E-Bikes stehen an einer Ladestation in der Stadt
E-Bike mieten als Alternative zur teuren Anschaffung (Bild: h368k742 – stock adobe.com)

Ratgeber Rad & E-Bike Fahren auf Zeit: E-Bike mieten und Kosten sparen

Elektrofahrräder liegen im Trend – und sie sind teuer. Bevor Sie Ihr Bankkonto plündern: Man kann auch E-Bikes mieten! Erfahren Sie, wie und wo Sie ein E-Bike leihen können und gegen eine monatliche Grundgebühr ein hochkarätiges Modell unterm Sattel haben. Hier finden Sie Informationen über verschiedene E-Bike Vermietungen, die anfallenden Kosten und ob sich das E-Bike Ausleihen auch für Sie lohnen könnte.

E-Bike mieten und Kosten sparen

Der Kauf eines einigermaßen hochwertigen E-Bikes würde Sie ab 1.300 Euro kosten. Günstigere Modelle machen einige Zugeständnisse hinsichtlich Technologie, Material und Verarbeitung. Ab 2.000 Euro hat man die Einsteigerklasse verlassen und kann sich über Alu-Rahmen, besserer Federung und reichweitenstärkere Akkus freuen. Richtig gute Qualität aber wird in der Marken-Liga ab 3.500 Euro angeboten. Ist Ihnen das zu teuer? Und Sie wollen nicht auf einen Schlag so viel Geld loswerden oder vielleicht erst einmal ausprobieren, ob und welches E-Bike für Sie die richtige Entscheidung ist? Dann lautet die gute Nachricht: Sie können recht unkompliziert auch ein stets nagelneues E-Bike mieten.

E-Bike Verleih vs. Leasing

Wenn Sie ein E-Bike leihen möchten, sollten Sie wissen, dass E-Bike-Vermietung und Leasing nicht das Gleiche sind. Leasing-Elektrofahrräder gibt es selten für die private Nutzung und wenn, dann ohne die steuerlichen Vorteile für Firmen. Denn Arbeitnehmerinnen und -nehmer können Angestellten durch das Leasing auf eine besonders wirtschaftliche Weise E-Bikes als Verkehrsmittel für die Fahrt ins Büro bereitstellen. Nur in wenigen Fällen und dann eher bei hochpreisigen E-Bikes kann es Sinn machen, das E-Bike nicht zu mieten, sondern zu leasen.

E-Bike mieten: Welche Anbieter gibt es?

Die Zahl der überregionalen E-Bike-Verleihe wächst und wächst. Auch viele kleine und mittlere Fahrradläden bauen die E-Bike-Vermietung als weiteres geschäftliches Standbein aus. Zu den bekanntesten großen Anbietern gehört Swapfiets. Dieser E-Bike Verleih bietet Miet-Pedelecs – darunter auch die Eigenmarke Power 7 – in 23 deutschen Großstädten an und punktet unter anderem mit monatsweisen Angeboten. Grover ist kein ausgewiesener Fahrradspezialist und hat lediglich drei E-Bikes zum Mieten im Sortiment. Hier gibt es interessante Staffelangebote mit verschiedenen Laufzeiten, Rabattmöglichkeiten und wie bei Swapfiets eine Reparatur-Garantie. Die E-Bikes zum Ausleihen von ADAC e-Ride sind verhältnismäßig kostspielig und lohnen sich vor allem für ADAC-Mitglieder. Auch der Energieversorger Süwag hat mit mylo (früher Rid.e) einen E-Bike Verleih eröffnet. Er baut auf Modellvielfalt, während die E-Bike Vermietung Smafo ein typisches Beispiel für einen lokal begrenzten Anbieter ist – in diesem Fall ist das Mietangebot auf die Städte Paderborn und Bielefeld beschränkt. Grenzenlos nutzbar dagegen sind digitale Anbieter wie NextBike oder Lime, die Sie per App in Anspruch nehmen können. Hier bleiben jedoch zuweilen Individualität und maßgeschneiderte Angebote auf der Strecke.

So können Sie Ihr Wunsch-E-Bike mieten

Frau fährt auf E-Bike
E-Bike mieten: Welche Anbieter gibt es? (Bild: BGStock72 – stock adobe.com )

Ein E-Bike zu mieten läuft wie jedes beliebige Mietverhältnis. Sie wählen bei Ihrem Anbieter das Ihnen zusagende Modell aus, schließen einen Mietvertrag ab und zahlen eine monatliche Miete. Hierbei haben Sie je nach Dienstleister zahlreiche Wahlmöglichkeiten, so dass Sie im Idealfall ein exakt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Pedelec erhalten. Suchen Sie beispielsweise nur für die Sommermonate ein passendes Mountainbike für die anstehenden Bergtouren, können Sie zeitlich befristet genau ein solches E-Bike ausleihen. Nach Vertragsschluss wird das Miet-Pedelec von überregionalen Anbietern zu Ihnen nach Hause geliefert. Haben diese eine Niederlassung bei Ihnen vor Ort, können Sie es dort mitnehmen.

Mietvertrag: Worauf es beim E-Bike Ausleihen ankommt

Nicht jeder Anbieter hat die gleichen Vertragskonditionen. Hier lohnt sich ein genauer vorheriger Vergleich. Besonderes Augenmerk sollten Sie den Themen Mindestvertragslaufzeit und Kündigungsfrist schenken. Ist diese monatlich, wird das die monatliche Grundgebühr teurer machen. Bei einem größeren Modellspektrum gibt es keine Einheitspreise, sondern modellbezogene Monatsgebühren. Deshalb können E-Bikes in der Regel auch nicht während des laufenden Mietverhältnisses gegen andere Modelle ausgetauscht werden. Praktisch: Bei fast allen Anbietern sind Reparaturen und Diebstahlschutz inklusive. Hier sollten Sie sich jedoch rechtzeitig informieren, welche Schäden abgedeckt sind und welchen finanziellen Umfang der Diebstahlschutz hat.

E-Bike mieten: Ihr zeitlicher Vorteil

Kalkulieren Sie in aller Ruhe, welche Kosten Ihnen durch eine Neuanschaffung entstehen würden und wie es sich finanziell niederschlägt, wenn Sie das E-Bike mieten. Die Nutzung eines E-Bike Verleihs ist vor allem dann lohnenswert, wenn Sie für befristete Zeiträume – etwa nur die warme Jahreszeit oder Urlaubssaison – ein sehr hochwertiges Pedelec fahren möchten. Denn wenn das gekaufte Elektrofahrrad monatelang nur im Keller steht, wird es seine Kosten nur auf lange Sicht rechtfertigen können. Möglicherweise sind Sie noch nie elektrisch gefahren und wünschen sich dafür eine Probezeit zum Testen und Vergleichen. Auch dann bietet es sich an, ein E-Bike zu mieten und Erfahrungen zu sammeln. Oder Sie haben einfach Lust, im goldenen Oktober ein Spitzenfabrikat zu genießen und schon die Wochen zuvor bei Ihren Bikerfreunden ordentlich Eindruck mit dem Hightech-Gefährt zu machen – ein weiterer guter Grund, zur E-Bike Vermietung zu gehen. Sobald Sie aber eine langfristige, also mehrjährige Nutzung ins Auge fassen, sind Sie mit einem Kauf besser beraten.

Die Kosten für das E-Bike Leihen

Die monatliche Grundgebühr kann je nach Anbieter unterschiedlich hoch ausfallen. Grover etwa verlangt für sein Einsteigermodell eine Monatsmiete von 49.90 Euro – bei einer maximalen Laufzeit von 18 Monaten. Bei Swapfiets kostet der Monat 75 Euro, wozu eine einmalige Gebühr von 15 Euro kommt. Die Faustregel bei der Vertragsunterzeichnung: Je kürzer die Laufzeit des Mietvertrags, desto teurer wird’s. So kann sich bei nur dreimonatiger Laufzeit die auf anderthalb Jahre bezogene Monatsmiete schnell mal verdoppelt. Dennoch können Sie im günstigsten Fall Ihr E-Bike-Abo so abradeln, dass es Jahre dauern würde, bis Sie auf den Kaufpreis des jeweiligen Top-Modells kämen. Und Sie haben beim E-Bike-Mieten die Garantie, immer das neuste Produkt auf dem Markt fahren zu dürfen.

Unser Tipp: Verwalten Sie in unserer kostenlosen BikeManager App Ihr Lieblingsrad. Denn so haben Sie im Falle eines Schadens alle Fahrraddaten sowie Dokumente an einem Ort gespeichert.

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