Moderner Dampfgarer in Küche
Essen schonen zubereiten (Bild: Bernd Schmidt - stock.adobe.com)

Tipps und Tricks Essen schonend zubereiten: Das können elektrische Dampfgarer

Weniger Fett, mehr Vitamine und Nährstoffe und intensiverer Geschmack: Dampfgaren hat so manchen Vorteil. Gerade in den letzten Jahren wird das Dünsten von Fleisch, Gemüse und anderen Lebensmitteln immer beliebter. Das Beste: Wer Essen schonend zubereiten möchte, braucht nicht automatisch einen Römertopf, sondern kann dies mittlerweile vollautomatisch in einem elektrischen Dampfgarer. Angesehene Küchengeräte-Hersteller wie Bosch, Miele, Siemens und AEG bieten verschiedene Geräte, die es Ihnen enorm erleichtern Essen schonend sowie schnell zuzubereiten. Wir erklären Ihnen, welche Funktionen elektrische Dampfgarer haben, welche Dampfgarer Arten es gibt und welche Vorteile, die schonende Essenszubereitung mit sich bringt.

Essen schonend zubereiten: Diese Vorteile hat Dampfgaren

Dampfgaren bezeichnet die Zubereitung von Speisen im Wasserdampf. Während diese traditionelle Zubereitungsmethode in Asien bereits seit Jahrtausenden praktiziert wird, hat das Küchengadget hierzulande erst seit vergleichsweise kurzer Zeit seinen Durchbruch. Der klare Vorteil vom Dampfgaren: Es ermöglicht Ihnen, Ihr Essen besonders schonend zuzubereiten, denn die Zellstruktur der Lebensmittel bleibt selbst bei hohen Temperaturen erhalten. Dies führt zu einem einmalig intensiven Geschmack, der das Eigenaroma unterstreicht und das Aroma von Gewürzen gekonnt hervorbringt.

Zusätzlich dazu entstehen beim Dampfgaren keine Röstaromen. Diese gelten als ungesund und sind für viele Menschen nicht gut verträglich. Ein weiterer Vorteil ist der Erhalt wichtiger Nährstoffe und Vitamine, die beim Kochen ins Kochwasser übergehen. Auch wer sich besonders kalorienbewusst ernährt, kann von der schonenden Essenszubereitung profitieren, die die Zugabe von Fett überflüssig macht.

Hierfür lohnt sich ein elektrischer Dampfgarer

Wer sich Zeit und Aufwand sparen möchte, greift zu einem elektrischen Dampfgarer. Er ersetzt den Römertopf oder einen herkömmlichen Kochtopf. Besonders vielfältig einsetzbar können Sie ihn zur Essenszubereitung oder zur Erwärmung von Mahlzeiten verwenden. Somit sparen Sie sich die Anschaffung einer Mikrowelle. Außerdem kann ein elektrischer Dampfgarer desinfizieren, auftauen, entsaften oder einkochen und ist ein echter Allrounder. Somit können Sie Babyflaschen reinigen, leckere Drinks zubereiten oder Marmelade eindicken.

Ebenso praktisch: In einem Dampfgarer können Sie verschiedene Speisen gleichzeitig zubereiten. Dabei sparen Sie Energie und Platz. Genauso erfreulich ist die Tatsache, dass in einem elektrischen Dampfgarer nichts anbrennen kann. Sie können also ganz unbesorgt die Küche verlassen und erst wiederkommen, wenn die vorgegebene Garzeit vorüber ist. Der neueste Clou: Fast jeder moderne Dampfgarer verfügt über verschiedene Programme, die angepasste Garzeit-Einstellungen bieten. Somit genügt ein Knopfdruck und Ihr Essen wird unkompliziert schonend zubereitet.

Vorsicht heiß: So funktionieren elektrische Dampfgarer

In einem Dampfgarer wird Wasser bis zum Siedepunkt erhitzt. Dies passiert meist in einer Schale unter dem Garraum. Durch die maximale Erhitzung des Wassers bildet sich Dampf, der dann die Speisen, die in den Garraum gelegt werden, gart. In der Regel ermöglichen elektrische Dampfgarer eine Erhitzung auf bis zu 120 Grad. Da der Siedepunkt für Wasser bereits bei 100 Grad erreicht ist, lässt sich mit einer höheren Temperatur oftmals die Garzeit verkürzen.

Dampfgarer-Arten, um Essen schonend zuzubereiten

Gemüse liegt in einer Schale für Dampfgaren
Verschiedene Dampfgarer für schonende Essenzubereitung (Bild: Michaela Müller - stock.adobe.com)

Die Auswahl an elektrischen Dampfgarern ist groß. Dabei unterscheidet man in der Regel nach der Bauweise und folgenden Systemen:

  • Elektrische Dampfgarer
  • System-Dampfgarer
  • Dampfbacköfen

Bei elektrischen Dampfgarern handelt es sich meist um Kleingeräte, die problemlos ans Stromnetz angeschlossen werden können. Somit eignen sie sich für jeden Hobbykoch und müssen bei einer Küchenplanung nicht extra beachtet werden. Sie bieten eine beheizte Platte, die Dampf erzeugt und einen oder mehrere Einsatzkörbe. Der Stromverbrauch eines elektrischen Dampfgarers liegt weit unter der Energiebilanz beim Garen im Kochtopf. Somit eignen sich elektrische Dampfgarer für jeden, der sein Essen gerne schonend zubereitet.

Ein System-Dampfgarer ist genau genommen ein Einsatz für Backöfen. Sobald man den Backofen auf Unterhitze stellt, kann man den Einsatz darüber verwenden und spart dabei Energie und Platz für zusätzliche Küchengeräte. Viele moderne Backöfen werden bereits mit einem passenden System-Dampfgarer geliefert. Ansonsten sollte man beim Kauf immer auf die passende Größe achten.

Wer es besonders ausgefeilt und professionell liebt, kann sich direkt einen Dampfbackofen zulegen. Mit einem Dampfbackofen können Sie verschiedene Funktionen und Einstellungen nutzen und neben dem Garen von Speisen auch Gerichte dauerhaft warmhalten oder tiefgekühlte Speisen auftauen. Allerdings fällt der Preis für einen Dampfbackofen entsprechend üppig aus.

Garen mit und ohne Druck: Das sind die Unterschiede

Abgesehen davon lassen sich Dampfgarer aber auch nach dem verwendeten Druck unterscheiden. Dabei gibt es beim Druck zwei entscheidende Unterschiede – und zwar, ob mit Normaldruck gearbeitet wird, oder ob Speisen unter erhöhtem Druck gegart werden. Dabei spricht man von folgenden Garmethoden:

  • Garen ohne Druck
  • Garen unter Druck

Garen ohne Druck: Beim Garen ohne Druck werden alle Speisen lediglich dem aufsteigendem Dampf des siedenden Wassers ausgesetzt. Entsprechende Dampfgarer verfügen in der Regel über eine Garkammer oder einen Korb und einen Bereich, in dem sich das erhitzte Wasser befindet. Beim Garen ohne Druck ist die Garzeit deutlich länger. Außerdem werden Fleisch, Gemüse und anderes Essen nicht ganz so schonend gegart, wie in einem Druckdampfgarer. Der Energieverbrauch fällt ebenfalls etwas höher aus, dafür sind elektrische Dampfgargeräte ohne Druck meist preisgünstiger.

Garen unter Druck: Beim Garen unter Druck werden alle Speisen in einem komplett geschlossenen System zubereitet. Das heißt: Das Wasser wird direkt im Gerät erhitzt und hat keine Chance zu entweichen. Dadurch steigt der Druck, ähnlich wie in einem Schnellkochtopf. Durch eine konstant hohe Temperatur von 120 Grad und den enormen Druck, verkürzt sich die Garzeit. Somit können Sie Essen schonend zubereiten und dabei Zeit und Energie sparen und für mehr Nachhaltigkeit im Haushalt sorgen.