Lexikon

Fahrrad

Sattel

Der Sattel ist neben Lenker und Pedalen der dritte Kontaktpunkt des Fahrers mit dem Rad. Die Wahl des Sattels hängt vom Fahrradtyp, der bevorzugten Sitzposition und der eigenen Anatomie ab.

Als grobe Faustregel gilt:

  • Aufrechte Sitzposition (z. B. Hollandrad), kurze Strecken: breiter Sattel mit Federung oder Polsterung
  • leicht gestreckte Sitzhaltung (z. B. Trekkingrad), längere Touren: schmalerer Sattel, nicht zu weich
  • sehr gestreckte Sitzposition (z. B. Rennrad): sehr schmaler Sattel, wenig bis keine Posterung


Häufig wird außerdem zwischen Sätteln für Männer und für Frauen unterschieden, was einfach in der Anatomie begründet ist. In der Regel haben die Sitzbeinhöcker der Frauen einen größeren Abstand zueinander und sind weniger spitz, weshalb Damensättel zum Beispiel häufig etwas breiter sind. Daneben gibt es sowohl für Männer als auch für Frauen verschiedene Versionen mit Mulden, Aussparungen oder abgesenkten Sattelnasen. Sättel bestehen meist aus einem Materialmix aus modernen Kunsttoffen oder Leder, Alluminium oder Edelstahl.

Neben der Wahl des Sattels ist auch die Position des Sattels wichtig, um Schmerzen beim Fahren zu vermeiden. Die Höhe ist optimal, wenn das Bein des Fahrers auch dann noch leicht angewinkelt ist, wenn sich das Pedal ganz unten befindet. Aber auch die waagerechte Position des Sattels lässt sich beeinflussen, indem der Sattel in der Sattelklemme bewegt werden kann. Richtig eingestellt ist die Sattelpostion, wenn die Pedale waagerecht steht, der Fuß mit dem Ballen sich auf der Pedale befindet und Knie und Pedalachse eine Flucht bilden.

Der Fahrradsattel ist fest mit der Sattelstütze verschraubt. Die Sattelstütze wird in den Rahmen des Fahrrads eingeführt und auf der Höhe festgeklemmt, die optimal an die Körpergröße des Fahrenden angepasst ist.