Frau mit Kopfhörern schaut auf ihr Smartphone
So können Sie ganz einfach eine Rufumleitung einrichten (Bild: Goffkein - stock.adobe.com)

Tipps und Tricks So können Sie ganz einfach eine Rufumleitung einrichten

Mit dem Smartphone verbindet uns eine paradoxe Beziehung. Auf der einen Seite empfinden wir es als großen Vorteil, dass wir immer und überall angerufen werden können. Schließlich ist es überaus praktisch, zu jeder Zeit und an jedem Ort telefonieren zu können. Auf der anderen Seite erscheint uns die konstante Erreichbarkeit manchmal lästig, vor allem dann, wenn wir gerade auf der Arbeit sind, einfach mal eine Auszeit vom Handy brauchen oder im Urlaub sind. Die gute Nachricht ist, dass beides möglich ist. In wenigen Schritten können Sie auf Ihrem Smartphone nämlich eine Rufumleitung einrichten. Diese erlaubt es Ihnen, eingehende Anrufe für einen bestimmten Zeitraum einfach an Ihre Mailbox oder ein anderes Gerät weiterzuleiten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie auf Ihrem Handy eine Rufumleitung einrichten können und welche Risiken damit verbunden sind.

Rufumleitung einrichten für iOS

Egal was für ein Smartphone Sie besitzen, die Einrichtung einer Anrufweiterleitung ist sowohl für iPhones als auch für Android-Geräte problemlos möglich. Verwenden Sie ein iPhone, dann finden Sie die entsprechende Funktion unter Einstellungen > Telefon > Rufweiterleitung. Nachdem Sie die Option durch Umschalten des grünen Hebels gewählt haben, werden Sie im darunter liegenden Feld namens „Weiterleiten an“ gebeten, die Telefonnummer einzugeben, an die alle eingehenden Anrufe in Zukunft umgeleitet werden sollen. Haben Sie dies getan, müssen Sie nichts weiter bestätigen, sondern können das Menü einfach verlassen. In der Folge gehen alle ankommenden Anrufe an die von Ihnen eingegebene Rufnummer.

Rufumleitung einrichten für Android

Falls Sie kein iOS-Gerät besitzen, sondern ein Huawei Mate 10 Pro, ein Samsung Galaxy S7 oder ein anderes Android Smartphone, können Sie ebenfalls in nur wenigen Schritten eine Rufumleitung einrichten. Öffnen Sie dazu die Telefon-App auf Ihrem Handy und tippen Sie anschließend auf die drei kleinen Punkte oben rechts. Wählen Sie danach Einstellungen > Anrufeinstellungen > Rufweiterleitung aus. Im daraufhin erscheinenden Menü mit dem etwas sperrigen Namen „Anrufweiterleitungseinstellungen“ haben Sie verschiedene Möglichkeiten, die Rufumleitung zu definieren. Sie können entweder „Immer weiterleiten“, „Wenn besetzt“, „Wenn keine Antwort“ oder „Wenn nicht erreichbar“ auswählen. Android User haben hier im Gegensatz zu iPhone Usern also eine größere Auswahl an Optionen.

Rufumleitung einrichten per Tastenkürzel

Wenn Sie eine Rufumleitung einrichten wollen, haben Sie noch eine weitere Möglichkeit – und zwar per Shortcut. Diese Methode via Tastenkürzel hat den Vorteil, dass sie unabhängig davon, was für ein Smartphone Sie besitzen, immer gleich funktioniert. Wenn Sie dieses Feature in Anspruch nehmen wollen, wählen Sie einfach *21* Rufnummer # und „rufen“ Sie anschließend den eingegebenen Code an. In der Folge werden alle eingehenden Anrufe an die von Ihnen eingetippte Rufnummer umgeleitet. Der Vorteil dieser Methode ist, dass sie zum einen für alle Geräte gleich funktioniert und zum anderen schneller anzuwenden ist als der klassische Weg über das Menü. Der Nachteil für Android User ist, dass sie nicht auswählen können, unter welchen Umständen eingehende Anrufe weitergeleitet werden sollen. Wenn Sie sich für die Shortcut-Variante entscheiden, werden sämtliche Anrufe umgeleitet. Für die iPhone-Nutzer unter Ihnen ist dies weniger schlimm, da Sie ohnehin entweder nur alle oder gar keine Anrufe weiterleiten können.

Risiken einer Rufumleitung

Festnetztelefon mit Notiz zur Rufumleitung

Trotz aller Annehmlichkeiten, die eine Anrufweiterleitung zweifelsohne mit sich bringt, gibt es auch einige Risiken, die damit verbunden sein können. Vielen Usern ist dies nicht bekannt, doch in manchen Fällen kostet die Weiterleitung von Anrufen etwas – und zwar Sie selbst. Je nach Tarif kann es sein, dass jede Minute, die ein weitergeleitetes Gespräch dauert, auf Ihrer Mobilfunkrechnung aufgelistet und berechnet wird. Das mag auf den ersten Blick verwundern, schließlich zahlt in der Regel derjenige, der anruft. Im Falle der Anrufweiterleitung ist dies unter Umständen jedoch andersherum. Einige Telefonanbieter betrachten die Rufumleitung, die Sie in Anspruch nehmen, als einen Service, den Sie bezahlen sollen. Wenn Sie einen Vertrag haben, in dem eine Anruf-Flatrate inbegriffen ist, müssen Sie sich keine allzu großen Sorgen machen. Für gewöhnlich ist der Service der Rufumleitung in diesen Fällen bei allen großen Mobilfunkanbietern kostenlos. Schließlich sind die Anrufe, die Sie innerhalb einer Flatrate selber tätigen, ebenfalls umsonst. Anders sieht es hingegen bei Prepaid-Anbietern aus. Hier kann es durchaus sein, dass Sie für die weitergeleiteten Anrufe zahlen müssen. Wenn Sie eine Rufumleitung einrichten wollen, empfiehlt es sich im Vorfeld zu recherchieren, ob Sie dafür bei Ihrem Anbieter draufzahlen müssen oder nicht.

Gründe für eine Rufumleitung

Es gibt viele Gründe, eine Rufumleitung einrichten zu wollen. Einerseits kann es ein, dass Sie nicht gestört werden möchten. In diesem Fall können Sie alle eingehenden Anrufe einfach auf Ihre Mailbox weiterleiten. Auf diese Weise werden Sie von keinen Anrufen behelligt und können zu einem späteren Zeitpunkt Ihren Anrufbeantworter abhören. Andererseits kann es sein, dass Sie unter bestimmten Umständen kein Smartphone benutzen wollen oder dürfen. Wenn Sie sich z.B. bei der Arbeit befinden, kann ein klingelndes Handy schnell störend sein. Erwarten Sie in dieser Situation trotzdem einen wichtigen Handyanruf oder wollen Sie weiterhin erreichbar sein, können Sie (natürlich mit Erlaubnis) alle eintreffenden Anrufe von Ihrem Smartphone einfach auf das Festnetztelefon Ihrer Arbeitsstelle umlegen. Darüber hinaus kommt es auch vor, dass Sie ein Diensthandy und ein privates Smartphone haben. Damit dies bei der Arbeit nicht zu Problemen führt, können Sie einfach alle privaten Anrufe auf Ihr Diensthandy umleiten oder umgekehrt, für den Fall dass Sie auch unterwegs oder nach Dienstschluss arbeiten. Ein weiterer Grund kann ein schwächelnder Akku sein. So kommt es vor, dass Sie einen wichtigen Anruf erwarten, doch Ihre Batterie nur noch wenige Prozent aufweist. Wenn Sie mit einer Freundin oder einem Bekannten unterwegs sind, können Sie alle eintreffenden Anrufe auf das Smartphone Ihrer Begleitung umleiten lassen. Der große Vorteil dieser Methode ist, dass die Weiterleitung der Anrufe weiterhin funktioniert, wenn der Akku Ihres Handys aufgegeben hat und das Smartphone aus ist. Diese Methode lässt sich auch dann anwenden, wenn Sie bei jemandem zu Hause sind und Ihr Aufladekabel nicht dabei haben. Genauso lohnt es sich, bei Ihnen zu Hause auf diese Variante zurückzugreifen, wenn Sie einen wichtigen Anruf erwarten, Ihr Akku zur Neige geht und Sie Ihr Aufladekabel nicht finden können. In diesem Fall können Sie alle eingehenden Anrufe einfach auf Ihr Festnetztelefon umleiten.