Nahaufnahme einer Fahrradkette an einem Fahrrad
Warum muss ich meine Fahrradkettenlänge messen? (Bild: Ralf Geithe – stock.adobe.com)

Ratgeber Rad & E-Bike Kettenlänge berechnen: So geht’s richtig!

Die Fahrradkette liefert Ihnen einen zuverlässigen Antrieb bei Radtouren. Sie besteht aus Innen- und Außenlaschen, die mit Bolzen oder Nieten (je nach Modell) miteinander verbunden sind. Ist die Kette abgefahren, verzögert sich der Schaltvorgang und das Kettenblatt verschleißt. Der Kettenwechsel ist keine große Herausforderung, solange Sie zuvor die richtige Fahrradkettenlänge messen.

Ist die Fahrradkette zu lang, kann dies verschiedene Probleme während der Fahrt auslösen. Eine starke Überlänge führt dazu, dass die Kette vom Kettenblatt oder der Kassette abspringt. Das behindert nicht nur die Fahrt, sondern führt im schlimmsten Fall zu einem Unfall. Mit einer schlaffen Kette können Sie zudem nicht mehr optimal schalten, wodurch sich die Leistungsfähigkeit Ihres Fahrrads deutlich reduziert.

Fahrradkettenlänge berechnen: Warum muss ich meine Fahrradkettenlänge messen?

Um Sicherheit während der Fahrt zu gewährleisten, ist die optimale Berechnung der Kettenlänge unverzichtbar. Die im Handel verfügbaren Fahrradketten sind grundsätzlich länger als eigentlich nötig, daher müssen sie manuell gekürzt werden. Die größte Herausforderung dabei ist die Berechnung der richtigen Kettenlänge. Ob Sie diese gefunden haben, merken Sie bei der Fahrt sofort. Eine optimal bemessene Fahrradkette läuft effektiv und leise, ohne Schäden zu verursachen. Fehlberechnungen (zu kurz oder zu lang) schädigen nicht nur die Kette, sondern im schlimmsten Fall sogar den Antrieb. Zu viele Kettenglieder führen dazu, dass der Kettenspanner die Überlänge nicht ausgleichen kann. Beim Schalten nehmen Sie laute Geräusche und Verzögerungen wahr. Ist die Kette hingegen zu kurz, ist es nicht mehr möglich, vorne und hinten auf das größte Ritzel zu schalten, da die Kettenglieder nicht ausreichen.

Was benötige ich alles zur Berechnung der Kettenlänge?

Die einfachste Methode ist die Nutzung eines Kettenlängenrechners. Dabei geben Sie lediglich die Länge der Kettenstrebe sowie die Anzahl der Zähne des größten Kettenblatts und des größten Ritzels ein. Das Programm berechnet Ihnen anschließend, wie viele Glieder Ihre Kette haben sollte.

Bedenken Sie, dass eine Sichtmessung nicht ausreicht. Die alte und neue Kette nebeneinanderzulegen und zu vergleichen, ist zu ungenau. Haben Sie die alte Kette noch vorliegen, können Sie stattdessen die Glieder zählen, um ein genaues Ergebnis zu erhalten.

Anleitung: Kettenlänge bestimmen

Um bei Ihrem Fahrrad die Kettenlänge zu berechnen, nutzen Sie entweder einen digitalen Rechner oder ermitteln die benötigte Länge im Kopf. Dazu ist es nötig, ein paar grundlegende Fakten über ihr Fahrrad zu kennen:

  • Zähnezahl auf dem größten Kettenblatt: Als Kettenblätter werden die großen Zahnräder bezeichnet, die mit der Tretkurbel verbunden sind.
  • Anzahl der Zähne auf dem größten Ritzel: Die einzelnen Zahnräder auf der Kassette des Hinterrads werden als Ritzel bezeichnet. Fahrräder bestehen aus mehreren Ritzeln mit unterschiedlicher Zahnanzahl, für die Berechnung benötigen Sie nur das Größte.
  • Distanz: Messen Sie Kettenstrebe, sprich die Distanz zwischen der Hinterachse und dem Tretlager ihres Fahrrads in Zentimetern.
  • Berechnung: Ermitteln Sie die Kettenlänge nun nach folgender Formel:

Kettenlänge (KL) = 0,157 x a + 1/2 Z1 + 1/2 Z2 + 2

a = Kettenstrebenlänge in mm (von der Mitte der Tretlagerachse bis zur Mitte der Hinterradachse)
Z1 = Anzahl der Zähne des größten Kettenblatts (vorne)
Z2 = Anzahl der Zähne des größten Ritzels (der Kassette hinten)

Um sich Schwierigkeiten bei der Berechnung zu ersparen, ermitteln Sie nur die drei Daten Ihres Fahrrads. Berechnen Sie das Ergebnis anschließend mit einem Onlinerechner.

Senioren Paar mit Fahrradhelm küsst sich

Radverliebt? Wer sein Bike liebt, schützt es.

Ob Unfall, Diebstahl oder Verschleiß – mit dem WERTGARANTIE Aktions-Komplettschutz sind Sie geschützt!

  • Neue und gebrauchte Fahrräder und E-Bikes
  • Schneller Service im Schadenfall
  • Mehrfach ausgezeichnet

Mögliche Probleme mit der Länge der Fahrradkette

Nahaufnahme einer Fahrradkette an einem Fahrrad
Kettenlängen Berechnen (Bild: dima_pics – stock.adobe.com)

Nutzen Sie eine verschlissene oder falsch berechnete Kette, erhöht sich der Verschleiß anderen Antriebskomponenten (z. B. Schaltwerk, Kassetten-Zähne, Kettenräder). Eine minderwertige Kette ist bruchanfällig und kann während der Fahrt zu gefährlichen Situationen führen.

Ist die Kette zu lang, springt sie vor allem während der Nutzung auf rauem Gelände ab und birgt Gefahrenpotenzial. Schwierigkeiten erkennen Sie an folgenden Anzeichen:

  • Unübliche Geräusche (Schleiftöne, Knacken beim Schalten oder Treten)
  • Schaltschwierigkeiten
  • Optische Anzeichen von Verschleiß

Fahrradkette pflegen

Die Fahrradkette ist eines der zentralen Elemente für die Funktionsweise ihres Fahrrads. Durch regelmäßige Pflege- und Wartungsarbeiten tragen Sie zum Erhalt der Funktionalität bei. Prüfen Sie die Fahrradkette zusätzlich regelmäßig auf optische Fehler. Abgewetzte Kettennieter oder Bruchstellen machen einen Wechsel nötig.

Kettenlänge berechnen: das Wichtigste in Kürze

Wozu muss die Kettenlänge berechnet werden?

Die optimale Kettenlänge trägt zur Funktionsfähigkeit des Fahrrads bei. Vor einem Wechsel oder beim Neuaufbau ihres Bikes ist die Länge der Fahrradkette ein wichtiges Merkmal für das ideale Ergebnis.

Was benötige ich zum Kettenlängen Berechnen?

Um bei Ihrem Fahrrad die Kettenlänge zu berechnen, benötigen Sie drei Komponenten. Die Anzahl der Zähne des größten Ritzels und des größten Kettenblatts sowie die Länge der Kettenstrebe. Beachten Sie, dass Sie beim Kettenlänge berechnen eines E-Bikes die Herstelleranweisungen in Augenschein nehmen sollten. Durch den Motor können spezielle Längen nötig werden.

Wie kann ich meine Kettenlänge berechnen?

Die einfachste Methode zur Berechnung der Kettenlänge ist die Nutzung eines Onlinerechners. Ist dieser nicht verfügbar, verwenden Sie die oben erwähnte Formel für ein optimales Ergebnis.