Fahrradausflug mit Kindern
Fahrradausflug mit Kindern (Bild: Alexander Rochau - stock.adobe.com)

Tipps und Tricks So gelingt Ihr erster Fahrradausflug mit Kindern

Es macht einfach Freude, zusammen mit den Kindern aufs Rad zu steigen und zu einer Familientour zu starten. Dann gibt es nichts Schöneres, als zu beobachten, wie die Steppkes fleißig strampelnd und mit wachen Augen die vorbeiziehende Welt aus der Sattelperspektive erleben. Besonders faszinierend ist die mit dem Alter steigende Unternehmungslust. Natürlich muss ein Fahrradausflug mit Kindern anders geplant sein als eine Erwachsenentour. Lesen Sie, welche Anforderungen auf die kleinen Radler zukommen, wie eine Radtour mit Kindern organisiert wird und welche Transportsysteme Ihnen dabei helfen können.

Fahrradausflug mit Kindern: Die geeignete Streckenlänge

Bei Fahrradausflügen mit Kindern versteht sich von selbst, dass sich die Tourenplanung in erster Linie nach dem Kind richten sollte. Hierbei spielt das Alter die wichtigste Rolle. Denn was Sie ihrem Kind zumuten können und dürfen sowie rechtliche Belange sind hauptsächlich eine Altersfrage. Davon abgesehen sollte Ihr Kind auf jeden Fall Freude am Fahrradfahren haben, neugierig und erlebnishungrig sein, Konzentration sowie Kondition aufbringe und das Lenken, Spurhalten und Bremsen beherrschen.

Fahrradausflug mit Kindern im Kindergartenalter

Vorschulkinder sollten schrittweise ans Fahrradfahren über größere Distanzen herangeführt werden. Haben Sie ein aufmerksames Auge auf den Leistungsstand und die Lust Ihres Kindes an der Bewegung. Dann können Sie allmählich die Länge der Tour ausdehnen – von wenigen Kilometern bis auf höchstens 20 Kilometer. Das Gesetz schreibt vor, dass Kinder unter acht Jahren nicht auf der Straße fahren dürfen. Planen Sie Ihren Fahrradausflug mit Kindern deshalb auf Bürgersteigen und von der Fahrbahn getrennten Radwegen. Müssen Sie doch einmal ein kleines Stück Straße absolvieren, können Sie dies mit einer mitgeführten Tandemstange überbrücken. So kann Ihr Kind Erfahrungen auf dem Rad sammeln, ohne dem Straßenverkehr ausgesetzt zu sein. Unser Ausflugtipp: Halten Sie in jedem Fall ein solches alternatives Transportsystem bereit, um Ihr Kind bei Ermüdung sicher zum Ausgangsort zurückzubringen.

Fahrradausflug mit Kindern im Grundschulalter

Kinder bis zehn Jahren dürfen auf dem Gehweg fahren, aber auch schon die Straße nutzen. In diesem Alter sind erprobte kleine Radfahrer durchaus in der Lage, 30 oder sogar 50 Kilometer am Tag zu schaffen. Dies sollte aber aus eigenem Antrieb geschehen. Auch hier gilt: Gehen Sie behutsam vor und überfordern Sie Ihr Kind nicht. Verlängern Sie Ihren Fahrradausflug mit Kindern nach und nach, lassen Sie auch Ihr Kind zunehmend bei der Tourenplanung mitreden und eigene Wünsche einbringen.

Fahrradausflug mit älteren Kindern

Ab einem Alter von zehn Jahren müssen Kinder auf der Straße oder einem Fahrradweg fahren. Jetzt haben sie schon einige Touren hinter sich und sind um viele Erfahrungen reicher. Vielleicht will Ihr Kind zeigen, was in ihm steckt? Dann nehmen Sie sich für den nächsten Fahrradausflug mit Kindern eine Tour von über 50 Kilometern vor. Bei vielen Kindern erwachen in diesem Alter der sportliche Ehrgeiz und der Entdeckerstolz, andere sind nach einer bestimmten Zeit auf der Straße wiederum schnell gelangweilt. Da Sie Ihr Kind am besten kennen, sollten Sie seiner individuellen Grundstimmung und der physischen Verfassung weiterhin Vorrang bei der Planung des Ausflugs einräumen. Als schwächstes und schützenswertestes Glied in der Familienkette genießt ein Kind auf dem Fahrrad stets eine Sonderrolle an Freiheiten. Auch wenn für die Eltern damit Einschränkungen verbunden sein sollten. Wie viele Kilometer Sie auch unter den Rädern haben – stets gilt: Ihrem Kind soll es gut gehen!

Fahrradausflug mit Kindern – sicher aufs Rad

Fahrradausflug mit Kindern
Fahrradausflug mit Kindern (Bild: Alexander Rochau - stock.adobe.com)

Im Fachhandel können Sie sich fundiert über die Ihrem Kind angemessene Fahrradgröße informieren. Ein Dreikäsehoch im Kindergartenalter ist mit einem 12-Zoll-Kinderrad am besten bedient – achtjährige Schüler können beim Fahrradausflug mit Kindern bereits auf 20-Zoll-Räder steigen. Nichts ist für Ihr Kind unangenehmer, als eine womöglich weit ausgreifende Tour auf einem zu kleinen oder zu großen Fahrrad. Natürlich sollte das Kinderrad die gleichen Sicherheitsstandards erfüllen wie die Räder der Eltern. Kontrollieren Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Licht, Bremsen, Schraubenfestigkeit und Reifenluftdruck. Am Anfang schaut es einfach nur zu, später darf es selbst Hand anlegen und auch die Lieblingspuppe oder den kleinen Teddy in der Fahrrad-Packtasche unterbringen. Machen Sie ein Spiel daraus! So lernt Ihr Kind, Verantwortung für sein Fahrrad zu übernehmen und hat auch noch Spaß dabei.

Fahrradausflug mit Kindern – alternative Transportsysteme

Bisher war die Rede von Kindern, die selbst fahren. Sie können einen Fahrradausflug mit Kindern jedoch auch mit Ihrem Nachwuchs unternehmen, wenn dieser noch nicht fahrtüchtig ist. Dann gibt es beispielsweise die Möglichkeit, Ihren Sprössling im Kindersitz auf der Lenkerstange oder dem Gepäckträger mitzunehmen. Eine Babyschale oder ein Kindersitz passen auch gut in den Transportbehälter eines Lastenrads. Und wenn Ihr Kind unterwegs müde wird? Mit einem Fahrradanhänger oder einem Nachläufer bzw. Trailerbike können Sie es in Schlepptau nehmen. Die schon erwähnte Tandemstange als weiteres alternatives Transportsystem ist mit dem Kinderrad verbunden und hält es sicher in der Spur. Ihr Kind kann dann je nach Alter und Konditionsstand selbst in die Pedalen treten oder sich von Ihnen gemütlich kutschieren lassen.

Fahrradtour mit Kindern – hier geht’s lang

Kleine Radler mögen Abwechslung, das Abenteuer, das Geheimnis. Das kann ein Ausflug zu einem Wildpark, einer Burgruine, einem malerischer See oder durch einen „verwunschenen“ Wald sein. Wählen Sie gerade für die ganz Kleinen Radwege durch die Natur, auf denen es links und rechts etwas zu sehen gibt. Vielleicht können Sie dazu eine Geschichte erzählen oder Wissen vermitteln, sodass die Fahrradtour mit Kindern immer spannend bleibt. Vermeiden Sie dabei Strecken mit problematischem Untergrund und kräftezehrenden Steigungen wie auch riskanten Gefällen. Dass die Eltern nicht rasen, sondern sich an das Kindertempo anpassen, sollte klar sein. Sie sollten ihre Kinder in die Mitte nehmen, also am Anfang und Ende des Familientrupps fahren. Planen Sie regelmäßige Trink- und Toilettenpausen in nicht zu großen Abständen ein. Ohnehin wollen Kinder gern mal stehenbleiben und vom Rad steigen, weil es wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Wenn es ihr Alter erlaubt, können Sie daher eine Fahrradtour mit Kindern zu einer aufregenden Exkursion gestalten. Da können Tiere beobachtet und fotografiert werden. Interessante Blätter landen in einem Herbarium. Aus Holzstücken am Wegesrand wird später ein Schiff gebastelt, das Ihr Kind auf der nächsten Radtour in einem Bach setzen kann. Fantasie ist nun mal die beliebteste Beifahrerin jedes Kindes.