Große Lautsprecherboxen
Raumakustik verbessern: Diese Einrichtung brauchen Sie (Bild: NorGal - stock.adobe.com)

Tipps und Tricks

Raumakustik verbessern: Diese Einrichtung brauchen Sie

Es überrascht eigentlichen niemanden, dass bei den meisten zu Hause die Raumakustik nicht optimal ist. Während in kleinen Räumen Teppiche oder Bücherregale den Ton einigermaßen gut absorbieren, reicht das in großen Zimmern nicht aus. Wir zeigen Ihnen deshalb, welche Einrichtungsgegenstände und Tools Sie benötigen, um die Raumakustik bei Ihnen zu Hause zu verbessern. Dafür wird der eine oder andere Gang in den Baumarkt vonnöten sein, denn einfach Möbel in den Raum stellen oder die Wände mit leeren Eierschachteln zu tapezieren, ist hier nicht zielführend.

Darum sollten Sie die Raumakustik verbessern

Dass die Größe des Zimmers eine Rolle bei der Akustik spielt, ist bekannt. Allerdings heißt das nicht, dass Sie nichts dagegen unternehmen können. Denn wir kennen es ja aus Konzertsälen oder Kinos: Das sind auch alles riesige Räume, allerdings ist der Klang und Ton in diesen einwandfrei. Das liegt daran, dass die einzelnen Säle eigens dafür hergerichtet wurden.

Genau diesem Prinzip sollten Sie folgen – gerade wenn Sie es leid sind, dass Ihre teure Musikanlage nicht das zeigt, was sie eigentlich kann. Dasselbe betrifft den ausgiebigen und gemütlichen Filmabend am Wochenende: Die beste Heimkinoanlage der Welt kann ihr volles Potential nicht ausschöpfen, wenn die Nachhallzeit zu groß ist.

Wenn Sie regelmäßig Tonaufnahmen machen, dann wissen Sie auch, dass ein Mikrofon alles aufnimmt, was es an Geräuschen in der Umgebung wahrnimmt. Also nicht nur Ihre Stimme, sondern auch deren Hall. Dieser kann so störend sein, dass er die ganze Aufnahme ruiniert. Und genau deshalb sollten Sie die Raumakustik in wenigstens einem Zimmer optimieren.

Nie mehr Papierchaos: Technik organisieren

Wenn Sie an der Stelle sind, die Raumakustik eines Ihrer Zimmer zu verbessern, dann besitzen Sie bereits auch die entsprechende technische Ausstattung. Alle diese Geräte haben z.B. eine Garantie, aber nicht selten passiert es, dass die Rechnung z.B. der Stereoanlage oder des Aufnahmegeräts verloren geht. Wenn dann die Anlage unverschuldet einmal nicht mehr das macht, was sie soll, haben Sie Pech.

Deshalb ist Organisation wichtig. Die TechManager App hilft Ihnen dabei, die Übersicht zu bewahren und alles an einem Ort abzuspeichern: Sie können hier nicht nur Ihre Geräte hinzufügen, sondern auch die Vertragsdaten und andere Dokumente, wie eben die Garantie. So haben Sie bequem und überall alle wichtigen Informationen bei sich und müssen nicht erst umständlich nach Rechnungen suchen, sollten Sie diese einmal benötigen.

So verbessern Sie schnell und einfach die Raumakustik

Um in einem Raum die Akustik schnell und simpel zu verbessern, müssen Sie nicht zwingend bauliche Maßnahmen ergreifen – auch wenn ein Akustikabsorber noch viel besser funktioniert. Es genügt, wenn Sie etwa Vorhänge aus dickem Filz verwenden. Am besten nutzen Sie dafür eigene Akustikvorhänge, die den Schall absorbieren. Diese sind schnell aufgezogen und flexibel einsetzbar.

Eine andere, schnelle Möglichkeit ist die Nutzung von Akustikbildern. Hierbei handelt es sich um ein normales Bild, das mit einem Schallabsorber befüllt ist. Der Vorteil davon ist, dass Sie solche Absorber von vorne unsichtbar hinter dem Bild „verstecken“ können.

Raumakustik mit selbstgemachten Absorbern verstärken

Auf einem Stück Holz wird mit Bleistift und Lineal eine Linie gezeichnet
Mit Sperrholzplatten die Raumakustik verbessern (Bild: Alexanian Arsen - stock.adobe.com)

Am einfachsten ist es, wenn Sie Akustikabsorber kaufen und diese an der Wand und an der Decke anbringen. Das spart Zeit, ist allerdings teurer. Alternativ können Sie solche Absorber auch selbst herstellen.

Der einfache DIY-Akustikabsorber

Die Mindestanforderung dafür sind einfache Schaumstoffplatten bzw. Akustikplatten aus Schaumstoff sowie Sperrholzplatten.

Zuallererst müssen Sie die Sperrholzplatten an der Wand befestigen, etwa mit Nägeln. Auf diese Platten kleben Sie dann mit einem doppelseitigen Klebeband oder mit Sprühkleber den Akustikschaumstoff. Diesen Schritt können Sie beschleunigen, indem Sie selbstklebende Schaumstoffplatten verwenden – die sind auch nur unwesentlich teurer.

Alternativ können Sie die Sperrholzplatte auch wie ein Bild verwenden: Dafür vorher in die Platte ein Loch machen oder ein Aufhänger anbringen, dann die Nägel in die Wand hämmern, am Boden die Schaumstoffplatte auf die Sperrholzplatte kleben und dann erst an die Wand hängen.

Mehraufwand lohnt sich

Etwas aufwendiger, dafür aber mit einer besseren Raumakustik verbunden ist es, wenn Sie den Akustik-Schaumstoff in Holzrahmen anbringen. Überlegen Sie sich zunächst, wie viele Schaumstoffelemente Sie benötigen, die Sie anschließend an die Wand hängen möchten. Denn jedes Element bekommt einen eigenen Rahmen.

Für die Außenrahmen können Sie sich Holzlatten im Baumarkt zurecht sägen lassen, sodass Sie diese zu Hause nur noch zusammenkleben müssen. Den Rahmen packen Sie dann in Akustikstoff bzw. Lautsprecher-Bespannstoff, sodass der Rahmen am Ende aussieht wie eine Leinwand.

In den Außenrahmen kommt dann noch ein kleinerer, genau passender Innenrahmen, der allerdings höher sein muss. Warum das: Der gesamte Rahmen dient am Ende als Deckel, der auf die Schaumstoffplatte kommt. Deshalb muss der Innenrahmen mindestens die gleiche Höhe wie der Schaumstoff haben. Auch den Innenrahmen kleben Sie zunächst zusammen, legen ihn anschließend in den Außenrahmen und schrauben beide zusammen.

An die Wand oder Decke befestigen Sie danach einen weiteren, kleineren Rahmen (auch eine Sperrholzplatte geht gut), auf den Sie die Schaumstoffplatten kleben. Dann müssen Sie nur noch den Deckel darauf setzen und alles miteinander verschrauben.

Akustikschaum wirkt sich auf Nachhallzeit aus

Es macht einen Unterschied, ob der Akustikschaum drei, fünf oder zehn Zentimeter dick ist. Je dicker der Schaum, desto dumpfer der Ton. Die Dicke des Schaumstoffs ist also davon abhängig, bis zu welcher Frequenz Sie herunterdämpfen möchten.

Die Nachhallzeit wird dabei auch gesenkt, was Ihnen in mehrfacher Hinsicht zugutekommt. Denn eine geringe Nachhallzeit ist besser fürs Arbeiten, für die Konzentration und für die Gesundheit. Für Aufnahmen etwa ist eine Nachhallzeit von unter 0,3 Sekunden ideal.