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GPS-Tracker fürs Fahrrad: So haben Sie Ihr Bike im Blick

23.07.2019


 

Um sich bestmöglich vor Diebstahl zu schützen, greifen immer mehr Radfahrer auf GPS-Sender fürs Fahrrad zurück. Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen GPS-Diebstahlschutz fürs Fahrrad zuzulegen, stellt sich möglicherweise folgende Fragen: Was ist GPS fürs Fahrrad eigentlich genau und für wen eignet sich ein Fahrrad-GPS-Tracker? Das Angebot an entsprechenden Geräten ist groß, wo liegen die Unterschiede? Was kosten GPS-Tracker fürs Fahrrad und welche Folgekosten entstehen durch den Fahrrad-Diebstahlschutz mit GPS? Wir verraten Ihnen, worauf Sie beim Kauf eines GPS-Trackers fürs Fahrrad achten sollten und welche weiteren Vorteile GPS fürs Fahrrad bietet.

 

GPS-Tracker fürs Fahrrad: Wie funktioniert ein GPS-Tracker eigentlich?

Bei GPS, eigentlich Global Positioning System (GPS), handelt es sich um ein weltweites Navigationssatellitensystem, mit welchem Standorte bestimmt werden können. Ursprünglich für militärische Zwecke entwickelt, wird es heute auch im zivilen Bereich genutzt, beispielsweise zur GPS-Ortung fürs Fahrrad. GPS-Tracker fürs Fahrrad verfügen genau wie Auto-Navis oder eine GPS-Smartwatch über einen GPS-Empfänger. Die Genauigkeit solcher Systeme ist außerordentlich: Bei entsprechend starkem GPS-Signal liegt die Toleranz bei unter zehn Metern. Weitere allgemeine Informationen zu GPS finden Sie bei uns im Smart-Home-Lexikon.
 

GPS-Tracker fürs Fahrrad: Ortung per App oder SMS

Damit Sie mit Ihrem GPS-Tracker fürs Fahrrad über das Mobilfunknetz kommunizieren können, ist dieser mit einem GSM-Modul ausgestattet (Global System for Mobile Communication). Wenn das Gerät über eine SIM-Karte verfügt, rufen Sie einfach dessen Nummer an oder senden eine SMS, um die aktuelle Position Ihres Fahrrad-GPS-Trackers zu erfassen. Als Antwort erhalten Sie beispielsweise eine SMS mit den entsprechenden Koordinaten oder den Link zu einer Karte, sodass Sie den genauen Aufenthaltsort Ihres Bikes nachvollziehen können. Je nach Modell können Sie diesen Vorgang auch automatisieren und erhalten so in festgelegten Abständen die momentane Position Ihres Fahrrads.
 

GPS-Tracker fürs Fahrrad: Für wen lohnt er sich?

Vor dem Hintergrund, dass täglich Hunderte von Fahrrädern gestohlen werden, kann ein GPS-Tracker fürs Fahrrad eine lohnende Investition sein, um über GPS Fahrrad-Diebstahl zu verhindern. Gerade hochpreisige Modelle oder E-Bikes sind bei Langfingern begehrt und verschwinden trotz gewissenhafter konventioneller Sicherheitsmaßnahmen, über die wir Sie in unserem Artikel Fahrrad-Diebstahlschutz umfassend informieren. Entsprechend könnte die Anschaffung eines Fahrrad-GPS-Trackers durchaus sinnvoll sein – vor dem Kauf gilt es allerdings, sich Gedanken über wichtige Kaufkriterien und den gewünschten Funktionsumfang des Geräts zu machen.
 

GPS-Tracker fürs Fahrrad: Was sollten Sie vor dem Kauf beachten?

Je nachdem, in welchem Umfang Sie Ihren GPS-Tracker fürs Fahrrad nutzen wollen, gibt es einige Aspekte, die Sie in Ihre Überlegungen miteinbeziehen sollten:

 

  • Fahrrad-GPS-Tracker – mit oder ohne SIM-Karte? Ein GPS-Tracker fürs Fahrrad ohne SIM-Karte bietet relativ eingeschränkte Funktionen. Sie können Ihr Fahrrad nicht orten, die GPS-Position wird lediglich auf einem internen Speicher gesichert. Wenn Sie Ihren Routenverlauf nachvollziehen möchten, ist dies nur nachträglich am PC möglich. Außerdem können Sie während der Fahrt nicht mit dem Fahrrad-GPS-Tracker navigieren. Im Vergleich dazu verfügt ein Gerät mit SIM-Karte über deutlich größere Möglichkeiten und Zusatzfunktionen. Sie können eine Anfrage per Anruf, SMS oder App stellen, die entsprechende Nachricht mit der exakten Position geht auf Ihrem Smartphone oder Handy ein. Allerdings verursacht die Datenübertragung Kosten – und außerdem ist nicht jeder GPS-Tracker fürs Fahrrad mit allen Mobilfunknetzen kompatibel.
  • Akkulaufzeit: Achten Sie darauf, dass die Laufzeit des Akkus möglichst lang ist. Insbesondere wenn der GPS-Tracker fürs Fahrrad für die Ortung genutzt werden soll, ist das Durchhaltevermögen des Akkus von entscheidender Bedeutung. Abhängig vom Modell schwankt die Laufzeit extrem: von wenigen Tagen bis zu sechs Monaten ist so ziemlich alles dabei.
  • Spritzwasserschutz: Ein GPS-Tracker fürs Fahrrad muss unter Umständen einiges aushalten und so konstruiert sein, dass ihm Wasser, Schmutz und Staub nichts anhaben können. Entsprechend sollte Ihr Wunschmodell nach der europäischen Norm IP67 zertifiziert und damit staubdicht sein sowie Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen bieten, also über Spritzwasserschutz verfügen. Einige Hersteller bieten auch Geräte mit einer gesonderten Regenschutzhülle an.
  • Ortung mittels Bluetooth: Mittels Bluetooth kann der GPS-Tracker fürs Fahrrad über kurze Strecken geortet werden. Das ist insbesondere dann hilfreich, wenn das GPS wegen schlechten Empfangs versagt, beispielsweise in Tiefgaragen oder Kellern.
  • Geofencing: Sie können einen virtuellen Geo-Zaun um Ihr Fahrrad ziehen, also einen Bereich abgrenzen, den Ihr abgestelltes Fahrrad nicht verlassen darf. Tut es das doch, werden Sie per SMS informiert.
  • Alarmfunktionen: Je nach Modell gibt es weitere nützliche Alarmfunktionen, beispielsweise den Batterie-Alarm. Fällt der Ladestatus des Akkus unter 20 Prozent, erhalten Sie eine entsprechende SMS. Sehr hilfreich ist es auch, eine Nachricht zu bekommen, wenn der GPS-Tracker fürs Fahrrad entfernt wird. Und wie der Name schon sagt, wird der Bewegungsalarm aktiviert, wenn das Fahrrad bewegt wird.
  • Zusatzfunktionen: Mit den beschriebenen Optionen sind Sie zwar nicht davor gefeit, dass Ihr Rad entwendet wird, aber diese können dazu beitragen, dass Sie es mithilfe des GPS-Trackers fürs Fahrrad wiederfinden. Außerdem gibt es diverse zusätzliche Funktionen, die über einen reinen Fahrrad-GPS-Diebstahlschutz hinausgehen. Zu nennen wäre hier vor allem die SOS-Notfalltaste. Wenn Sie diese Taste drücken, wird ein Notruf an von Ihnen festgelegte Telefonnummern versendet, was sowohl im Alltag als auch auf längeren Radtouren sehr wichtig sein kann. Die Option der Streckenverfolgung ist insbesondere dann hilfreich, wenn Sie abseits der bekannten Pfade unterwegs sind. Per App können Sie einsehen, welche Strecke Sie bislang gefahren sind – das vereinfacht auch generell die Etappenplanung und ersetzt im Zweifelsfall auf dem Rückweg das Navi, wenn dieses einmal nicht funktioniert. So hilft ein GPS-Tracker fürs Fahrrad außerdem dabei, Gewicht zu sparen, weil kein Kartenmaterial mitgeführt werden muss. Wie Sie Ihr Bike generell perfekt für längere Touren bepacken, erfahren Sie in unseren Beiträgen Bikepacking und Packliste und Checkliste für die Fahrradtour.

 

GPS-Tracker fürs Fahrrad: Sind alle Tracker legal?

Von GPS-Trackern fürs Fahrrad mit integriertem Mikrofon sollten Sie die Finger lassen: Diese Modelle wurden 2018 von der Bundesnetzagentur mit Berufung auf § 90 des Telekommunikationsgesetzes zu verbotenen Sendeanlagen erklärt und sind damit illegal. Viele erhältliche Geräte können auch als Multifunktionstracker genutzt werden, um noch andere Gegenstände als das Fahrrad bzw. um Personen zu orten. Bedenken Sie dabei bitte, dass die Zielperson dafür ihre Zustimmung erteilen muss, Zuwiderhandlung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar.

 

GPS-Tracker fürs Fahrrad: gut getarnt bleibt unentdeckt!

Eine weitere entscheidende Frage beim Erwerb eines Fahrrad-GPS-Trackers ist, ob man ihn so am Fahrrad anbringen kann, dass er nicht sofort entdeckt und entfernt wird. Soll ein GPS-Tracker fürs Fahrrad Diebstahl verhindern, muss er unauffällig oder am besten sogar unsichtbar sein, ansonsten finden Sie nur den Tracker wieder, nicht aber Ihr Bike! Da viele GPS-Tracker sich in der Größenordnung von ungefähr 5 x 4 x 2 Zentimetern bewegen, ist es oft gar nicht so leicht, sie gut zu tarnen. Andererseits erhält man auch deutlich kleinere Modelle, die das Format einer Streichholzschachtel haben. Es gibt mittlerweile diverse ausgefeilte Einbaumöglichkeiten, beispielsweise im Rücklicht oder im Flaschenhalter. Mini-GPS-Fahrrad-Tracker können aufgrund ihrer geringen Abmessungen sogar in der Sattelstütze, im Lenker oder im Steuerrohr versteckt werden. Das bietet eine perfekte Tarnung, andererseits ist es aufwändig, das Gerät regelmäßig wieder auszubauen, wenn der Akku geladen werden muss. Wenn Sie einen E-Bike-GPS-Tracker nutzen bzw. einen Pedelec-Diebstahlschutz benötigen: Bei einigen Modellen ist bereits ein GPS-Tracker im Tretlager integriert. Ansonsten sollten Sie sich beraten lassen, welcher Tracker zu Ihrem E-Bike passt.

 

GPS-Tracker fürs Fahrrad: verschiedene Modelle für effektiven Diebstahlschutz

Besonders gut getarnt sind GPS-Tracker fürs Fahrrad, wenn sie sich in einem Anbauteil befinden:

 

  • Am Fahrrad versteckter GPS-Tracker: Die Firma Velocate hat zum Beispiel ein Rücklicht mit integriertem GPS-Tracker fürs Fahrrad herausgebracht, welches nicht von einem herkömmlichen Licht zu unterscheiden ist. Die regelmäßige Aufladung des Trackers erfolgt bei E-Bikes über den Fahrrad-Akku und bei Fahrrädern ohne E-Antrieb über den Nabendynamo. Für die Kommunikation mit dem GPS-Tracker muss das Smartphone mit der Bluetooth-Low-Energy-Technologie ausgestattet sein. Sobald das Fahrrad bewegt wird, erhält der Eigentümer einen stillen Alarm auf sein Smartphone. Via GPS und Mobilfunk kann die Bewegung des gestohlenen Fahrrades auf einer bereitgestellten App verfolgt werden. Um Fehlalarme des GPS-Trackers fürs Fahrrad reduzieren zu können, ist die Empfindlichkeit des Bewegungsmelders einstellbar. Die Datenübertragungskosten werden in Form einer jährlichen Gebühr an Velocate bezahlt, der Abschluss eines Vertrags mit einem Mobilfunkbetreiber ist also nicht notwendig. Auch im Ausland bucht sich der Tracker in vorhandene Mobilfunknetze ein und übermittelt so den Standort des Fahrrades. Bei ausreichender Nähe zum Fahrrad ist zudem eine Verfolgung mithilfe der Bluetooth-Schnittstelle möglich.

 

  • Im Tretlager fest eingebauter GPS-Tracker: Das Unternehmen Code-No.com hat sich vor allem mit der Vergabe von eindeutigen Nummern für Fahrräder und ähnliche Wertgegenstände einen Namen gemacht. Jedes mit einer solchen Nummer codierte Fahrrad kann beim Auffinden schnell dem rechtmäßigen Besitzer zugeordnet werden. Darüber hinaus bietet das Unternehmen einen im Fahrrad fest eingebauten GPS-Tracker an: Das Gerät ist im Tretlager integriert und kann nur mit Spezialwerkzeug entfernt werden. Sobald das Fahrrad einen zuvor vom Nutzer definierten Bereich verlässt, wird ein Alarm ausgelöst. Der GPS-Tracker fürs Fahrrad muss nach spätestens 30 Tagen via USB aufgeladen werden. Fällt die Energie unter einem bestimmten Wert, wird man über den kritischen Ladezustand informiert.

 

GPS-Tracker fürs Fahrrad: Welche Kosten kommen auf Sie zu?

Je nachdem, welche Funktionen Ihr GPS-Tracker fürs Fahrrad haben soll, müssen Sie mit einem Anschaffungspreis zwischen 60,00 und 200,00 Euro rechnen. Um die (monatlichen) Folgekosten bei einem Modell mit SIM-Karte möglichst gering zu halten, sollten Sie darauf achten, dass die SIM-Karte und eine Servicepauschale im Kaufpreis enthalten sind – das schützt Sie vor kostenintensiven Überraschungen.

 

GPS-Tracker fürs Fahrrad: sinnvoller Fahrrad-Diebstahlschutz per App

Ein GPS-Tracker fürs Fahrrad kann eine sinnvolle und relativ kostengünstige Investition sein, wenn Sie Ihr Bike möglichst effektiv schützen möchten. Das gilt insbesondere dann, wenn Sie über ein hochpreisiges Zweirad verfügen, das für Fahrraddiebe attraktiv ist. Überlegen Sie vor dem Kauf, wie oft und mit welchem Funktionsumfang Sie den Fahrrad-GPS-Tracker nutzen möchten. Und lassen Sie sich im Zweifelsfall von einem Fachmann, beispielsweise Ihrem Fahrradhändler, eingehend beraten, damit Sie genau den GPS-Tracker bekommen, der optimal für Ihre Bedürfnisse und Ihr Zweirad geeignet ist.

 

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