Cerankochfeld, auf dem ein Topf steht.
Induktion vs. Ceran - was sind Vor- und Nachteile? (Bild: Proxima Studio - stock.adobe.com)

Tipps und Tricks Induktion vs. Ceran: Welche Vor- und Nachteile gibt es?

Wer sich einen neuen Herd anschaffen möchte und vor der Frage „Induktionskochfeld oder Ceranfeld?“ steht, sollte jetzt aufmerksam weiterlesen. Denn beim Kampf von Induktion vs. Ceran gibt es so einiges zu beachten. Während Ceran seit Ewigkeiten als der Standard beim Thema Kochen gilt, setzen heutzutage immer mehr Haushalte auf einen Induktionsherd. Die moderne Induktionstechnik verspricht ein schnelleres Erhitzen, ist nachhaltig und bietet jede Menge Vorteile. Doch auch ein Ceranherd hat so einiges zu bieten – nicht zuletzt auch einen deutlich günstigeren Preis. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, welche Vorteile und Nachteile Induktion und Ceran haben, und wie die beiden Herdarten funktionieren. Anschließend wissen Sie genau, was Sie erwartet, und können somit eine deutlich leichtere Kaufentscheidung fällen.

Induktionskochfeld oder Ceranfeld – das ist wichtig!

Ceranfelder kommen bereits seit den frühen Siebziger Jahren zum Einsatz. Die Kochfelder aus Glaskeramik haben sich jahrelang bewährt, bis auf einmal Induktionsherdplatten auf dem Markt erschienen. Seit diesem Zeitpunkt scheiden sich die Geister beim Thema „Induktion vs. Ceran“. Nachfolgend erklären wir Ihnen, wie beide Technologien funktionieren, und welche Vorteile und Nachteile Induktion und Ceran haben.

Induktion: So funktioniert ein Induktionskochfeld

Induktionskochfelder werden immer beliebter. Sie können wie Cerankochfelder aus Glaskeramik bestehen, sind die Weiterentwicklung von simplen Cerankochfeldern und überzeugen mit einer neuen Wirkungsform. Denn unter der Kochplatte befindet sich eine Spirale, die elektromagnetische Wellen erzeugt. Diese werden dann direkt auf das Kochgeschirr übertragen. Man spricht hierbei von induktiv erzeugter Wärme. Das Besondere an Induktion: Es wird nicht das Kochfeld, sondern direkt die Pfanne oder der Topf darauf, erwärmt. Das heißt: Das Induktionskochfeld bleibt kalt oder wird lediglich etwas durch den Boden der Pfannen und Töpfe erwärmt. Somit besteht keine Gefahr, dass man sich seine Finger verbrennt. Diese Technologie verbraucht deutlich weniger Energie und sorgt für ein schnelleres Aufheizen.

Ceranherd: So funktioniert ein Cerankochfeld

Cerankochfelder sind der Klassiker, wenn es ums Kochen geht. Sie werden mittlerweile seit mehr als 50 Jahren genutzt und sind nach wie vor enorm beliebt. Die Funktion von Glaskeramik-Kochfeldern ist simpel: Unter den der Glaskeramik-Oberfläche der Kochplatten befinden sich elektrische Heizspiralen, die sich erhitzen und eine infrarote Wärmestrahlung aussenden. Diese wird dann über die Kochplatte an die Unterseite des Kochgeschirrs abgegeben. Somit handelt es sich bei Ceranfelder um strahlungsbeheizte Kochfelder, über die die Wärme auf Töpfe und Pfannen übertragen wird. Das heißt: Die Kochfelder werden heiß und es droht Verbrennungsgefahr. Im Vergleich zu Induktionskochfelder sind Cerankochfelder deutlich günstiger. Allerdings geht bei der Wärmeübertragung auch deutlich mehr Wärme verloren, was zu einem gesteigerten Energieverbrauch führt.

Kochen mit Induktion: Die Vorteile und Nachteile

Jemand bedient ein Induktionskochfeld, auf dem ein Topf steht.
Induktion vs. Ceran im Überblick (Bild: Joe-L - stock.adobe.com)

Bei einem Induktionsherd besteht die Herdplatte aus Glaskeramik. Die Wärme wird durch eine elektromagnetische Strahlung erzeugt, dies bringt gewisse Vor- und Nachteile mit sich:

Schnelleres Erhitzen

Ein klarer Vorteil von Induktion ist das schnelle Aufheizen der Herdplatten. Darüber hinaus ist eine deutlich exaktere Temperatureinstellung möglich. Selbst bei geringen Temperaturen kann eine genaue Temperatur eingestellt und Temperaturanpassungen besser umgesetzt werden.

Bessere Energieeffizienz

Durch die direkte Wärmeübertragung haben Induktionsherde eine deutlich bessere Energieeffizienz. Somit kann beim Kochen mit einem Induktionsherd jede Menge Energie gespart werden.

Reduzierte Verbrennungsgefahr

Da das Kochfeld selbst bei Induktionsherden nicht erhitzt wird, ist die Verbrennungsgefahr deutlich gemindert.

Leichtere Reinigung

Auf Grund der besonderen Technik kann das lästige Anbrennen von Essensresten vermieden werden. Selbst beim Überkochen von Speisen brennt nichts auf dem Kochfeld an. Dies macht auch die Reinigung deutlich leichter.

Höhere Anschaffungskosten

Ein klarer Nachteil von Induktion sind die um einiges höheren Anschaffungskosten im Vergleich zu einem Ceranherd.

Spezielles Kochgeschirr notwendig

Zusätzlich dazu funktionieren Induktionsherde nur mit speziellem Kochgeschirr. Dieses muss ferromagnetisch sein. Dies bedeutet, dass Sie bei der Anschaffung eines Herds mit Induktionskochplatten auch Ihr Kochgeschirr ersetzen müssen, was mit ordentlichen Mehrkosten verbunden sein kann.

Kochen mit Cerankochfeld: Die Vor- und Nachteile

Eigentlich handelt es sich bei dem Ausdruck „Ceran“ um einen geschützten Markennamen der Firma Schott. Das Unternehmen entwickelte die ersten Kochfelder aus Glaskeramik und seitdem sind solche Herde unter dem umgangssprachlichen Begriff „Ceranherd“ bekannt. Auch bei Cerankochfeldern ergeben sich verschiedene Vor- und Nachteile auf Grund der Wirkungsweise:

Geringe Anschaffungskosten

Ein Herd mit Ceranfeldern ist um einiges preisgünstiger als ein Induktionsherd. Je nach Modell und Ausführung sind die Kosten für einen Ceranherd in etwa mit den Anschaffungskosten für einen Gasherd vergleichbar.

Mit jedem Kochgeschirr kompatibel

Auf einem Herd mit Cerankochfeldern können Sie jedes handelsübliche Kochgeschirr verwenden. Sie müssen also nicht erst passende Töpfe oder Pfannen kaufen.

Besonders pflegeleicht

Die Glaskeramik-Oberfläche von Ceranherden ist besonders pflegeleicht und kann selbst bei starken Verschmutzungen leicht gereinigt werden.

Höhere Verbrennungsgefahr

Dadurch, dass die Cerankochfelder beim Kochen stark erhitzt werden, steigt die Verbrennungsgefahr. Dies gilt sowohl für Menschen, die sich Finger und andere Gliedmaßen verbrennen können als auch für Essensreste auf dem Kochfeld, die in kürzester Zeit stark festbrennen können.

Höherer Energieverbrauch

Da beim Kochen auf einem Ceranfeld deutlich mehr Wärme verloren geht, steigt auch der Energieverbrauch. Wenn Sie Ihren Stromverbrauch berechnen, kann sich das auch langfristig finanziell bemerkbar machen.

Induktion vs. Ceran – so fällt unser Fazit aus

Induktionskochfelder und Ceranfelder haben beide vielerlei Vor- und Nachteile. Deshalb sollte man immer individuell abwägen und entscheiden, welche Technik sich am besten eignet. Wer sich mehr Nachhaltigkeit im Haushalt wünscht und seinen Energieverbrauch dauerhaft senken möchte, sollte sich für einen Induktionsherd entscheiden. Wer es dagegen simpel mag und keine Lust auf hohe Anschaffungskosten hat, ist mit einem Ceranherd gut beraten.