Person fährt auf dem E-Mountainbike Fahrrad
Alpenüberquerung mit dem E-Bike (Bild: Michael Rieperdinger - stock.adobe.com)

Ratgeber Rad & E-Bike Über alle Berge: Alpenüberquerung mit dem E-Bike

Mit dem Mountainbike von Deutschland nach Italien über den Alpen-Hauptkamm – das ist auch für geübte Tourenfahrer eine beachtliche Herausforderung. Was aber den einen als Traumtour gilt, war für viele andere lange Zeit ein aussichtsloses Unterfangen. War – denn heutzutage ist eine Alpenüberquerung auf dem E-Bike selbst für weniger trainierte Biker realistisch. Zwar bekommt man auch auf dem elektrisch unterstützten Rad von der Strecke nichts geschenkt. Doch macht die komfortable Motorisierung den Ritt übers Gebirge nun für alle möglich, die Leidenschaft, eine gewisse Grundkondition und Freude am Radfahren mitbringen. Denn eines steht fest: Eine E-Bike-Alpenüberquerung verwandelt so manche harte MTB-Etappe in eine wahre Genießertour. Lesen Sie, was Sie für Ihren Alpencross auf dem E-MTB an speziellen technischen Voraussetzungen erfüllten sollten, wie sie für die Alpenüberquerung E-Bike-Routen planen können oder ob sich die Inanspruchnahme von Tourenanbietern lohnt.

E-Bike: Alpenüberquerung mit Hochgenuss

Auch wenn Sie die Transalp auf einem Elektrofahrrad absolvieren, sollten Sie zuvor ehrlich genug mit sich selbst sein, um mögliche konditionelle Defizite auszuschließen. Je nach Route stehen Ihnen mehrere Hundert Kilometer mit einer stattlichen Zahl an Höhenmeter bevor, die es erst einmal zu fahren gilt – mit oder ohne Motorisierung. Sie sollten bereits über Erfahrung mit mehrtägigen Touren verfügen und sich physisch wie psychisch nicht ausschließlich auf die Qualitäten Ihres Elektroantriebs verlassen müssen. Andernfalls wird aus der alpinen Tour schnell eine Tortur. Wenn Sie aber wissen, was Sie sich zutrauen können und Ihre Routen entsprechen planen, steht Ihnen mit der Alpenüberquerung per E-Bike ein unvergessliches Erlebnis bevor.

E-Bike Alpenüberquerung: Das richtige MTB

Als Alpencross E-MTB eignet sich jedes E-Mountainbike mit Mittelmotor, einer Laufradgröße von 27,5 oder 29 Zoll und einem Akku, der mindestens 500 Wh leistet. Entscheiden Sie selbst, ob Sie lieber auf ein leichtes E-Hardtail oder ein robustes, voll gefedertes Fully-Bike steigen. Letzteres bietet bei belastenden Streckenabschnitten sicherlich ein Plus an Sicherheit und Stabilität. Ihr MTB sollte in jedem Fall über leistungsstarke Scheibenbremsen verfügen. Wer die Alpenüberquerung auf dem E-Bike schon gemacht hat, wird zudem eine Sattelstütze mit Schnellspanner oder eine versenkbare Teleskopsattelstütze bei steilen Abfahrten als komfortabel empfinden. Ein E-Trekking oder E-Cross-Bike sollten Sie hingegen aus Sicherheits- und Komfortgründen nicht über die Alpen steuern.

Der passende Akku für Ihre E-Bike Alpenüberquerung

Die bereits genannte 500-Wh-Akkuleistung sollte die unterste Grenze des Möglichen darstellen – mehr ist besser! Vor allem, wenn Sie ehrgeizige Routen fahren, werden Sie in der Mittagspause nicht viel Zeit haben, den Akku komplett nachzuladen. Mittägliche Pausen mit Längen unter 2 Stunden sind in den Sommermonaten ohnehin angebracht, damit Sie noch vor dem drohenden Nachmittagsgewitter an der nächsten Station Ihrer E-Bike-Alpenüberquerung angelangt sind. Der E-Bike-Akku sollte sich herausnehmen lassen, damit Sie beim Laden unabhängig sind. Bei einem fest verbauten Akku ist ein Verlängerungskabel angebracht, das rund 10 Meter lang sein sollte. Erfahrene E-MTBler, die sich die Pausen nicht vom Akku diktieren lassen möchten, haben lieber einen zweiten Akku im Rucksack. Das macht vor allem dann Sinn, wenn Sie auf Ihrer Alpenüberquerung mit dem E-Bike Strecken fahren, auf denen es kaum Lademöglichkeiten gibt. Das Ladegerät sollte aus den gleichen Gründen wenigstens 4 Ampere leisten können.

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E-Bike Alpenüberquerung: Die Frage nach der Reichweite

Person fährt über die Alpen Fahrrad
E-Bike Alpenüberquerung: Planung ist alles (Bild: Andreas P - stock.adobe.com)

Für Ihre Routenplanung spielt die individuelle Reichweite eine große Rolle. Eine pauschale Faustregel gibt es nicht. Ausschlaggebend sind die Art der Streckenführung, Ihr Gewicht und das des Gepäcks, der Grad des Anstiegs und natürlich Ihre Kondition. Wenn Sie ordentlich mitarbeiten, schont das die Akku-Kapazität enorm. Sollten Sie aber selbst auf flachen Trails kräftige Motorunterstützung benötigen, ist Ihre Energiezufuhr bald am Ende angelangt und Sie brauchen definitiv einen zweiten Akku. 1.200 Höhenmeter sollte man mit den genannten Akku-Leistungswerten schon etappenweise bewältigen können. Wollen Sie Ihre Alpenüberquerung mit dem E-Bike aber hauptsächlich vom Motor abhängig machen, werden Sie deutlich unter 1.000 Höhenmeter abschneiden. Mit ein paar Pfunden weniger im Sattel haben Sie es sowieso leichter als im Vollbesitz Ihres Winterspecks. Insofern sollten Sie für Ihre E-Bike Alpenüberquerung rechtzeitig mit angemessenem Konditionstraining oder einer geeigneten Diät anfangen.

E-Bike Alpenüberquerung: Planung ist alles

Die Etappenlängen und auch die Ladestopps werden von der Akku-Kapazität bestimmt. Damit Sie im Gebirge keine unliebsame Überraschung erleben, können Sie Ihre Transalp-Route gemütlich am PC planen und die Tourendaten dann auf ein GPS-Gerät überspielen. Diese finden Sie im Internet in guter Auswahl. Schauen Sie bei der Karte am Bildschirm nicht nur auf Entfernungsangaben, sondern unbedingt auch auf die Höhenmeter. Konzipieren Sie die Länge der Etappe im Hinblick auf Unwägbarkeiten nicht zu großzügig, die Ladepausen hingegen nicht übermäßig knapp. Umwege und Ausweichrouten sollten ebenfalls einkalkuliert werden.

Alpenüberquerung: E-Bike Routen in vielen Varianten

Planen Sie die Alpenüberquerung mit dem E-Bike für sich selbst? Fahren Sie mit Freunden in der Gruppe oder möchten Sie sich lieber auf einen Anbieter von Alpencross E-MTB-Touren verlassen? Es gibt mehrere Routen mit jeweils eigenen Varianten. Informationen, wie Sie für Ihre Alpenüberquerung passende E-Bike-Routen finden, erhalten Sie online und im Buchhandel. Eine besonders schöne Alpencross-Tour ist beispielsweise die Heckmair-Route von Oberstdorf nach Riva del Garda. Auf Ihr legen Sie 412 Kilometer zurück, bewältigen insgesamt 14.030 Höhenmeter und sind in sieben Etappen unterwegs. Mit dem konventionellen MTB gilt dieser alpine Radweg als konditionell sehr schwer – auf dem E-Bike haben Sie es deutlich leichter. Noch bequemer geht es entlang der alten Römerstraße Via Claudia von Augsburg zum gleichen Endpunkt am Gardasee. Hier sind 516 Kilometer zu fahren, ebenfalls in sieben Etappen, wobei Sie nur 4.110 Höhenmeter überwinden müssen. So unterschiedlich kann also eine Alpenüberquerung mit dem E-Bike beschaffen sein. Wenn Sie sich nicht selbst um die Routenplanung kümmern möchten, stehen mehrere professionelle Anbieter bereit, deren Guides Sie auf Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden nach Ihrer Wahl mit fahrerischem Sachverstand und Übersicht auf die andere Seite der Alpen bringen.

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