Person hat Smartphone mit einem geöffneten Whatsapp Chatverlauf in der Hand
Achtung: Sie können von WhatsApp gesperrt werden (Bild: DENYS PRYKHODOV -stock.adobe.com)

Tipps und Tricks

Achtung: Sie können von WhatsApp gesperrt werden

Es gibt viele verschiedene Messenger für Ihr Handy. Der beliebteste hierzulande ist zweifelsohne WhatsApp. Mit knapp 60 Millionen Usern täglich gehört die Anwendung hier zur ersten Wahl, wenn es um die Kommunikation per Smartphone geht. Die Popularität kommt nicht von ungefähr: Mit WhatsApp haben Sie beinahe grenzenlose Freiheiten zur Kontaktaufnahme. Egal ob Text, Voicemail, Sprachanruf oder Videocall – die Möglichkeiten sind vielfältig. Auch bei den Inhalten, also dem, was Sie schreiben und sagen, können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Zensur oder Kontrolle, wie dies etwa beim chinesischen Pendant WeChat der Fall ist, gibt es hier nicht – zumindest fast nicht. Auf ein paar Verhaltensweisen sollten Sie nämlich achten. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Sie von WhatsApp gesperrt werdet. Wir verraten Ihnen, worauf Sie Rücksicht nehmen müssen und was hinter dieser Regelung steht.

Sie werden von WhatsApp gesperrt, wenn Sie Schadsoftware versenden

Ein Grund, weshalb Sie von WhatsApp gesperrt werden können, ist das Verschicken von Schadsoftware. Versenden Sie beispielsweise einen Anhang, wie ein Dokument, ein Foto oder ein Video, das Viren enthält, können Sie in der Folge vom Messenger Dienst ausgeschlossen werden. Dabei ist es unerheblich, ob Sie ursprünglich selbst die Viren in Umlauf gebracht oder schlicht (und unwissentlich) weiterversendet haben. In beiden Fällen stellt das Vergehen ein Verstoß gegen die Richtlinien von WhatsApp im Bereich der Datensicherheit dar.

Verschicken Sie unautorisiert Fotos, können Sie ebenfalls blockiert werden

Von WhatsApp gesperrt zu werden kann Ihnen zudem passieren, wenn Sie Bilder versenden, die nicht von Ihnen aufgenommen wurden. Leiten Sie also Fotos weiter, die von anderen Personen erstellt worden sind, so ist dies nach WhatsApp Richtlinien strafbar. Diese Regel zu berücksichtigen mag auf den ersten Blick schwierig erscheinen, ist das Hin- und Herschicken von Bildern heute doch Alltag im Verwenden von Messenger Diensten. Sie sollten dennoch darauf achten, dass Sie nur Fotos versenden, die Sie selbst erstellt haben.

Wenn Sie unter 16 Jahren seid, werden Sie von WhatsApp gesperrt

Die meisten von Ihnen dürften dies nicht wissen, doch das offizielle Alter, in dem das Nutzen von WhatsApp gestattet ist, beläuft sich hierzulande auf 16 Jahre. Hierbei handelt es sich um eine EU-Richtlinie, an die sich WhatsApp halten muss. Obwohl die Altersgrenze prinzipiell von allen EU-Ländern individuell definiert werden darf, ist das durchschnittliche Alter, auf das sich die EU-Staaten geeinigt haben 16. In Ländern außerhalb der Europäischen Union liegt die Altersgrenze übrigens bei 13 Jahren.

Sie dürfen keine falsche Identität verwenden, wenn Sie WhatsApp nutzen

Was Sie außerdem beachten sollten, ist das Verwenden einer realen Identität. Soll heißen: Erstellen Sie ein Profil bzw. einen Account bei WhatsApp, muss dieser Ihren echten Namen beinhalten und keinen ausgedachten oder den einer anderen Person. Natürlich verlaufen die Grenzen hier schwimmend, schließlich verwenden viele von Ihnen einen Spitznamen. Es empfiehlt sich dennoch Ihren eigenen bzw. echten Namen zu benutzen - so sind Sie auf der sicheren Seite.

Versenden Sie keine Kettenbriefe, andernfalls werden Sie von WhatsApp gesperrt

Achten Sie ebenfalls darauf, dass Sie keine Kettenmails verschicken oder weiterleiten. Obwohl das Senden und Empfangen von (oft unerwünschten) Kettenbriefen in Messengern inzwischen Alltag scheint, ist dies bei WhatsApp seit einiger Zeit verboten. Wer dies trotzdem tut, verstößt gegen die Richtlinien des Konzerns. Sollten Sie also welche bekommen, löschen Sie diese besser gleich oder senden sie zumindest nicht weiter. Eigene Kettenmails erstellen und versenden sollten Sie selbstverständlich auch nicht.

Sie werden bei Beleidigungen oder Fake News von WhatsApp gesperrt

Was Sie zudem unterlassen sollten, sind Beleidigungen oder Diffamierungen aller Art. Sollte WhatsApp feststellen, dass Sie z.B. sexistische oder rassistische Kommentare und Äußerungen verbreiten, können Sie umgehend blockiert werden. Dies gilt natürlich auch für Bedrohungen und Einschüchterungen. Darüber hinaus werden Sie gesperrt, wenn Sie Unwahrheiten verbreiten oder sogenannten „Fake-News“ Raum gebt. Sollten Sie dies tun, müssen Sie (mindestens) mit einer Sperre rechnen.

Wer gegen die Firmenpolitik verstößt, wird von WhatsApp gesperrt

ein Smartphone welches das Whatsapplogo anzeigt liegt auf einem Nortebook
(Bild: vk.com/ishkovsergey -stock.adobe.com)

Im Prinzip ist es ganz einfach: Sie dürfen tun und lassen, was Sie wollen, solange Sie sich an die Spielregeln des Messengers halten. Tun Sie dies nicht, werden Sie von WhatsApp gesperrt. Unabhängig davon, welche Gründe zu einer Sperre führen können, läuft so ein Verfahren immer gleich ab: Zunächst müssen Sie von einem anderen User gemeldet werden. Wann immer dieser ein für WhatsApp rechtswidriges Verhalten beobachtet, kann er Sie beim Konzern melden. Genauso können Sie andere Nutzer melden, bei denen Sie feststellen, dass sie gegen die Firmenpolitik verstoßen. Das Melden geht relativ unkompliziert: Öffnen Sie die App und rufen anschließend den Chat der Person auf, deren Aktivitäten Sie von WhatsApp überprüfen lassen wollen. Tippen Sie auf den Nutzernamen, scrollen nach unten und wählen dann „Kontakt melden“ aus. Infolgedessen überprüft der Messenger, ob tatsächlich ein Verstoß gegen die Richtlinien des Konzerns vorliegt. Trifft dies zu, kann der Kontakt – bzw. Sie selbst durch eine Meldung eines anderen Users – von WhatsApp gesperrt werden.

Regelverstoß: Diese Konsequenzen können Ihnen grundsätzlich drohen

Wie oben beschrieben, können Sie von WhatsApp gesperrt werden, verletzen Sie eine oder mehrere Regeln des Messenger Dienstes. Wann immer ein User den Eindruck hat, dass Sie sich nicht an die Spielregeln der App halten bzw. wenn Sie dasselbe bei einem anderen Nutzer feststellen, lässt sich der User melden. Eine der möglichen Konsequenzen ist, wie beschrieben, dass der entsprechende User oder Sie selbst von WhatsApp gesperrt werden. Dies ist aber nicht die einzige Folge, mit der Sie bei einem Regelverstoß rechnen müssen. Falls Sie sich stärkere Fehltritte leisten sollten oder ein anderer User die Spielregeln in erheblichem Maße verletzt, besteht zudem die Gefahr einer Geldstrafe. Das bedeutet: Ein Verstoß gegen die Richtlinien des Konzerns kann dazu führen, dass Sie bzw. die gemeldete Person (rechtlich bindend) dazu aufgefordert werden eine bestimmte Summe Geld zu zahlen - abhängig davon, um was für ein Vergehen es sich handelt und wie schwerwiegend dieses ist. Unliebsames Verhalten kann unterm Strich also nicht nur zu einer Kontosperrung (auf unbestimmte Zeit) führen, sondern auch zu Zahlungsaufforderungen, denen Sie bzw. ein anderer User nachkommen müssen. Es empfiehlt sich im Rahmen der Richtlinien von WhatsApp zu bleiben. Andernfalls müssen Sie die Konsequenzen tragen.