smart home lexikon der wertgarantie

WERTGARANTIE goes Smart Home.
Unser Smart Home-Lexikon.

Programmierbare Thermostate: Funktionsweise und Modelle

26.10.2018

Ein programmierbares Thermostat erleichtert die Bedienung der Heizung und sorgt für eine angenehme Temperatur in allen Räumen. Die dadurch entstehende Kosteneinsparung ist ein großer Vorteil für die Verbraucher – und auch die Umwelt profitiert von der Technologie. Dabei werden die Thermostate immer moderner und entwickeln sich mit dem Trend der Smart Homes stetig weiter.

 

Sinn und Zweck eines programmierbaren Heizthermostats

In den letzten Jahren ist das Smart Home in viele deutsche Haushalte einzogen. Inzwischen bieten zahlreiche Hersteller smarte Lösungen für alle möglichen Bereiche des täglichen Lebens an. Ein Einsatzgebiet ist dabei die Steuerung der Heizung und der damit verbundenen Temperatur im Raum. Ein programmierbares Thermostat bietet die Möglichkeit, die genaue Temperatur sowie die Uhrzeit einzugeben, zu der die Heizung angeschaltet werden soll. So ist es möglich, dafür zu sorgen, dass im Winter bereits beim Betreten der Wohnung ein angenehm warmes Klima herrscht. Die programmierbaren Thermostate besitzen einen Fühler, welcher die Umgebungstemperatur im jeweiligen Raum misst. Diese wird dann auf dem verbauten Display angezeigt oder an das Smartphone gesendet.

 

Generell werden zwei Arten programmierbarer Thermostate unterschieden: Zum einen handelt es sich dabei um manuell programmierbare Produkte, die für jeden Raum speziell eingestellt werden müssen. Diese können nicht extern gesteuert werden und bieten keine Änderungsmöglichkeiten von unterwegs. Im Gegensatz dazu sind die smarten Thermostate über eine App jederzeit erreichbar. So können die Einstellungen bei kurzfristigen Änderungen im Tagesplan bequem von unterwegs geändert werden. Die smarten Thermostate funktionieren über Funk und müssen daher nicht für jeden Raum einzeln eingerichtet werden. Beide Varianten benötigen im Vergleich zu herkömmlichen Thermostaten eine Stromzufuhr, die in der Regel durch Batterien erfolgt. Zudem fallen die intelligenten Produkte größer aus, da sie eine digitale Anzeige besitzen.

 

Übersicht der Anbieter

Die Zahl der Anbieter für programmierbare und smarte Lösungen nimmt stetig zu, während bereits auf dem Markt vorhandene Produkte laufend weiterentwickelt werden, um dem Innovationsanspruch zu genügen. Dabei gibt es Hersteller, die beide Arten der programmierbaren Thermostate anbieten, und einige, die sich ausschließlich auf die smarten Varianten spezialisiert haben. Die folgende Auflistung zeigt die bekanntesten Anbieter programmierbarer Thermostate:

 

 

In den nachfolgenden Abschnitten werden die bekanntesten Hersteller zusammen mit einer manuellen oder smarten Variante ihrer programmierbaren Thermostate vorgestellt. Die erwähnten Modelle schnitten auf verschiedenen Vergleichsportalen gut ab und werden hier für eine leichtere Kaufentscheidung im Detail vorgestellt.

 

Eurotronic mit dem Modell Comet DECT

Ein Vertreter der manuell programmierbaren Thermostate des Herstellers Eurotronic ist der Comet DECT, der mit seinem Preis von etwa 37 Euro im unteren Preissegment liegt. Das Modell ist somit perfekt für Haushalte geeignet, die nicht rund um die Uhr Änderungen an den Heizeinstellungen vornehmen wollen. Mit dem Thermostat lassen sich Zeitschaltungen für bestimmte Tage und Tageszeiten programmieren. Es kann zudem mit einer FritzBox verbunden werden, ist aber nicht über eine App steuerbar und sendet auch keine Daten über das Internet. Über die FritzBox lassen sich bis zu zwölf der programmierbaren Thermostate variabel steuern, sodass das ganze Haus stets optimal beheizt wird.

 

Honeywell: HR25-Energy für eine händische Bedienung

Das manuell programmierbare Thermostat HR25-Energy von Honeywell zeichnet sich durch seine übersichtliche Gestaltung aus. Zum Programmieren der Zeitschaltungen stehen drei Tasten zur Verfügung, die eine einfache Bedienung gewährleisten. Das Thermostat passt auf alle gängigen Ventilmodelle und ist somit universell einsetzbar. Es verfügt über eine individuelle Programmierung, sodass die Wohnung an jedem Tag der Woche unterschiedlich beheizt werden kann. Mit einem Preis von 25 Euro ist dieses Modell ideal zum Testen geeignet.

 

Smartes Heizkörperthermostat mit Bluetooth von Eqiva

Dieses Modell des Herstellers Eqiva bietet eine Mischung aus einem manuellen sowie smarten Thermostat. Das Gerät kann somit per Hand programmiert werden, bietet aber auch die Funktion der App-basierten Steuerung. Die smarte Steuerung ist allerdings nur dann möglich, wenn sich das mobile Gerät im Empfangsbereich befindet. Insgesamt können bis zu fünf Thermostate in einem Raum und bis zu zehn Räume miteinander verbunden werden. Das programmierbare Thermostat bietet mit bis zu sieben Schaltzeiten pro Tag ein hohes Maß an Flexibilität. Eine Besonderheit ist dabei die Boost-Funktion, mit der es möglich ist, die Temperatur eines Raumes besonders schnell zu erhöhen. Die Kosten belaufen sich auf rund 15 Euro pro Stück.

 

Tados intelligentes Heizthermostat

Ein hochgelobtes Modell unter den programmierbaren Thermostaten ist das smarte Thermostat von Tado. Dieses benötigt eine Basis in Form eines Starter Kits, mit dem es sich dann verbinden kann. Das Modell liegt mit knapp 70 Euro im oberen Bereich der angebotenen Produkte, bietet dafür aber auch eine hohe Funktionalität. Das Thermostat verfügt über ein dezent gehaltenes Display mit Touch-Funktion. Die zur Verfügung gestellte App zeichnet sich durch hohe Übersichtlichkeit aus, sie ist leicht verständlich und nachvollziehbar. Das programmierbare Thermostat lässt sich auf die jeweiligen Wettervorhersagen und Gebäudeeigenschaften einstellen, sodass es die Temperatureinstellungen automatisch anpasst. Weiterhin kann es mit einer smarten Basis verbunden werden, sodass es auf Sprachbefehle reagiert.

 

Elgato: Eve Thermo als smarte Variante für Apple-Fans

Das rund 65 Euro teure Modell Eve Thermo des Herstellers Elgato bietet ein Rundumpaket für Apple-Fans an. Das programmierbare Thermostat benötigt keine Basis, kann dafür allerdings lediglich mit Apple-Produkten innerhalb eines Smart Homes verwendet werden. Die App zur Steuerung zeigt die ermittelten Daten mithilfe übersichtlicher Grafiken an. Das programmierbare Thermostat kommt dabei ganz ohne Display aus und wirkt optisch sehr klassisch.

 

Die Vorteile programmierbarer Thermostate

Der Einsatz von programmierbaren Thermostaten – ob manuell oder smart – erleichtert das Heizen einer Wohnung auf vielfältige Art und Weise. Die Vorteile sollen hier im Einzelnen kurz aufgelistet und erläutert werden:

 

An erster Stelle steht für viele Nutzer, welche sich für ein programmierbares Thermostat entschieden haben, die Kostenersparnis, welche mit einer Temperaturanpassung nach Bedarf einhergeht. Außerdem wird auch der Umwelt etwas Gutes damit getan. Die Installation ist nicht nur für technisch versierte Menschen möglich, denn das Modell muss lediglich an das Ventil angeschraubt werden. Viele Hersteller liefern zudem passende Adapter für die gängigen Ventilmodelle mit.

 

Für smarte Modelle ergeben sich zusätzliche Vorteile. Dabei steht die Steuerung per App weit oben auf der Liste: Die Temperatur kann somit bequem von unterwegs angepasst werden, falls der Bewohner seinen Tagesablauf spontan ändern und später oder früher als geplant nach Hause zurückkehren sollte. Für Haushalte mit mehreren Personen ist mit dem programmierbaren Thermostat eine individuelle Anpassung der Einstellungen leicht durchführbar – je nach Raum und Lebensgewohnheiten.

 

Auch eine Frostschutzfunktion für besonders kalte Tage ist in manchen Modellen enthalten. Modelle, die im höheren Preissegment liegen, bieten zudem die automatische Erkennung geöffneter Fenster und regeln die Temperatur entsprechend herunter. Weiterhin sind sie dazu in der Lage, zu registrieren, wenn sich kein Bewohner mehr im Haus befindet. Als Folge wird die Temperatur gemindert, um Heizkosten zu sparen. Besonders smarte Thermostate können sich durch eine Selbstlernfunktion an die Gewohnheiten der Hausgenossen anpassen, wodurch weniger Aufwand bei der Programmierung anfällt. Außerdem gibt es die Möglichkeit der Standortverfolgung, sodass das programmierbare Thermostat bei Ankunft der Bewohner entsprechend reagiert und die Temperatur anpasst.

 

Die Nachteile programmierbarer Thermostate

Wer ein programmierbares Thermostat mit möglichst vielen Einstellungsmöglichkeiten haben möchte, muss etwas mehr Geld investieren. Deshalb sollte sich jeder Interessierte vorher genau überlegen, ob eine manuelle Variante nicht doch ausreichend ist. Solche Modelle sind insbesondere in Single-Haushalten eine Überlegung wert. Weiterhin kann es vorkommen, dass bei einem Batteriewechsel alle Einstellungen neu vorgenommen werden müssen. Der Grund ist eine Löschung sämtlicher Daten, bei der das programmierbare Thermostat in den Auslieferungsmodus zurückgesetzt wird. In einem gut gedämmten Haus lassen sich zudem kaum Kosten sparen, sodass sich die Anschaffungskosten nicht amortisieren.

 

Ein weiterer Nachteil, den smarte Thermostate mit sich bringen, ist der zusätzliche Installationsaufwand, der zunächst erfolgen muss. Hierzu gehört unter anderem die Integration in ein Netzwerk, damit das programmierbare Thermostat sich über eine App steuern lässt. Zudem erfordert dieser Vorgang zumindest technische Grundkenntnisse seitens des Anwenders. Bei einem Netzwerkausfall funktioniert die Steuerung nicht mehr, sodass die Temperatur manuell reguliert werden muss.

 

Bei den manuell programmierbaren Thermostaten besteht der Nachteil, dass Bewohner auf unvorhersehbare Ereignisse nicht direkt reagieren können. Kommen sie erst Stunden später nach Hause als eigentlich geplant, kann dies nicht eingestellt werden. Das Thermostat ändert die Temperatur zur voreingestellten Zeit, sodass unnötig geheizt wird. Steht versehentlich noch ein Fenster offen, erkennt das Thermostat dies nicht. Ein weiterer negativer Punkt ist, dass die Einstellungen für jeden Raum gesondert vorgenommen werden müssen und sich nicht von einem zentralen Punkt aus koordinieren lassen. Außerdem ist die Funktionsfähigkeit bei manuell programmierbaren Thermostaten nur dann gegeben, wenn der Batterieladestand noch ausreichend ist. Sollten die Batterien im Laufe des Tages schlappmachen, wird die Wohnung nicht beheizt.