Ratgeber Apps & Programme Facebook-Betrug: Auf diese Nachricht sollten Sie nicht reagieren
Phishing ist seit Jahren eine der beliebtesten Methoden von Internetkriminellen, um an persönliche Daten zu gelangen. Dabei geben sich Betrügende als seriöse Anbieter aus und versuchen Betroffene mit gefälschten E-Mails, Nachrichten oder Posts zu täuschen. Besonders soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram sind regelmäßig betroffen, da dort Millionen von Menschen täglich aktiv sind. Eine aktuelle Facebook-Masche sorgt derzeit für Aufsehen: Facebook-Nutzende erhalten angebliche Benachrichtigungen über eine Richtlinienverletzung, die innerhalb von 24 Stunden bearbeitet werden müsse – sonst werde das Konto gesperrt. Dahinter steckt nichts anderes als ein Versuch, Sie unter Druck zu setzen und Ihre Daten zu stehlen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie diese gefälschten Facebook-Nachrichten aufgebaut sind und woran Sie sie erkennen können.
Die Facebook-Masche: Erfundene Regelverletzung mit Fristsetzung
Der aktuelle Betrugsversuch tritt meist als Post oder Nachricht auf Facebook auf. Absender ist ein Profil mit dem Namen „AI Manager 1235“, das keinerlei Bezug zu Meta oder Facebook hat. Die Nachricht behauptet, Ihr Konto habe gegen Richtlinien verstoßen. Konkrete Angaben, welche Regeln verletzt worden sein sollen, fehlen allerdings. Stattdessen heißt es, dass Sie Einspruch erheben können, falls es sich um einen Fehler handle.
Um diesen Einspruch einzulegen, sollen Sie auf einen Link klicken. Gleichzeitig wird Druck aufgebaut: Innerhalb von 24 Stunden müssten Sie reagieren, andernfalls werde Ihr Konto dauerhaft gesperrt. Diese Kombination aus Bedrohung und Zeitdruck ist typisch für Phishing, da Betroffene so zu schnellen, unüberlegten Handlungen verleitet werden.
So erkennen Sie die gefälschte Facebook-Nachricht
Die gefälschte Facebook-Nachricht wirkt auf den ersten Blick ernst, doch es gibt mehrere klare Warnsignale:
- Falscher Absender: „AI Manager 1235“ ist kein offizielles Facebook-Konto.
- Unklare Formulierungen: Es wird nicht genannt, gegen welche Regeln Sie angeblich verstoßen haben.
- Phishing-Link: Der enthaltene Link führt nicht auf eine Facebook-Seite, sondern über eine Bitly-Weiterleitung zu einer externen Seite.
- Fehlerhafte Sprache: Auffällige Schreibfehler („konnen Si e“) deuten ebenfalls auf Betrug hin.
- Ungewöhnliche Fristen: Eine 24-Stunden-Androhung von Kontosperrungen entspricht nicht der Vorgehensweise von Facebook.
Wichtig: Offizielle Mitteilungen von Meta finden Sie ausschließlich in den Benachrichtigungen Ihres Kontos oder per E-Mail von überprüfbaren Absenderadressen. Direktnachrichten mit Links gehören nicht dazu.
Phishing über E-Mails und SMS
Diese Masche beschränkt sich nicht nur auf Facebook-Posts. Kriminelle verschicken auch gefälschte E-Mails und SMS im Namen von Facebook oder Instagram.
Häufige Varianten sind:
- Erfundene Urheberrechtsverstöße: Es heißt, Ihr Beitrag habe gegen Copyright-Regeln verstoßen und Ihr Konto werde gelöscht, wenn Sie nicht sofort reagieren.
- Verifizierungsversprechen: Betrügende locken mit dem bekannten blauen Haken und behaupten, Sie könnten diesen kostenlos oder über einen angeblichen Link erhalten.
- Smishing per SMS: Sie erhalten eine Nachricht, in der angeblich ein Problem mit Ihrem Konto vorliegt. Dort sollen Sie über einen Link Ihre Identität bestätigen – ebenfalls ein klarer Betrugsversuch.
In allen Fällen gilt: Die Seiten, auf die Sie durch die Links gelangen, sind nicht von Meta. Stattdessen sind es gefälschte Webseiten, auf denen Ihre Daten abgegriffen werden.
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Wie Sie echte Facebook-Mitteilungen erkennen
Meta, also Facebook und Instagram, versendet wichtige Informationen grundsätzlich nicht per Direktnachricht. Wenn es um Ihr Konto geht, erhalten Sie eine E-Mail - und auch nur von bestimmten, offiziellen Absenderadressen. Dazu gehören unter anderem:
- @facebook.com
- @facebookmail.com
- @instagram.com
- @meta.com
- @support.facebook.com
- @business.fb.com
Falls Sie sich unsicher sind, ob eine Facebook-Nachricht echt ist, können Sie in den Einstellungen Ihres Kontos nachsehen, welche E-Mails tatsächlich von Facebook oder Instagram an Sie geschickt wurden. Beide Netzwerke bieten dafür einen eigenen Bereich in den Sicherheitsoptionen an.
So schützen Sie Ihr Facebook- oder Instagram-Konto
Damit Sie gar nicht erst Opfer solcher Angriffe werden, sollten Sie einige grundlegende Sicherheitsmaßnahmen ergreifen:
- Klicken Sie nie auf verdächtige Links. Prüfen Sie den Absender und die Adresse, bevor Sie eine Seite öffnen.
- Melden Sie verdächtige Nachrichten direkt bei Facebook. Damit helfen Sie auch anderen Nutzenden, vor der Masche geschützt zu werden.
- Verwenden Sie ein sicheres Passwort. Am besten eine Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.
- Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung. So verhindern Sie, dass Angreifer Ihr Konto übernehmen können, selbst wenn sie Ihr Passwort kennen.
- Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kontoeinstellungen. Unter „Passwort und Sicherheit“ finden Sie unter anderem eine Übersicht über Geräte, die auf Ihr Konto zugreifen.
Bleiben Sie stets wachsam
Die aktuelle Phishing-Masche über Facebook zeigt erneut, wie kreativ Betrügende vorgehen, um ihre Opfer unter Druck zu setzen. Doch mit etwas Aufmerksamkeit und grundlegenden Sicherheitsvorkehrungen können Sie solche Angriffe leicht erkennen und vermeiden.
Merken Sie sich: Offizielle Mitteilungen von Facebook oder Instagram kommen nie als Direktnachricht mit einem Link. Bleiben Sie also stets wachsam und prüfen Sie Absenderadressen und melden Sie verdächtige Inhalte sofort. So behalten Sie die Kontrolle über Ihr Konto und ersparen sich Stress und mögliche Datenverluste.