Frau fotografiert jemaden mit einer Digital-Kamera
Kamera im Urlaub - Hilfreiche Tipps und Tricks (Bild: Maria_Savenko - stock.adobe.com)

Tipps und Tricks

Kamera im Urlaub - Hilfreiche Tipps und Tricks

Der Urlaub ist gebucht, die Vorbereitungen laufen und die Vorfreude ist groß. Wer gerne Erinnerungen an schöne Momente, Landschaften und Details bewahren möchte, braucht eine Kamera. Welche Kamera nun in den Urlaub mitgenommen werden soll und welche Accessoires sinnvoll sind, hängt von der Art des Urlaubs und natürlich vom Reisenden ab. Das Spektrum ist groß von der Spiegelreflexkamera mit diversen Objektiven über die Backpacker Kamera bis hin zum leichten, universell nutzbaren Smartphone. Doch aufgepasst, denn der digitale Begleiter ist äußerst empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen und Gefahren. Diebstahl, Temperaturunterschiede und Wasser sind nur einige der potentiellen Bedrohungen für die Kamera-Sicherheit und die sorglose Zeit fernab von Zuhause. Mit diesen Maßnahmen und Ideen für die Kamera wird der Urlaub zum vollen Erfolg.

Der Kamera-Vergleich vor dem Urlaub

Ganz zu Anfang steht die Frage: Welche Kamera passt zu mir und meinem Urlaub? Soll es die schwere Spiegelreflexkamera sein, eine Kompaktkamera oder doch nur die Handykamera? Einige Smartphones weisen mittlerweile eine beachtliche Pixel-Anzahl, Dual-Kameras und mehr auf. Für das schlicht leichtere Smartphone spricht auch, dass Schnappschüsse viel schneller und einfacher von der Hand gehen als mit einer Kamera. Eine Kamera muss häufig erst aus ihrer Tasche befreit und angeschaltet werden, bevor sie auslösen kann. Besonders wer die Kamera nicht um den Hals oder die Schulter baumeln lassen möchte, verstaut sie dann im Rucksack. Für Spiegelreflexkameras und andere große Kameras sprechen geplante Fotografien sowie die Freude am Fotografieren. Fans von Naturfotografie haben wahrscheinlich noch ein Weitwinkelobjektiv. Wenn nicht, kann und darf gerne über eine Anschaffung nachgedacht werden, da die Fotos so deutlich besser werden. Stück für Stück addiert sich hier aber auch die Ausrüstung mit Ladekabel, der Kamera selbst, Objektiven, einer Tasche und dem Gurt. Bei Reisen mit dem Auto kein Problem, jedoch könnte es im Flugzeug schwieriger werden. Die Ausrüstung braucht viel Platz und im Sicherheitscheck werden Kameras, wie viele technische Geräte, gerne gründlich überprüft, was womöglich etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt. Im Urlaub angekommen, schützen Polarisationsfilter das Objektiv zusätzlich und sorgen ganz nebenbei tagsüber für klarere Fotos. Kompaktkameras sind eine tolle Erfindung für hochwertige Fotografien ohne viel Gepäck. Sie weisen meist eine tolle Auflösung auf und sind deutlich handlicher. Somit werden Kompaktkameras zum Mittelweg für alle, denen Handykameras nicht reichen, große Kameras jedoch zu schwer und unhandlich sind. Sehr gute Modelle gibt es schon für etwa 300 Euro. Last but not least: Die Kamera für sehr Aktive ist die GoPro. Diese Kameras sind auf Abenteuerurlaube ausgelegt und als wasserdichte Variante für das Filmen beim Tauchen und Surfen, als Allrounder für Kletterurlaube, als Drohne und mehr verfügbar. Wer solche Urlaube bevorzugt oder auch im Alltag die Kamera nutzen könnte, sollte sich definitiv diese Modelle genauer ansehen, dann könnte sich die Investition lohnen.

Die wichtigsten Kamera-Vorbereitungen vor der Reise

Wenn die Entscheidung getroffen ist, können die Vorbereitungen für den Urlaub mit Kamera losgehen. Auf der Speicherkarte beziehungsweise dem Smartphone sollte unbedingt eine Menge Platz frei sein. Am besten ist es, gleich mehrere Speicherkarten einzustecken, so dass unterwegs schnell gewechselt werden kann, sobald der Speicher voll ist. Es lohnt sich, nach Adapter-Sets für Smartphones oder Tablets Ausschau zu halten, da es diese ermöglichen, zwischendurch Fotos auf die Geräte zu laden und in einer Cloud zu. Einige Kameras können die Bilder auch über WLAN auf das Handy übertragen. Ein besonderes Augenmerk gilt der Ausrüstung. Hauptkandidaten zum Schutz einer größeren Kamera sind Fotorucksack und Kameratasche. Mit dem Fotorucksack, möglichst wasserdicht, ist teure Ausrüstung sicherer verstaut und die Hände sind frei. Die Kamera ist im Ernstfall aber nicht so schnell greifbar, wie der Fotograf es vielleicht gerne hätte.

Kamera am Strand vor Salzwasser und Sand schützen

Frau guckt mit einer Digital-Kamera in der Hand über ein Tal
(Bild: Goffkein - stock.adobe.com)

Urlaube am Wasser sind ein tolles Erlebnis. Das Rauschen der Wellen und die salzige Luft sorgen schnell für Entspannung und sind das Symbol schlechthin für einen wahrhaft erholsamen Urlaub. Was gut für Seele und Körper ist, tut aber nicht unbedingt der Foto-Ausrüstung gut. Technik ist äußerst empfindlich, Kameralinsen und Sand haben sich noch nie gut vertragen. Darum gibt es hier die wichtigsten Hinweise zusammengefasst, damit das Risiko eines Kamera Schadens möglichst gering bleibt. Kamera, Smartphone und alles an Zubehör sollte von Wasser, insbesondere von Salzwasser, ferngehalten werden, es sei denn, sie sind für Unterwasserfotografie ausgelegt. Dabei ist auch wirklich Unterwasserfotografie gemeint, denn selbst wenn das Smartphone oder die Kamera als spritzwassergeschützt deklariert sind, ist das keine verlässliche Aussage. Viele Tests werden in gereinigtem Wasser unter Laborbedingungen durchgeführt, nicht am Meer oder See. Es gibt Gehäuse und Hüllen, mit denen eine Standard-Kamera oder ein Smartphone wassertauglich gemacht werden soll. Eine genaue Recherche bezüglich der tatsächlichen Qualität ist unerlässlich, denn Vorsicht ist immer noch besser als Nachsicht, vor allem im Urlaub, der Erholung und nicht Ärgernis werden soll. Erfahrene Fotografen mit mehreren Objektiven sollten diese nicht im Wind und auch möglichst nicht am Strand tauschen, damit kein Sand oder andere Teilchen in das Gerät geweht werden. Ein wichtiger Tipp für Fotografie im Urlaub ist die alltägliche Überprüfung, ob die Foto-Ausrüstung sauber ist und sich kein Sand oder andere Partikel an der Kamera, in der Hülle oder an anderen Teilen befinden. Sollte dies der Fall sein, müssen die betroffenen Teile gereinigt werden. Die Temperatur bedroht die Akkuleistung und allgemeine Gesundheit der Kamera, besonders des Smartphones. Wird das Handy in der Sonne liegen gelassen, erhitzt es stark und der Akku entlädt sich unter Umständen auf einmal. Bei Kälte können Linsen von Digitalkameras zufrieren. Egal welche Kamera mit im Urlaub dabei ist, sie sollte, wenn möglich, bei ungefähr gleichbleibenden, mittleren Temperaturen gelagert und genutzt werden. Manche Taschen isolieren das empfindliche Gerät sehr gut gegen Temperaturschwankungen.

Kamera gegen andere Gefahren absichern

Ein besonders heikles Thema bei teuren Kameras im Urlaub ist der Diebstahl. Besonders Spiegelreflexkameras und Co. sind ein beliebtes Angriffsziel. Eine kurz abgelegte Kamera im Restaurant kann schnell mitgenommen werden, doch sogar im Hotelzimmer kann der Diebstahl passieren. Darum sollte die Kamera in den Safe oder notfalls in einen abschließbaren Koffer eingeschlossen werden, wenn sie im Zimmer bleibt. Doch vor dem möglichen Verlust kann auch etwas getan werden, um zumindest die Foto-Erinnerungen nicht zu verlieren. Um Fotos zu sichern, sind regelmäßige Backups im Urlaub immer eine gute Idee. Gerne unterschätzt wird der passende Kameragurt, der vor dem Entreißen der Kamera durch einen Dieb oder dem Fall auf den Boden schützen kann. Für den Diebstahlschutz und die Sturzvorbeugung sollte er schwer zu durchtrennen sein und sehr sicher an der Kamera angebracht werden können.

Fazit zum Kamera Mitnehmen im Urlaub

Die Wahl der Kamera ist stark abhängig von der Art des Urlaubs, den Ambitionen und der Bedeutung, die den Fotos zugemessen wird. Geht es eher um das Erleben und das Teilen von ein paar Fotos mit Freunden und Bekannten, dann reicht eine gute Handykamera, die teilweise überraschend schöne Fotos macht oder eine handliche Kompaktkamera. Fotografie-Liebhaber sollten bei der Vorauswahl der Ausrüstung rund um die Kamera genau aufpassen und sich intensiver dem Thema widmen, um bösen Überraschungen vorzubeugen.