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TN-Panel

Schwarzer PC-Monitor auf weißem Tisch
(Bild: Kersti - stock.adobe.com)

TN steht für Twisted Nematic, was übersetzt so viel wie „verdrehte Flüssigkristalle“ heißt. Es bezeichnet eine bestimmte Art der Anordnung von Flüssigkristallen in LCD-Monitoren. Flüssigkristalle sind ein besonderer organischer Stoff: Sie sind einerseits flüssig, andererseits brechen sie Licht auf die gleiche Weise wie Kristalle. In TN-Panels ist eine etwa zehn Mikrometer dicke Schicht von Flüssigkristallen zwischen zwei Glasplatten eingeschlossen. Diese sind so beschichtet, dass die Kristalle sich auf eine bestimmte Art und Weise anordnen, nämlich um 90 Grad verdreht. In dieser Anordnung sind sie für Licht durchlässig, TN-Displays erscheinen ohne jegliche Einwirkung von außen daher weiß. Fachleute nennen dies auch Normally-White-Mode.

Was ist ein TN-Panel?

TN-Panels sind die meist verkauften LCD-Anzeigen überhaupt und kommen in einer Vielzahl verschiedener Geräte zum Einsatz. So sind beispielsweise die Displays von Taschenrechnern und Digitaluhren häufig TN-Anzeigen. Ihr Aufbau ist vergleichsweise simpel: Im Ruhezustand ist auf dem Display nichts zu sehen. Um Ziffern abzubilden, leiten die Elektroden an dem betroffenen Segment Strom. Flüssigkristalle ordnen sich immer parallel zu einem elektrischen Feld an. Die Entstehung eines solchen sorgt dafür, dass die einzelnen Kristalle sich drehen, wodurch sie lichtundurchlässig werden. Das entsprechende Segment erscheint dann schwarz. Farbbildschirme werden als TN-Panels realisiert, indem es für jeden Pixel drei Subpixel gibt. Diese haben die Farben Rot, Grün und Blau. Je nach Stromstärke im jeweiligen Feld erreicht jeden Farbpixel mehr oder weniger Licht. So entsteht in jedem Pixel durch additive Farbmischung ein Teil des Gesamtbildes.

Vor- und Nachteile von TN-Panels

Die Technik hinter TN-Panels ist schon sehr weit erforscht und entwickelt. Die Komponenten sind günstig und so sind auch die Bildschirme an sich nicht allzu teuer. TN-Displays überzeugen außerdem mit sehr schnellen Reaktionszeiten. Keine andere LCD-Technik ist so schnell. Vor allem bei Sportübertragungen ist diese Art von Bildschirm daher sehr beliebt. Weniger gut schlagen sich TN-Panels im Bereich der Farb- und Kontrastdarstellung. Andere LCD-Funktionsweisen, beispielsweise IPS, zeigen deutlich brillantere Farben und stärker abgestufte Kontraste. Das liegt auch daran, dass sich die Flüssigkristalle in TN-Displays in der Tiefe ausrichten. Dadurch variiert ihr Effekt auf das Licht je nach Betrachtungswinkel. Wer seitlich auf den Bildschirm schaut, hat dadurch einen anderen, schlechteren Bildeindruck als ein frontaler Beobachter.