Eine Person tippt auf dem Smartphone auf den Button "Cookes Akzeptieren".
Erfahren Sie, wofür die Cookies im Browser eigentlich gut sind. (Bild: Generative AI - stock.adobe.com)

Ratgeber Notebook & Computer Cookies im Internet akzeptieren: Welche sind nützlich, welche gefährlich?

Niemals bedenkenlos Cookies annehmen – darin sind sich die Experten für Datenschutz und digitale Sicherheit einig. Viele Internetsurfer befürchten, durch Tracking und Datenmissbrauch zum gläsernen User zu werden. Auf der anderen Seite hat es aber auch manche Vorzüge, wenn Sie Cookies akzeptieren. Wir wägen das Für und Wider ab und liefern Argumente, die Sie bei Ihrer nächsten Cookie-Entscheidung nutzen können.

Cookie-Hinweise wegen Datenschutz und digitaler Sicherheit

Fast jeder ist genervt: Weil zahllose Webseiten Cookies verwenden, verbringen wir im Internet viel Zeit mit dem Annehmen oder Ablehnen dieser meist als lästig empfundenen Datenpartikel. Um beim Surfen schnell voranzukommen, dürften viele von uns ohne größeres Nachdenken Cookies akzeptieren. Zudem erschweren einige Seitenbetreiber das sofortige Ablehnen durch eine verwirrende Menüfolge. Der Hintergrund dieser Bestätigungsorgie ist gesetzlich geregelt. In der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist die Rückverfolgbarkeit von Online-Daten geregelt. Dazu gehört auch das Tracking und der Schutz vor Datenmissbrauch. Deshalb müssen Betreiber einer Webseite von deren Besuchern eine Erlaubnis zur Speicherung von Cookies einholen. Um Geldstrafen wegen Datenschutzverstößen zu vermeiden, sind daher Webseiten mit aufwändigen Hinweismodulen beim Zugang gespickt.

Cookie-Andrang auf den Internet-Browser

Eine aufgerufene Webseite bittet Sie lediglich, Cookies zu akzeptieren. Denn ganz wichtig: Das müssen Sie nicht! Im aufploppenden Cookie-Fenster dürfen Sie mit einem Klick auf die Schaltfläche „Alle ablehnen“ reinen Tisch machen. Alternativ können Sie in den Einstellungen im Browser Cookies ablehnen – auch bei zuvor bereits erteilter Einwilligung. Andere Möglichkeiten haben Sie mit „Auswahl bestätigen“. Aber es kostet eben Zeit, sich aus Gründen der digitalen Sicherheit mit den Feinheiten optionaler Cookies zu beschäftigen. Ohnehin ist der Ablehnen-Button auf vielen Seiten versteckt, sodass wir unter Zeitdruck oft lieber auf „Alle Cookies akzeptieren“ gehen. Der Daten sammelnde und am Tracking interessierte Betreiber der Seite freut sich dann. Wenn Sie hingegen pauschal alle Cookies verbannen, müssen Sie mit zweierlei Einschränkungen rechnen: Eine Webseite könnte Ihnen den Zugang verweigern. Außerdem steht Ihnen auf vielen Seiten dann nicht die volle Funktionsvielfalt zur Verfügung.

Optionale Cookies – was ist das eigentlich genau?

Die Cookies heißen so, weil es sich nur um kleine Datenmengen handelt. Wenn Sie eine Webseite besuchen, führt Ihr Rechner im Browser eine Zwischenspeicherung der „Datenplätzchen“ dieser Seite durch. Dabei handelt es sich um Textdateien mit persönlichen Informationen, die die besuchte Seite beim nächsten Besuch wiedererkennt. Cookies auf Ihrem Rechner erleichtern Ihnen das Surfen, weil Sie Ihre Bedürfnisse unterstützen. Beispielsweise müssen Sie Ihren Nutzernamen und Passwörter beim Login nicht jedes Mal selbst ausfüllen. Überdies sind die Betreiber von Webseiten durch Cookies über Ihre Surfgewohnheiten informiert. Das kann Vorteile haben, indem für Sie die Nutzung des Internets maßgeschneidert abläuft. Auf der anderen Seite können Sie nicht sicher sein, ob nicht so auch eine Ihnen unbewusste Steuerung und Manipulation möglich ist. Durch Cookies können Ihnen Webseitenbetreiber anhand Ihres Nutzerverhaltens unter anderem zielgerichtete Werbung zeigen oder Newsletter schicken. Sie müssen das nicht mitmachen. Optionale Cookies heißen so, weil Sie diese Cookies auswählen oder ablehnen können.

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Folgende Daten von Ihnen kann ein Cookie speichern:

Ein digitales, verschlüsseltes Schloss als Grafik.
Was speichern Cookies alles? (Bild: mila103 - stock.adobe.com)
  • Ihre IP-Adresse
  • Name der aufgerufenen Webseite
  • Ihre Benutzer-ID
  • Persönliche Daten (z.B. Mailadresse oder Telefonnummer)
  • Surfgewohnheiten
  • Zahl der Seitenaufrufe
  • auf der Seite verbrachte Zeit
  • von Ihnen angeklickte Links
  • individuelle Surf-Vorlieben
  • Zugangsdaten
  • Warenkorb-Einstellungen
  • Diverse aktivierte Einstellungen

Cookies akzeptieren – das sind die Vorteile

Bevor Sie aus einem gesunden Misstrauen heraus alle Cookies ablehnen, werfen Sie zuvor einen Blick auf deren Nutzen. Denn je nach aufgerufener Webseite bringt es einige Vorteile, wenn Sie auf diesen speziellen Seiten die Cookies akzeptieren.

  • Zugang zu Informationen: Bei zahlreichen Webseiten haben Sie keine andere Wahl, als die Cookies anzunehmen. Sonst erhalten Sie keinen Zugang. Hier können Sie prüfen, ob Sie beispielsweise bei Ihrem bevorzugten Medienportal eine Ausnahme machen. Das Akzeptieren von Cookies steht dann im Verhältnis zum Nutzen dieser Seite für Ihre Bedürfnisse.
     
  • Automatische Anmeldung: Wenn Sie viel im Internet unterwegs sind, helfen Ihnen Cookies bei der Anmeldung auf Seiten mit Zugangskontrolle. Weil mit den Cookies Ihre Zugangsdaten in Ihrem Browser gespeichert sind, sind Sie sofort mit dem jeweiligen Anbieter online. Das ist besonders bei häufig besuchten Seiten sinnvoll. Ist Ihr Passwort einmal nicht gleich zur Hand? Auch das ist im Cookie hinterlegt. Keine Sorge – die strengen Richtlinien zum Datenschutz verhindern, dass es über die Cookies von Fremden ausgespäht werden könnte. Denn Cookies sind keine Trojaner und auch keine Schadsoftware.
     
  • Optimiertes Nutzererlebnis: Wenn Sie Cookies akzeptieren, „erinnert“ sich die betreffende Webseite bei jedem neuen Besuch an Sie. Sie finden stets alle von Ihnen getroffenen persönlichen Einstellungen vor. Beispiel Amazon oder andere große Shoppingportale: Was Sie beim letzten Mal in den Warenkorb gelegt haben, ist beim nächsten Seitenbesuch noch immer darin. Genauso verhält es sich mit Merk- und Wunschzetteln. Auf Ihr Kaufverhalten zugeschnittene Empfehlungen sind ebenfalls nur mit Cookies möglich. Und auch die Abwicklung von Bestellungen läuft mit Cookies einfacher als ohne.

Digitale Sicherheit: Wann Sie Cookies ablehnen sollten

Cookies sind also kein Teufelswerk. Doch in folgende Fällen sollten Sie besser die Ihnen angebotenen Cookies ablehnen oder nachträglich löschen:

  • Wenn die Cookies mit einer Warnung auftauchen: Sollten Sie ein Antivirusprogramm auf dem Rechner nutzen, kann dieses die verdächtigen Cookies mit einem Warnhinweis versehen. Den sollten Sie unbedingt ernst nehmen!
     
  • Wenn die Webseite nicht verschlüsselt ist: Unverschlüsselte Webseiten erkennen Sie am kleinen offenen Vorhängeschloss in der Adresszeile Ihres Browsers. Dann ist beim Besuch Vorsicht geboten! Wenn Sie auf solchen Seiten Cookies akzeptieren, gehen Sie das Risiko von Hackerangriffen ein. Persönliche Daten wie Passwörter und Adressen könnten von Cybergangster mit den bestätigten Cookies abgefangen werden.
     
  • Wenn personenbezogene Daten verlangt werden: Es gibt Webportale, bei denen Sie persönlichen Angaben wie Bankverbindungen oder Ausweisnummer eingeben müssen. Im Sinne des Datenschutzes handelt es sich dabei um schützenswerte personenbezogene Daten. Sobald die Datensicherheit solcher sensiblen Informationen auf dem Spiel steht, lehnen Sie Cookies unbedingt ab. Auch hier könnten Hacker vom Datenklau profitieren und Identitätsdiebstahl verüben, in Ihrem Namen shoppen oder Ihr Konto leerräumen.
     
  • Wenn Ihr Rechner langsamer wird: Die angenommenen Cookies fressen einiges an Speicherplatz. Kommt dabei viel zusammen, können sich Browserfunktionen verlangsamen und die Rechnerleistung wird gebremst. Dann löschen Sie in den Browsereinstellungen einfach die größten Cookies – zumal von solchen Seiten, die Sie selten oder nicht mehr besuchen.
     
  • Wenn Ihre Daten an Dritte weitergegeben werden: Bei sogenannten Third-Party-Cookies steht zu befürchten, dass Daten von Ihnen weiterverkauft werden. Damit erhält sich die Gefahr, dass diese Informationen in die falschen Hände gelangen.