist zum Beispiel der Platz unter Ihrer Liege. Falls es dort sandig ist, wickeln Sie zum Schutz Ihres Smartphones ein Handtuch darum oder nehmen Sie eine verschließbare Tüte mit. Gerade an sehr heißen Urlaubstagen sollten Sie Ihr Smartphone idealerweise im kühlen und sicheren Hotelsafe einschließen. Dort kann das Gerät nicht verloren gehen und vor allem nicht überhitzen.

Smartphone im Urlaub kaputt: Auch Kälte kann schaden

Nicht nur Hitze, sondern auch Kälte schadet dem Smartphone und führt dazu, dass Ihr Smartphone im Urlaub kaputt gehen kann. Sind Sie nicht am Meer, sondern etwa zum Skifahren in den Bergen unterwegs, sollten Sie das Smartphone warm eingehüllt in Ihrem Rucksack verstauen. Dort ist es keiner kalten Luft ausgesetzt. Zudem wird die Akkuleistung durch starke Kälteeinwirkung reduziert, Sie sparen also auch Akkuleistung ein. Sie wollen Ihr Smartphone auch im Skiurlaub immer griffbereit? Dann tragen Sie es wenigstens möglichst nah am Körper. So riskieren Sie nicht, dass Ihr Smartphone im Urlaub kaputt geht. Durch Ihre Körperwärme wird verhindert, dass die sensible Technik einfrieren kann. Setzen Sie Ihr Smartphone für längere Zeit starker Kälte oder sogar Frost ungeschützt aus, kann dies nicht nur Akkueinbußen, sondern sogar Risse im Touchscreen nach sich ziehen. Nach einem kalten Ausflug sollten Sie Ihr Smartphone immer ganz behutsam bei Raumtemperatur warm werden lassen, sonst riskieren Sie die Bildung von Kondenswasser und entsprechende Folgeschäden.

Smartphone im Urlaub kaputt: Touchscreen betroffen? Erste Hilfe ist wichtig

Da das Smartphone permanent im Einsatz ist – es entsprechend oft in die Hand genommen wird – sind Stürze keine Seltenheit. Ist das Smartphone im Urlaub kaputt und das Display nach einem Sturz brüchig geworden, sollten Sie etwas unternehmen – auch um Ihre Finger zu schützen. Anstatt Ihr Smartphone in eine Handywerksatt am Urlaubsort zu bringen, sollten Sie damit warten, bis Sie wieder zuhause sind. Etwaige Garantie- und Gewährleistungsansprüche sind sonst nicht abgesichert. Fürs Erste können Sie sich mit sogenannter Displayschutzfolie weiterhelfen. Lässt sich diese nicht auftreiben, tut es auch etwas Tesafilm. Dieser sollte idealerweise durchsichtig und möglichst dünn sein. Fragen Sie an der Rezeption, wer diesbezüglich helfen kann. Sind Sie wieder zuhause, können Sie auf dem Reparatur-Marktplatz über 500 Handywerkstätten vergleichen und Ihr Gerät einschicken oder lokal abgeben.