Frau im weißen, kurzärmligen Hemd vor dunklem Hintergrund hält Wolke schwebend über der Hand
Das iCloud Plus Update (Bild: Hasloo Group - stock.adobe.com)

Neuerscheinungen iCloud Plus - das können Sie vom Upgrade erwarten

iCloud ist sowas wie die hauseigene Dropbox von Apple. Jeder iPhone User besitzt automatisch auch einen iCloud Account. Mit diesem kostenlosen Konto können u.a. Daten von bis zu 5 GB gelagert werden. Alles, was darüber hinausgeht, kostet extra. Zwischen 50 GB und 2 TB lässt sich der Speicherplatz je nach Belieben aufstocken. Für alle Nutzer mit so einem Bezahl-Abo gibt es im kommenden Herbst ein Upgrade: Unter dem Namen “iCloud Plus” erhalten User drei Zusatz-Features, die für mehr Sicherheit sorgen sollen. Zahlende Kunden genießen künftig also einen besseren Schutz, was Privatsphäre und Datentransfer angeht. Das Upgrade von iCloud auf auf iCloud Plus kostet nichts und geschieht ganz von selbst. Sind Sie Besitzer eines iCloud Accounts mit 50 GB oder mehr? Dann kommen Sie bald in den Genuss der neuen Security-Funktionen. Wir verraten Ihnen, um welche zusätzlichen Features es sich handelt.

Mit “Private Relay” erhalten iCloud Plus User einen VPN Dienst

Die Verwendung von VPN-Diensten hat sich in den vergangenen Jahren als ein echter Segen herausgestellt. Mit ihnen ist es möglich, im Internet zu surfen, ohne dass Ihre Identität und Ihr Browserverlauf dabei ausgelesen und so spezifische Profile von Ihnen erstellt werden können. Durch einen VPN-Zugang erhalten Sie beim Surfen also mehr Privatsphäre und Datenschutz. Genau das möchte in Zukunft auch Apple für seine User und stellt mit Private Relay die erste von drei neuen Funktionen vor, die es künftig auf iCloud Plus geben wird. Private Relay kann als so etwas wie Apples eigener VPN bezeichnet werden.

Das Feature ist im Safari Browser integriert und verspricht iOS Usern, das Surfen noch sicherer und privater zu machen. Ihr Datenverkehr geht damit verschlüsselt raus und kann von niemandem (auch nicht von Apple) ausgelesen werden. Möglich wird dies über zwei separate Internet-Relays, eins davon weist Ihnen eine anonyme IP-Adresse zu, das andere entschlüsselt die Webadresse und schickt Sie dorthin. Der Unterschied zu einem klassischen VPN ist, dass es hier zwei Relays gibt und Sie Ihren Standort nicht frei bestimmen können. Die Verwendung dieses iCloud Plus Features soll sich übrigens nicht auf die Performance auswirken.

iCloud Plus stoppt mit “Hide My Mail” den Newsletter-Spam

Die zweite Funktion, die iCloud Plus bereithält, hört auf den Namen “Hide My Mail” (also: “Verstecke meine E-Mail”) und verspricht im Prinzip genau das. Mit dem Feature können Sie nämlich beim Ausfüllen von Online-Formularen Ihre eigentliche E-Mail-Adresse verbergen und stattdessen eine Einmal-Adresse nutzen. Die andere Adresse wird von Apple extra erzeugt und kann fortlaufend für genau solche Zwecke wie z.B. Online-Formulare verwendet werden. Auf diese Weise bleibt Ihre private E-Mail-Adresse auch weiterhin privat und Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, dass Sie in Zukunft mit Werbemails oder Newsletter zugespamt werden.

Das Feature ist direkt in der Mail-App, in Safari und in iCloud Plus integriert. Das macht die Verwendung dieser Zweit-Adresse super einfach. Darüber hinaus lassen sich beliebig viele Zufalls-Adressen erstellen. Diese können, so Apple, jederzeit wieder gelöscht werden. Falls Sie sich fragen, wie Sie über die Einmal-Adresse Nachrichten an Ihre eigentliche E-Mail-Adresse bekommen, müssen Sie mit keinem extra Aufwand rechnen. Mails an Ihre neu erstellte Adresse werden automatisch an Ihre herkömmliche Adresse weitergeleitet. Unterm Strich erhalten Sie mit dem Feature eine einfache Möglichkeit, um beim Ausfüllen von z.B. Online-Formularen nicht Ihre richtige E-Mail-Adresse preisgeben zu müssen.

“HomeKit Secure Video” macht Ihr Zuhause künftig sicherer

weiße Wolken vor hellblauem Hintergrund
iCloud Plus - das Upgrade ist da (Bild: Anna Scetinina Photography - stock.adobe.com)

Überwachen Sie Ihr Zuhause mit Kameras? Für gewöhnlich wird maximal die Eingangstür mit einer Kamera gesichert, aber auch in den eigenen vier Wänden bringen immer mehr Mieter bzw. Hausbesitzer ein Überwachungssystem an. Oder haben Sie ein Geschäft, das Sie mit Videokameras ausgestattet haben? Je nach Wohngebiet kommt es immer wieder zu Einbrüchen und Diebstählen. Videokameras können ein effektives Mittel zur Abschreckung sein und den oder die Täter im Falle eines Einbruchs im Nachhinein identifizieren. Für den Fall, dass Sie mit Überwachungskameras arbeiten, ist das dritte hier vorgestellte iCloud Plus Feature vielleicht genau das Richtige für Sie.

Mit HomeKit Secure Video bietet iCloud Plus in Zukunft nämlich eine extra Funktion an, mit der Sie von Ihnen eingesetzten Videokameras koordinieren und steuern können. Das Feature sieht drei verschiedene Modelle vor: Eine Kamera, fünf Kameras oder eine unbegrenzte Anzahl an Kameras. Je nach Modell bzw. Plan lassen sich Ihre Kameras mit dem Feature zuverlässig managen. Das Gute daran: Die Verwendung von HomeKit Secure Video kostet Sie keinen zusätzlichen Speicherplatz bzw. mehr Geld. Der benötigte Speicherplatz wird einfach mit dem Ihnen zur Verfügung stehenden verrechnet. Mit der Funktion bietet iCloud Plus ein super Tool, um nicht nur Ihre persönlichen Daten, sondern auch Ihr Zuhause zu schützen.

Welche Features gibt es neben den iCloud Plus Features noch?

Mit Private Relay, Hide My Mail und HomeKit Secure Video setzt Apple den Fokus ganz klar auf Sicherheit - in diesem Gedankengang stellt das Unternehmen auch eine Reihe zusätzlicher Features vor, die nicht exklusiv für iCloud Plus sind. In Zukunft können iOS User einen Privacy Report einsehen. In diesem steht drin zu welchem Zeitpunkt und wie oft Ihre Nutzerinformationen ausgelesen wurden. Hierzu zählen Infos zum Standort, Kontakten, Kamera, Mikrofon oder Fotos. Künftig haben Sie Einblick darin, was für Infos Apps von Ihnen abfragen. Sie können zudem einsehen, an welche Domains Ihre Informationen geschickt werden.

Darüber hinaus werden Nutzeranfragen an Siri künftig größtenteils direkt auf dem iPhone verarbeitet. Bislang hat Siri dies via Online-Recherche (auf Apple-Servern) getan. Das hatte in der Vergangenheit dazu geführt, dass Anfragen aufgenommen und von Apple u.U. gespeichert werden konnten. Durch die lokale Beantwortung wird dieses Risiko zumindest minimiert - und es geht deutlich schneller. Zudem kann Siri so auch offline arbeiten. Sie benötigen also keine aktive Internetverbindung mehr, um den Sprachassistenten zu verwenden. Apple gibt sich also Mühe, die vielen Bedenken von Datenschützern und besorgten Usern zu adressieren.