Person schaltet Flugmodus auf dem Handy ein
Gibt Ihr Smartphone Strahlung im Flugmodus ab? (Bild: PiyawatNandeenoparit - stock.adobe.com)

Tipps und Tricks

Gibt Ihr Smartphone Strahlung im Flugmodus ab?

Mit der Handystrahlung ist es so eine Sache: Auf der einen Seite weiß man, dass sie existiert und dass sie nicht gesund für den Menschen ist. Alle Smartphones geben Strahlung ab, die einen mehr, die anderen etwas weniger. Grundsätzlich gilt, dass Handystrahlung nach Möglichkeit vermieden werden sollte. Auf der anderen Seite sind die Langzeitfolgen der Strahlung noch nicht erforscht. Aus diesem Grund lässt sich heute nicht hundertprozentig sagen, welche Auswirkung sie auf uns hat. Als Faustformel gilt daher, das Smartphone nicht permanent am Körper zu tragen und es nachts im Idealfall auszuschalten. Das machen jedoch nur die wenigsten. Oftmals wird es über Nacht einfach auf Flightmode gestellt. Schließlich gibt ein Handy keine Strahlung im Flugmodus ab - das nehmen zumindest die meisten Menschen an. Doch stimmt das? Wir verraten Ihnen, wie viel Strahlung im Flugmodus zurückbleibt.

Strahlung im Flugmodus – so viel bleibt davon bestehen

Sobald Sie Ihr Handy in den Flugmodus schalten, werden sämtliche Verbindungen deaktiviert, über die Ihr Smartphone nach außen kommunizieren kann. Sobald Sie dies getan haben, können Sie weder Anrufe tätigen noch online gehen. Kommunikationstechnisch ist Ihr Gerät damit komplett von der Außenwelt abgeschirmt. Bedeutet das auch, dass keine Strahlung im Flugmodus mehr besteht? Nicht unbedingt. Auf der einen Seite wird zwar tatsächlich ein Großteil der Strahlung im Flugmodus verhindert. Auf der anderen Seite bleibt jedoch ein Rest an Strahlung zurück. Denn auch im Flugmodus gibt Ihr Gerät elektromagnetische Strahlung ab. Auch andere technische Geräte, wie z.B. eine Mikrowelle, geben niederschwellige elektromagnetische Strahlung von sich.

Flugmodus aktivieren oder Handy ausschalten?

Ein gewisser Wert an elektromagnetischer Strahlung im Flugmodus bleibt bestehen. Das bedeutet: Wenn Sie wirklich keinerlei Strahlung ausgesetzt sein wollen, sollten Sie Ihr Smartphone komplett ausschalten. Da dies für die meisten von Ihnen jedoch im Alltag schwer umzusetzen ist, stellt der Flugmodus eine gute Alternative. Zwar existiert gewisse Strahlung im Flugmodus, diese elektromagnetische Strahlung ist jedoch bei weitem nicht so stark wie die im alltäglichen Handygebrauch und gilt daher als unbedenklich. Wenn Sie sich auf der Arbeit oder über Nacht vor zu hoher Strahlung Ihres Smartphones schützen wollen, empfiehlt sich also das Aktivieren des Flugmodus. Damit reduzieren Sie nicht alle, aber den Großteil der Handystrahlung, die von Ihrem Gerät ausgeht.

Diese Strahlung geht von Ihrem Smartphone grundsätzlich aus

Person bedient liegend ihr Handy
(Bild: Anton_Gorobets - stock.adobe.com)

Eine der Hauptaufgaben, die Ihr Handy besitzt, ist es Sie mit der Welt zu verbinden. Egal ob durch klassische Telefonate, WhatsApp Nachrichten, Mails oder Videotelefonie – eines der Kern-Features Ihres Smartphones ist die Kommunikation. Das bringt Ihnen im Alltag einen enormen Vorteil. Schließlich können Sie auf diese Weise binnen Sekunden mit der ganzen Welt in Kontakt treten. Voraussetzung dafür ist, dass Ihr Handy dafür immer empfangsbereit ist. Diese Empfangsbereitschaft bedeutet jedoch auch einen Nachteil für Sie. Solange Ihr Smartphone nämlich für Telefonate und Internet bereit steht, geht Strahlung davon aus. Prinzipiell lässt sich von zwei unterschiedlichen Arten von Strahlung sprechen.

1. Strahlung durch Sendeantenne

Egal ob Android oder iOS Gerät, jedes Smartphone besitzt eine Senderantenne. Diese ist dafür verantwortlich, dass Sie mit Ihrem Handy telefonieren können. Sobald Sie also einen Freund oder Bekannten anrufen bzw. Sie selbst angerufen werden, geschieht dies über die Senderantenne. Sie ist dafür verantwortlich, dass sich Ihr Gerät in das Mobilfunknetz einwählen kann. Damit dies ordnungsgemäß geschehen kann, sendet es Strahlung ab. Kurz gesagt: Damit Sie mit Ihrem Smartphone telefonieren können, muss dieses Strahlung produzieren.

2. Strahlung durch Drahtlosverbindungen

Parallel zu der Strahlung, die durch die Senderantenne abgegeben wird, gibt es eine weitere Quelle für Handystrahlung. Ihr Smartphone bietet neben Anrufen über das Mobilfunknetz schließlich noch eine ganze Reihe weiterer Kommunikationsmöglichkeiten. Dazu zählen z.B. WLAN, mobile Daten oder Bluetooth im Flugzeug. Jede dieser Funktionen arbeitet über ein eigenes technisches Verfahren. Zusammengefasst lassen sich WLAN & Co. jedoch als Drahtlosverbindungen bezeichnen. Von diesen Verbindungen geht ebenfalls Strahlung aus.

Das sollten Sie in Bezug auf Handystrahlung beachten

Obwohl bislang nicht mit Sicherheit gesagt werden kann, welche Folgen Handystrahlung für den Menschen bedeutet, ist es dennoch ratsam, dass Sie sich nicht unnötig der Strahlung Ihres Smartphones aussetzen. Dazu lohnt es sich bereits, eine Reihe an einfachen Hinweisen zu beachten. So empfiehlt es sich einerseits, sich vor dem Kauf eines neuen Geräts über dessen Strahlungswerte zu informieren. Hier kann ein sogenannter Strahlen-Test weiterhelfen, der Ihnen detailliert darüber Auskunft gibt, welche Geräte die meiste bzw. geringste Strahlung abgeben. Andererseits können Sie beim täglichen Gebrauch Ihres Smartphones darauf achten, dass Sie sich nicht übermäßig dessen Strahlung aussetzt. Dazu zählt beispielsweise ein Handyverbot im Schlafzimmer. Grundsätzlich ist es ratsam, dass Sie Ihren Smartphonegebrauch und den damit verbundenen Umgang mit Strahlen im Auge behalten und sich nicht unnötig der Handystrahlung aussetzt. Wenn Sie Ihr Gerät z.B. nachts nicht weglegen oder ausschalten wollen, dann versetzen Sie es nach Möglichkeit in den Flightmode. Schließlich besteht es ganzes Stück weniger Strahlung im Flugmodus als im regulären Gebrauch.