Frau mit Smartphone
Alle Apps kombinieren - „Franz“ macht‘s möglich (Bild: dragonstock - stock.adobe.com)

Tipps und Tricks

Alle Apps kombinieren - „Franz“ macht‘s möglich

Früher war alles ganz einfach. Wenn Sie eine Nachricht versenden wollten, gab es nur eine Funktion, die infrage kam: SMS. Doch der „Short Message Service“ ist mittlerweile zur antiquierten Form geworden und wird in der Regel nur dann genutzt, wenn der Empfänger keinen der gängigen Messenger-Dienste nutzt. Denn heute gehört es eigentlich zum Standard, WhatsApp, den Facebook Messenger, Instagram oder Skype zum Kommunizieren zu nutzen. Zum einen weil es schneller geht, zum anderen weil es kostenlos ist. Und so sammelt sich auf einem durchschnittlichen Smartphone eine ganze Reihe an unterschiedlichen Apps, die allesamt der Kommunikation dienen. Das führt unter Umständen schon mal zu einem kleinen Durcheinander. Gerade dann, wenn jeder einen anderen Messenger nutzt. Um Ordnung ins Chaos zu bringen, wird zurzeit an einer Anwendung namens „Franz“ gearbeitet, die mehrere Apps kombinieren soll.

Die Qual der Wahl

Mit großer Auswahl kommt auch große Verantwortung. Wer ein Smartphone besitzt, verwendet in der Regel nicht nur eine, sondern eine Vielzahl an unterschiedlichen Apps. Auf der einen Seite dienen sie zwar allesamt der Kommunikation mit einem Gegenüber, auf der anderen Seite besitzen sie jedoch jeweils individuelle Eigenschaften, welche die App besonders machen und somit für einen gewissen Typ der Kommunikation prädestinieren. Sie kennen das von sich selbst: Während Sie manche Apps für fast all Ihre Kontakte verwenden, gibt es Anwendungen, die Sie nur für einen oder zwei bestimmte Personen nutzen. Wieder andere Apps nutzen Sie vielleicht für eine gute Handvoll Personen aus Ihrer Freundesliste. Unterm Strich besitzen Sie also nicht selten unterschiedliche Apps für unterschiedliche Personen. Doch warum ist das so?

Warum gibt es so viele Messenger-Dienste?

Im Wesentlichen gibt es drei Gründe für die große Vielfalt der verfügbaren Messenger-Apps. Erstens besitzt nicht jede Person alle gängigen Messenger-Dienste auf ihrem Smartphone. Nur weil Sie zum Beispiel die App „Viber“ nutzen, muss dies noch lange nicht für Ihr Gegenüber gelten. Oft sind die Entscheidungen, die eine oder die andere App zu nutzen, sehr persönlich. Manch eine App sagt Ihrem besten Freund vielleicht einfach nicht zu, während Sie diese täglich zur Kommunikation verwenden. Zweitens weist jede Applikation ein unterschiedliches Funktions-Tableau auf. Je nach Art der Kommunikation bietet sich daher mal die eine, mal eine andere Anwendung an. Drittens werden in unterschiedlichen Ländern der Erde verschiedene Applikationen genutzt bzw. bevorzugt. Was in Deutschland als gängiger Messenger dient, muss noch lange nicht in China zur Standard-Ausrüstung eines Smartphones gehören. Und spätestens seitdem die Welt immer mehr zusammenwächst, ist Kommunikation vom einen zum anderen Kontinent nicht außergewöhnlichen mehr. Im Ergebnis tummelt sich also oft eine Fülle an unterschiedlichen Apps auf Ihrem Smartphone.

Die gängigsten Chat-Apps

Paar mit Smartphones
(Bild: Drobot Dean - stock.adobe.com)

Wie bereits beschrieben, weist jeder Messenger-Dienst individuelle Qualitäten auf, die ihn von anderen abgrenzen. Um einen Überblick davon zu bekommen, welche Chat-Apps existieren und was sie im Einzelnen ausmachen, sind hier exemplarisch vier der meist genutzten Messenger-Dienste kurz erklärt:

WhatsApp
2009 gegründet und 2014 von Facebook übernommen, zählt WhatsApp heute zu den weltweit meist genutzten Messenger-Diensten. Mit ihm lassen sich einfache Textnachrichten, Voice-Messages, Bilder und Videos versenden sowie Sprach- und Videoanrufe durchführen. WhatsApp wird vor allem in Europa, Lateinamerika und Indien genutzt.

Facebook Messenger
Zunächst als Teil der Facebook-App existiert der Messenger inzwischen als eigene App und ermöglicht ähnlich wie WhatsApp das Versenden von Text- und Bildmedien, sowie Sprach- und Videoanrufe. Zudem unterstützt die US-Version auch das Versenden von Geldbeträgen. Besonders in englischsprachigen Ländern gehört der Facebook Messenger zu den Hauptkommunikationsmitteln.

Skype
Skype gehört zu den ältesten Messenger-Diensten. Bereits 2003 gegründet, wirkt er heute in vielen Teilen der Welt als antiquiert. Dennoch zählt er weiterhin zu einer der gängigsten Chat-Apps weltweit. Nicht zuletzt deswegen, weil Skype als der Vorreiter der online Sprach- und Videotelefonie gilt. Skype ermöglicht, ähnlich wie die anderen Messenger-Dienste, das Versenden von Text- und Bildmedien. Das Land mit den meisten aktiven Skype-Usern ist Russland.

WeChat
In Europa zwar (beinahe) unbekannt, zählt WeChat jedoch weltweit zu den beliebtesten Messenger-Apps. 2011 gegründet gilt die App heute als Standard-Anwendung für jegliche Art der Kommunikation für den chinesischen Markt. Die App vereint nicht nur alle gängigen Funktionen eines Messenger-Dienstes. Sondern ist auch in der Lage sich mit anderen Chat-Apps wie den Facebook-Messenger zu verbinden. Darüber hinaus können User mit der App sogar Rechnungen bezahlen und Arzttermine vereinbaren. WeChat erweitert sozusagen die klassische Funktionspalette anderer Chat-Apps.

„Franz“… was ist das?

Natürlich existieren noch dutzende weitere Messenger-Apps wie „Viber“, „Instagram“, „Signal“, „Telegram“, „LINE“, „Blackberry Messenger“, „Kakaotalk“, „IMO“, „KIK“ oder „Snapchat“. Um all diese verschiedenen Apps kombinieren zu können und diese dem User einfacher zugänglich zu machen, arbeitet die Firma „Franz“ zurzeit an einer mobilen Version seiner aktuell erhältlichen Desktop-Variante. Somit können Sie bereits jetzt mit „Franz 5“ auf Ihrem Laptop all Ihre mobilen Apps kombinieren. Die Desktop-Variante ist in einer kostenlosen Version herunterzuladen und zudem Open Source. Vorteil: Nach der Installation brauchen Sie sich nicht extra anmelden, sondern können einfach loslegen. Zudem werden keine Daten von Ihnen erhoben. Im Prinzip besteht das Apps Kombinieren von „Franz 5“ aus einer Auflistung sämtlicher von Ihnen verwendeten Messenger-Dienste. Was zunächst erstmal banal klingt, erweist sich beim näheren Hinsehen als äußerst praktisch. Denn durch das Apps Kombinieren auf einen einzigen Bildschirm bekommen Sie einen sehr guten Überblick all Ihrer Anwendungen und können diese schnell und einfach nutzen.

Wann kommt die mobile Variante von „Franz“?

Damit es in Zukunft auch möglich ist, auf Ihrem Smartphone Apps kombinieren zu können, arbeiten die Entwickler von „Franz“ zurzeit an einer mobilen Version des Programms. So ist das App-Kombinieren zwar bereits mit der Desktop-Variante möglich, jedoch ist das Smartphone schließlich das Gerät, auf dem sich all Ihre Apps kombinieren bzw. zusammenfinden. Eine mobile Version, die alle sich auf Ihrem Smartphone befindenden Apps kombinieren kann, ist also nur der logische nächste Schritt. Wann die App auf dem Markt kommt, steht noch nicht fest. Jedoch wurde bereits angekündigt, dass es sowohl für iOS als auch für Android Versionen geben soll. Auf diese Weise können Sie künftig all Ihre Apps kombinieren, egal ob Sie ein iPhone 8 oder ein Samsung Galaxy S7 besitzen.