Ein Fluss der entlang einer Landschaft führt
Der Donauradweg - das sollten Sie dazu wissen (Bild: JFL Photography - stock.adobe.com)

Ratgeber Rad & E-Bike Donauradweg - Diese 10 Spots müssen Sie kennen

Die Temperaturen steigen langsam wieder. Für Radfahrende bedeutet das vor allem eines: Rauf auf den Sattel! Falls Sie nicht nur ab und zu in die Pedale treten, etwa um zum Einkaufen zu fahren oder zur Arbeit, sondern regelmäßig, dann haben Sie vielleicht bereits die eine oder andere Biketour unternommen. Hierzulande ist das Fahrradnetz sehr gut ausgebaut. Das bedeutet: Es besteht eine Vielzahl von Radwegen, die zu ausgedehnten Touren einladen. Eine der bekanntesten Strecken des Landes ist der Donauradweg. Unter Bike Profis zählt er sozusagen zu den Klassikern aller Radstrecken. Durch beeindruckende Landschaften, malerische Dörfer und natürlich immer am Wasser entlang führt Sie der Donauradweg quer durch den Süden des Landes. Wenn auch Sie gerne einmal den Donauradweg beschreiten bzw. befahren möchten, verraten wir Ihnen nachfolgend zehn Plätze, die Sie dabei unbedingt besuchen sollten.

Der Donauradweg führt quer durch Europa

Wenn hierzulande über den Donauradweg gesprochen wird, könnte man davon ausgehen, dass die Strecke ausschließlich durch Deutschland führt. Weit gefehlt! Tatsächlich verläuft die Route durch insgesamt acht Länder. Der Donauradweg erstreckt sich von Deutschland, über Österreich, die Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien bis nach Rumänien – also quer durch Europa. Ein ganz schöner Weg. Die Gesamtlänge der Strecke liegt damit bei stattlichen 2850 Kilometern. Im Folgenden konzentrieren wir uns auf den Abschnitt, der durch Deutschland führt. Hier beginnt der Donauradweg – man spricht in diesem Kontext daher auch von der “Jungen Donau”. Die Strecke hierzulande ist insgesamt 607 Kilometer lang, also gut ein Fünftel vom “ganzen” Radweg.

Der Donauradweg führt durch

  • Deutschland
  • Österreich
  • Slowakei
  • Ungarn
  • Kroatien
  • Serbien
  • Bulgarien
  • Rumänien

Der Donauradweg verläuft parallel zur Donau. Dieser entsteht in Baden-Württemberg aus den Flüssen Breg und Brigach, die bei Donaueschingen zusammenfließen. Zunächst geht die Donau also durch Baden-Württemberg, dann über Bayern und von dort weiter nach Österreich. Die größten Städte hierzulande, an denen die Donau (und somit auch der Donauradweg) verläuft, sind Ulm, Ingolstadt, Regensburg und Passau.

Diese zehn Orte am Donauradweg sollten Sie sehen

Eine Wasserquelle in Donaueschingen
Der Donauradweg - schöne Sehenswürdigkeiten (Bild: Sina Ettmer - stock.adobe.com)

Der deutsche Abschnitt vom Donauradweg heißt “Junge Donau”, hier in Baden-Württemberg entsteht der Fluss und ist daher sozusagen noch “jung”. Das heißt aber nicht, dass es auf den ersten gut 600 Kilometern nichts zu entdecken gibt. Ganz im Gegenteil. Die Junge Donau hat allerlei spannende Orte und Sehenswürdigkeiten zu bieten. Wir stellen Ihnen folgend zehn Plätze vor, die Sie auf Ihrer Tour definitiv besuchen sollten. Viel Spaß!

1. Kehren Sie ein im Gasthof zur Donauquelle

Alles hat einen Anfang, auch die Donau. Zu Beginn Ihrer Reise (sollten Sie den Donauradweg der Reihe nach abfahren) befinden Sie sich an der Ursprungsquelle des Flusses. Genau hier steht das Höhengasthaus Kolmenhof. Dort gibt super leckeren Fisch und – passend zur Umgebung – leckere Bio Limonade. Übernachtungen sind ebenfalls möglich!

2. Erleben Sie den Geburtsort der Donau

Der Ort, an dem die Donau entsteht heißt Donaueschingen. In diesem malerischen Dorf fließen, wie oben beschrieben, die beiden Flüsse Breg und Brigach zusammen. Donaueschingen kann als eine Art Pilgerort für Radfahrende und Donauradweg Liebhaber bezeichnet werden. Hier entsteht schließlich alles. Schmackhaftes Essen gibt es im Bräustüble.

3. Genießen Sie den Schwarzwald!

Auf Ihrem Weg entlang der Donau treffen Sie unweigerlich auf die Breg einen der beiden Ursprungsflüsse der Donau. Entlang der Breg fahren Sie durch die herrlich friedliche Idylle des Schwarzwaldes. Vor allem die klare und frische Luft tun gut und machen den Kopf frei. Genau das also, was Sie vom Donauradweg erwarten können.

4. Hier gehts mit der Donau bergab

Das Wort klingt etwas komisch – auf einem Holzschild am Wegesrand steht geschrieben: “VERSINKUNGSSTELLE”. An diesem Ort versinkt die Donau an ca. 155 Tagen im Jahr vollständig. Heißt: Der Fluss versickert hier vollständig im Boden. Aber keine Sorge – durch einen Damm in Tuttlingen (dem Ort der Versinkungsstelle) gibt es immer genug Wasser.

5. Gute Aussicht vom Knopfmacherfelsen

Ein Stück weiter und durchs Donautal im Donaubergland hindurch nähern Sie sich dem Knopfmacherfelsen, einem wunderschönen Felsvorsprung, der sich zwischen den Orten Fridingen an der Donau und Beuron befindet. Mit dem Rad kommen Sie auf den Knopfmacherfelsen nicht ohne Weiteres hoch, aber mit dem Bus. Es lohnt sich: Die Aussicht ist atemberaubend.

6. Mittelalter hautnah erleben

Haben Sie Lust auf Mittelalter? In dem kleinen Örtchen Mengen finden Sie die sogenannte Klosterbaustelle „Campus Galli”. In dieser, so bewirbt es die Anlage auf ihrer Website selbst “entsteht Tag für Tag ein Stück Mittelalter: Handwerker und Ehrenamtliche schaffen mit den Mitteln des 9. Jahrhunderts ein Kloster auf Grundlage des St.Galler Klosterplans.”

7. Eine Fachwerkstraße zum Verlieben: Riedlingen

Auf Ihrem Weg den jungen Donauradweg entlang kommen Sie am idyllischen Städtchen Riedlingen vorbei. Dies ist Teil der “Deutschen Fachwerkstraße”, die 1990 ins Leben gerufen wurde und sich von der Elbe im Norden bis hin zum Bodensee erstreckt. Die Donau fließt hier direkt durch den Stadtkern, entlang an schmucken Fachwerkhäusern.

8. Schön: Der Donaustrand in Munderkingen

Schauen Sie in Riedlingen in jedem Fall auch beim Donaustrand vorbei. An diesem können Sie im Sommer wunderbar Kajakfahren, baden oder einfach entspannen. Kurz vor Ulm, der nächsten größeren Stadt, ist dies der perfekte Ort zum Herunterkommen. Ein “must see” auf dem Donauradweg.

9. Besuchen Sie die Wimsener Unterwasserhöle

Im Gemeindegebiet von Hayingen auf der Schwäbischen Alb, etwa drei Kilometer nördlich von Zwiefalten (und damit nicht ganz an der Donau) befindet sich die einzige mit dem Boot befahrbare Unterwasserhöhle Deutschlands. Nehmen Sie sich die Zeit und schauen Sie hier unbedingt vorbei, es lohnt sich.

10. Last But not least: Das schöne Ulm

Ulm ist ein kleines Phänomen, mitten in der baden-württembergischen Provinz und an der bayrischen Grenze, befindet sich diese kleine und auf den ersten Blick unscheinbare Stadt, nur um Sie dann komplett umzuhauen. Ulm ist eine äußerst junge und internationale Stadt mit einer aufregenden Kultur- und Barszene. Auf dem Donauradweg die perfekte letzte Station.