jemand fotografiert mit einem iPhone eine Landschaft
Wir machen den Test: So gut ist die iPhone 11 Kamera (Bild: Halfpoint - stock.adobe.com)

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Wir machen den Test: So gut ist die iPhone 11 Kamera

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Trotz des großen Facettenreichtums, den die Hardware eines neuen Smartphones mit sich bringt – unterm Strich sind User vor allem an einem interessiert: der Kamera. Kommt die nächste Generation eines Flaggschiffs auf den Markt, ist diese in so ziemlich jedem Bereich (wie z.B. Prozessor, Akku oder Speicher) ihrem Vorgänger überlegen. Nichtsdestotrotz konzentriert sich die Aufmerksamkeit der Käuferschaft insbesondere auf die optischen Qualitäten des Produkts – sprich: dem Kameraobjektiv. Dieser Umstand ist nicht unbegründet. In den vergangenen Jahren investieren große Firmen wie Apple in die Entwicklung ihrer Handykamera viel Zeit und Mühe. Schließlich werden diese immer wichtiger und gelten inzwischen als Aushängeschild eines Smartphones. Wie sieht es beim aktuellen iOS Gerät aus? Wir verraten Ihnen, wie gut die iPhone 11 Kamera ist.

So gut schneidet die iPhone 11 Kamera im Praxistest ab

Um das Ergebnis gleich vorwegzunehmen: Die iPhone 11 Kamera produziert äußerst schöne Bilder. Sind Sie auf der Suche nach einem Smartphone, mit dem Sie Fotos mit guter Belichtung, präziser Farbwiedergabe und in HDR Qualität erstellen können, sind Sie mit dem iPhone 11 definitiv gut beraten. Wenn es einen Kritikpunkt an der iPhone 11 Kamera gibt, dann ist es das fehlende Teleobjektiv. Ein Teleobjektiv ist grundsätzlich dafür verantwortlich, weit entfernte Personen oder Gegenstände vergrößert darzustellen. Ein Teleobjektiv hat aber auch viele weitere Vorteile.

Zum einen gelingen dadurch schöne Portraitaufnahmen, welche die abgelichtete Person groß und zentral im Bildausschnitt platzieren. Zum anderen erhalten Sie durch ein Teleobjektiv einen sogenannten „Bokeh-Effekt“. Das Wort „Bokeh“ stammt aus dem Japanischen und heißt übersetzt in etwa so viel wie „unscharf“ oder „verschwommen“. Diese Bezeichnung trifft es ziemlich gut: Bilder mit einem Bokeh besitzen einen starken Kontrast zwischen einem scharfen Vorder- und einem unscharfen Hintergrund. Durch diesen Effekt hebt sich nicht nur das Gezeigte im Bild besser ab, die verschwommenen Konturen im Hintergrund sehen zudem auch ästhetisch aus.Der iPhone 11 Kamera fehlt leider das dafür notwendige Teleobjektiv. Aus diesem Grund erhalten Sie beim Erstellen von Portraits zwar qualitativ hochwertige Aufnahmen, jedoch bei weitem nicht so schöne Ergebnisse wie mit einem Teleobjektiv. Wollen Sie mit einem iPhone vor allem Portraitfotos machen, sollten Sie lieber einen Blick auf die beiden Pro Modelle iPhone 11 Pro und Pro Max werfen. Beide besitzen zusätzlich zu den beiden Weitwinkel-Objektiven des klassischen 11er Modells ein drittes Teleobjektiv mit einer Brennweite von 52 mm, 12 MP sowie einer Lichtstärke von f/2.0.

So ist es um die Videoqualitäten der iPhone 11 Kamera bestellt

Wenn über Smartphone Kameras gesprochen wird, wird in erster Linie die Performance beim Fotografieren unter die Lupe genommen. Dabei können Handykameras inzwischen auch hochauflösende Videos produzieren. Die iPhone 11 Kamera stellt dabei keine Ausnahme dar. Mit ihr lassen sich Filme in 4K mit bis zu 60 Einzelbildern pro Sekunde erstellen. Wenn Sie Videos in HD filmen, können Sie sogar in 240 Einzelbildern drehen und damit sehr langsame und geschmeidige Zeitlupenvideos produzieren. Auch die Kamera auf der Frontseite erstellt Filme in 4K. Bedeutet: Mit der iPhone 11 Kamera können Sie sogar Selfie-Videos in hochauflösender Qualität machen.

Alle technischen Daten zur iPhone 11 Kamera in der Übersicht

ein iPhone 11 liegt in der Originalverpackung
(Bild: DENYS PRYKHODOV -stock.adobe.com)

Wie oben beschrieben, ist in der Basisvariante des iPhone 11 lediglich eine Dual Kamera verbaut. Dieser Umstand soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich hierbei um eine sehr gute Kamera handelt. Die Hauptkamera auf der Rückseite teilt sich in ein Weit- sowie ein Ultraweitwinkel-Objektiv. Das Weitwinkel-Objektiv hat 12 MP, eine Brennweite von 26 mm sowie eine Lichtstärke von f/1.8. 12 MP klingen auf den ersten Blick nicht viel, für ein Weitwinkel-Objektiv, das vor allem viel Fläche abbilden muss, genügt dies jedoch vollkommen. Zum Vergleich: Auch das iPhone X hat ein 12 MP Weitwinkel-Objektiv, genauso wie das neue Samsung Galaxy S20.

Durch die Brennweite von 26 mm bekommen Sie beim Fotografieren viel Bildfläche aufs Display und können problemlos Gruppenfotos erstellen, ohne dabei allzu viel Abstand zu benötigen. Die Lichtstärke von f/1.8 lässt sehr viel Umgebungslicht durch das Objektiv und ermöglicht klare und helle Aufnahmen. Das Ultra-Weitwinkelobjektiv hat ebenfalls 12 MP, eine Lichtstärke von f/1.8 und eine Brennweite von 13 mm. Diese Brennweite erlaubt es Ihnen noch mehr auf den Bildausschnitt zu bekommen als das reguläre 26 mm Weitwinkel-Objektiv. Auf diese Weise können Sie z.B. großflächige Landschaftsaufnahmen erstellen. Zuletzt befindet sich auf der Vorderseite des Geräts eine 12 MP Frontkamera mit 23 mm Brennweite und einer Lichtstärke von f/2.2.

Die iPhone 11 Kamera kommt in insgesamt zwei Ausführungen

Wie Sie als Apple User sicherlich schon mitbekommen haben, gibt es die iPhone 11 Kamera in unterschiedlichen Ausführungen – je nachdem, um was für ein iPhone Modell es sich handelt. Für alle anderen von Ihnen gibt es im Folgenden eine kurze Übersicht, was für eine iPhone 11 Kamera in welchem Modell verbaut ist: Im Prinzip ist es schnell erklärt - das aktuelle iPhone 11 gibt es in drei unterschiedlichen Varianten, dem iPhone 11, 11 Pro und 11 Pro Max. Bei Ersterem handelt es sich um die Basisvariante des neuen iPhones mit u.a. einem Liquid Retina LCD Display, bis zu 256GB Speicher und einer 3110 mAh Batterie. Die letzten beiden Modelle (11 Pro und 11 Pro Max) besitzen eine bessere Hardware mit u.a. einem Super Retina XDR OLED Display, 512 GB Speicher und einem 3969 mAh Akku, zumindest beim 11 Pro Max. Die Beiden Pro Modelle unterscheiden sich, abgesehen von ihrer Größe, jedoch nur wenig voneinander. Dieser Umstand macht sich auch bei der iPhone 11 Kamera bemerkbar: Während im klassischen 11er Modell eine Dual Kamera verbaut ist, befindet sich in den beiden Pro Modellen dieselbe Triple Kamera. Heißt: Apples aktuelles Flaggschiff kommt zwar in drei verschiedenen Modellen, die iPhone 11 Kamera gibt es hingegen nur in zwei Ausführungen.