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Parabolantenne

Parabolantenne auf Hausdach
(Bild: Hermann - stock.adobe.com)

Den Begriff Parabolantenne nutzen meist nur Experten. Umgangssprachlich ist meist von Antennenschüsseln, Satellitenschüsseln oder SAT-Anlagen die Rede. Die Antenne besteht aus einem Parabolspiegel aus lackiertem Stahl oder Aluminium, der Satellitensignale in seinem Zentrum bündelt. Diese stammen von Fernsehsatelliten, die sich in der Erdumlaufbahn befinden und TV-Signale auf die Erde senden. Aufgrund der großen Entfernung ist die Signalstärke auf der Erde allerdings zu schwach, sodass das Bündeln der Signale einer größeren Fläche nötig ist, um ein fehlerfreies Bild zu erhalten. Im Brennpunkt des Parabolspiegels befindet sich der sogenannte Empfangskopf, der das Satellitensignal umwandelt und es somit für den angeschlossenen Satellitenreceiver kompatibel macht. Der Signaltransport zwischen Parabolantenne und Receiver erfolgt in der Regel über ein Koaxialkabel.

Verschiedene Arten von Parabolantennen

Die oben beschriebene Bauweise ist die einer klassischen Parabolantenne mit einem Spiegel und einem Empfangskopf. Sie wird üblicherweise direkt auf den Satelliten, den sie empfangen soll, ausgerichtet. Besondere Bauformen ermöglichen aber auch, mit einer Parabolantenne mehrere Satellitensignale zu empfangen. Einerseits gibt es sogenannte Multifeedhalter, die über mehrere Empfangsköpfe verfügen, andererseits gibt es auch Parabolantennen mit einem Motor. Dieser fährt die verschiedenen Satellitenpositionen ab und ermöglicht es so, zwischen den verschiedenen Signalen zu wechseln. Da die klassische Parabolantenne mit großem Spiegel von vielen Menschen als hässlich wahrgenommen wird, sind versteckte Antennen, denen man ihre Funktion nicht sofort ansieht, auf dem Markt. Sie haben beispielsweise die Form eines Stuhls oder nutzen eine Tischplatte, um das Signal zu bündeln.

Alternativen zur Parabolantenne

Die Vorteile einer Parabolantenne sind, dass für ihre Anbringung an der Hausfassade keinerlei Gebühren fällig werden. Außerdem ist der Empfang gut der Hälfte der Sender kostenlos. Allerdings müssen Vermieter keine Satellitenschüsseln an der Hausfassade dulden, sodass nicht jeder Mieter uneingeschränkt eine Parabolantenne nutzen kann. Eine Alternative ist das Kabelfernsehen, bei dem Anbieter gegen eine monatliche Gebühr einen TV-Anschluss über ein Koaxialkabel in die Wohnung bereitstellen. Außerdem ist es in Deutschland möglich, Fernsehen über DVB-T2 zu empfangen. Dafür ist lediglich ein entsprechender Empfänger nötig. Öffentlich-rechtliche Sender sind auf diese Weise kostenlos zu empfangen. Bei Privatsendern war dies nur früher der Fall, mittlerweile fällt auch für deren Empfang über DVB-T2 eine monatliche Nutzungsgebühr an.