Kamera liegt auf hölzernem Boden
Asus Zenfone 6 Kamera (Bild: stock.adobe.com)

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Die Asus Zenfone 6 Kamera klappt sich automatisch aus

Mit Smartphone Kameras ist es so eine Sache. Auf der einen Seite zählen sie zu der innovativsten Hardware eines Handys. Herstellerübergreifend gehören sie zum Aushängeschild eines Geräts. Egal ob Apple, Samsung oder Huawei – mit jeder neuen Handy Generation werden auch die Kameras erneuert. Schließlich macht der technische Fortschritt auch vor Smartphone Kameras keinen Halt. Auf der anderen Seite hat sich die letzten zehn Jahre, zumindest aus designtechnischer Sicht, ziemlich wenig geändert. Im Prinzip haben Smartphones eine Hauptkamera auf der Rück- und eine Selfiekamera auf der Frontseite. Zumindest bis jetzt: Die Asus Zenfone 6 Kamera macht der traditionellen Anordnung von Rück- und Frontkameras einen Strich durch die Rechnung. Das Zenfone 6 besitzt nämlich eine einzige Kamera, die sich ausklappen lässt. Wir sagen Ihnen, wie das funktioniert.

Das steckt hinter der neuen Asus Zenfone 6 Kamera

Die Asus Zenfone 6 Kamera ist Front- und Rückkamera in einem: Das Zenfone 6 hat eine rotierende Dualkamera. Diese besitzt einen eingebauten Motor, der sie um bis zu 180 Grad aus- und wieder zuklappen kann. In der „Ruhestellung“ befindet sich die Kamera auf der Rückseite des Geräts und fungiert als Hauptkamera. Klappen Sie si auf, wird der Selfiemodus aktiviert. Auf diese Weise lassen sich normale Fotos und Selbstportraits mit nur einer einzigen Kamera machen. Außerdem können Sie durch die Kamera Fotos aus allen möglichen Winkeln aufnehmen, ohne dass Sie sich dabei verrenken müssen. Die Asus Zenfone 6 Kamera soll Ihnen, so die Idee, die Arbeit beim Fotografieren abnehmen. Was die ausklappbare Kamera außerdem ermöglichen soll, sind assistierte Panorama-Aufnahmen. Bei gewöhnlichen Panorama-Fotos machen Sie per Drehbewegung viele kleine Einzelfotos, die von Ihrem Gerät zu einem langen Bild zusammengesetzt werden. Mithilfe der Asus Zenfone 6 Kamera soll dies weitaus einfacher gelingen, indem das Objektiv die Drehung beim Fotografieren quasi selbst durchführt. Auch die Motivverfolgung bei Videos soll mit der neuen Kamera einfacher werden. Dadurch, dass die Kamera beweglich ist, kann sie sich bewegende Objekte leichter verfolgen und scharf darstellen. Unterm Strich kombiniert die Kamera Front- und Rückkamera und bietet Ihnen durch ihre Flexibilität eine Reihe nützlicher Zusatzfunktionen.

Alle Eigenschaften der Asus Zenfone 6 Kamera im Überblick

Abgesehen von der spannendsten Eigenschaft der Asus Zenfone 6 Kamera, ihre Beweglichkeit, besitzt sie viele weitere Features, die Ihnen das Fotografieren und Filmen erleichtern: Die Kamera besteht aus einem Objektiv mit insgesamt 48 Megapixeln und einem Ultraweitwinkel-Objektiv mit 13 Megapixeln. In Kombination beider Kameras lassen sich beeindruckende Fotos erstellen. Mittels unterschiedlicher Schärfegrade heben sich Vorder- und Hintergrund, wie beim Verwenden einer professionellen Spiegelreflexkamera, voneinander ab. Die Ultraweitwinkel-Kamera hat zudem eine Verzerrungskorrektur. Dadurch wird der Verkrümmungseffekt, den viele Weitwinkelfotos haben, automatisch ausgeglichen. Fotos werden bei einer Lichtstärke von f/1,79 aufgenommen. Das bedeutet, dass die Bildqualität auch bei schlechten Lichtverhältnissen äußerst gut ist. Videos können in 4K Qualität mit bis zu 60 Einzelbildern pro Sekunde aufgezeichnet werden. Wichtiges Zusatzfeature: Ein eingebauter Sensor erkennt, wenn das Gerät bei ausgefahrener Kamera herunterfällt und klappt diese während des Falls ein.

Die Asus Zenfone 6 Kamera verschafft dem Display Platz

Berglandschaft mit Bergkreuz
(Bild: stock.adobe.com)

Die Asus Zenfone 6 Kamera bricht mit der klassischen Aufteilung von Haupt- und Selfiekamera. Wieso entscheidet sich der taiwanische Technikkonzern jetzt zu diesem Schritt? Im Prinzip gibt es zwei Gründe, warum Asus seine vormals beiden Kameras zu einer einzigen kombiniert. Erstens geht es Asus um Innovation. Große Hersteller wie Sony, Apple oder HTC versuchen, ihre Geräte stetig zu verbessern. Das bedeutet nicht nur bestehende Funktionen zu überarbeiten, sondern auch an innovativen Features zu arbeiten. Wenn sich eine neue Funktion wie die Asus Zenfone 6 Kamera durchsetzt, kann diese zukunftsweisend für die Entwicklung neuer Smartphones sein. Zweitens hat das Weglassen der Frontkamera einen wirklich praktischen Grund: Es gibt keinen Platz für sie. Seit vielen Jahren geht der Trend bei neuen Geräten zu großen Displays, die immer mehr Fläche der Vorderseite einnehmen. Es gibt sogar sogenannte All-Screen Smartphones, deren Front komplett aus Bildschirm besteht. In den wenigsten Fällen haben All-Screen Geräte aber tatsächlich eine Vorderseite mit 100 Prozent Display. In der Regel gibt es auch bei diesen Geräten einen kleinen Rand um den Bildschirm herum. Was die Selfiekamera betrifft, wird es bei immer größer werdenden Displays sprichwörtlich zu eng für sie. Schließlich benötigen Objektiv und Sensor einen gewissen Platz im Gerät. Wenn dieser bereits durch den Bildschirm belegt ist, müssen andere Wege gefunden werden, Display und Kamera flächentechnisch miteinander in Einklang zu bringen. Während viele Geräte wie z.B. das iPhone X auf eine Aussparung im Display, „Notch“ genannt, setzen, haben andere ein kleines Loch über dem Bildschirm. Doch egal welche Methode angewandt wird, sie ist immer ein Kompromiss, bei dem sich Kamera und Display den Platz teilen. Im Gegensatz dazu weicht die Asus Zenfone 6 Kamera komplett von der Vorderseite des Geräts, ohne dabei jedoch zu verschwinden. Stattdessen klappt sie sich dann aus, wenn sie benötigt wird.

Die klassische Frontkamera gibt es bereits seit zehn Jahren

Seit die ersten Smartphones auf den Markt gekommen sind (das iPhone 1 wurde 2007 vorgestellt), ist viel passiert. Inzwischen leisten Handys ein Vielfaches der Performance, die damalige Geräte besessen haben. Zum Vergleich: Das erste iPhone hatte einen 412 MHz ARM 11 Prozessor, das XS Max besitzt einen Hexa-core mit 2x2.5 GHz Vortex sowie 4x1.6 GHz Tempest. Zudem sind zahlreiche Funktionen wie künstliche Intelligenz, automatische Gesichtserkennung oder Näherungssensoren hinzugekommen. Ein Feature, das sich hingegen nicht zu verändert haben scheint, ist die Frontkamera. Apple hat diese erstmals auf dem iPhone 4 im Jahre 2010 vorgestellt. Auch Samsung hat bereits damals mit dem I9000 Galaxy S eine ähnliche Funktion angeboten. Zwar hat sich die Qualität inzwischen stark verbessert, die Auflösung von 480p beim iPhone 1 hat sich mit 1080p beim iPhone XS mehr als verdoppelt. Die Anordnung im Gerät ist seit knapp zehn Jahren aber identisch: Egal in welchem Smartphone, für gewöhnlich befindet sich die Frontkamera oben mittig im Gerät. Mit dem Schritt die Asus Zenfone 6 Kamera von der Frontseite zu verbannen und sie nur bei Bedarf „hervorzuholen“, bricht der taiwanische Smartphone Hersteller eine lang gepflegte Tradition. Beim Zenfone 6 entscheiden Sie selbst, wann Sie die Frontkamera brauchen und wann nicht.