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Röhrenfernseher

Röhrenfernseher auf Holzschrank
(Bild: dimbar76 - stock.adobe.com)

Grundsätzlich handelt es sich bei einem Fernseher um ein Gerät, das seit den 1930er-Jahren für den Empfang und die Wiedergabe von Fernsehsignalen genutzt wird – zunächst analog, später dann digital. Während mittlerweile sogenannte Flachbildgeräte verbreitet sind, war der Röhrenfernseher bis zur Jahrtausendwende die verbreitete Variante des Empfängers. Als Erfinder gilt dabei Karl Ferdinand Braun. Der heutige Röhrenfernseher-Aufbau orientiert sich nach wie vor an den Ursprüngen der damaligen Innovation. Im Grunde besteht die Röhre aus einem trichterförmigen Glasbehälter, der unter einem Vakuum steht. Anders als bei der braunschen Röhre sorgen hier statt geladenen Metallplatten zwei gekreuzte Ablenkspulenpaare für die Strahlablenkung. Dadurch kann der Elektrodenstrahl des Röhrenfernsehers auch in Randbereiche vordringen, was im Ergebnis eine bessere Bildschärfe bringt. In Abhängigkeit von der erforderlichen Helligkeit bei einem Bildpunkt beschleunigt das System dann mehr oder weniger Elektroden von der Kathode zum eigentlichen Bildschirm, der Anode. Je nach Größe kommt das Gerät auf eine Spannung von bis zu 33.000 Volt.

Vom Schwarz-Weiß-Fernsehen zum Farbfernseher

Anfangs setzten die Hersteller auf das Schwarz-Weiß-Fernsehen, bei dem die Bilder lediglich in unterschiedlichen Abstufungen der beiden Töne angezeigt werden. Seit Einführung des Farbfernsehers besitzt die Röhre zudem drei gegeneinander versetzte Kathoden für die Grundfarben Blau, Grün und Rot. Hier sorgt ein feines Gitter dafür, dass die Elektroden stets auf die Fluoreszenzpunkte ihrer Farben treffen. Im Allgemeinen gilt die Kathodenstrahlröhre als wichtigster Bestandteil des Röhrenfernsehers. Alle wesentlichen Informationen überträgt die Bildröhre in Pixel. Nach der Aufbereitung erfolgt eine entsprechende Darstellung. Insgesamt sind zwei verschiedene Techniken zum Bildaufbau möglich: das Vollbildverfahren und Zeilensprungverfahren.

Röhrenfernseher Auflösung

In der zeitlichen Ära des analogen Fernsehens setzten sich verschiedene Farbübertragungsnormen durch, die entsprechende Standards für die Übertragung darstellten. Hierzu zählen unter anderem SECAM, NTSC und vor allem PAL. Ein standardmäßiger Röhrenfernseher schafft es mithilfe der Normen, etwa 576 Zeilen anzuzeigen. Mittlerweile hat sich bei Übertragungen der HD-Standard durchgesetzt, wie er in erster Linie von Flachbildfernsehern unterstützt wird. Hier ist das Doppelte an Zeilen möglich. Grundvoraussetzung bleibt aber, dass auch das Fernsehgerät dies entsprechend unterstützt. Aus diesem Grund gehen kaum noch Röhrenfernseher in den freien Verkauf: Ihnen fehlt oftmals die Möglichkeit, ein hochauflösendes Bild darzustellen. Die Bedienung der Röhrenfernseher erfolgte hingegen wie auch bei neueren Geräten in den letzten Jahrzehnten vorrangig über eine Infrarot-Fernbedienung.