Frau lehnt sich zu Sohn und zeigt ihm etwas auf dem iPad
Tablet für die Schule kaufen (Bild: Fabio Principe - stock.adobe.com)

Tests und Empfehlungen

Welches Tablet eignet sich für die Schule?

Die Corona Pandemie hat auch ihre guten Seiten. Während seit Jahren die schleichende Digitalisierung an Schulen kritisiert wird, hat sich im letzten Jahr etwas getan, wenn auch vergleichsweise noch wenig und spät. Was vor ein paar Jahren noch unvorstellbar war, ist dank Corona nun normal geworden: Mittlerweile gehört die Verwendung von Laptops und Tablets zum Alltag vieler Schüler – und das wird sich auch künftig nicht ändern. Dank Homeschooling wurden neue digitale Lernmethoden impliziert, die „Schule auf Distanz“ möglich machen und damit viele neue Chancen mit sich bringen. Doch welche Tablets eignen sich für die Schule? Und sollten Kinder lieber einen PC oder ein iPad für die Schule und zum Lernen nutzen? Wir erklären Ihnen, wobei Sie beim Kauf eines Tablets für die Schule achten sollten und welche Extras sich wirklich lohnen.

Laptop oder Tablet für die Schule?

Während viele Eltern vor Jahren noch auf PC und Laptop setzten, werden Tablets für die Schule immer beliebter. Gerade wer das Gerät nur für Lernvideos, zur Videotelefonie und für Schulaufgaben nutzt, ist mit einem Schüler Tablet gut beraten. Besonders jüngere Kinder in der Grundschule sollten noch keinen Laptop nutzen und können von der simplen und sicheren Anwendung eines Tablets profitieren. Dabei muss ein Tablet für die Schule nicht teuer sein. Ein simples Gerät mit einem kleinen 13-Zoll Display reicht für den Einstieg vollkommen aus. Bei älteren Schülern, die das Gerät deutlich intensiver nutzen und mehr Software-Optionen benötigen, kann auch ein Laptop hilfreich sein.

Worauf sollte ich beim Kauf eines Tablets für die Schule achten?

Beim Kauf eines Tablets für die Schule sollten Sie zunächst einmal auf die richtige Größe achten. Grundsätzlich gilt: Je größer das Kind, desto größer der Bildschirm. Doch auch bei kleineren Kindern sollte die Displaygröße nicht unter 12 Zoll liegen. Ansonsten kann es beim Homeschooling umständlich werden, wenn Aufschriebe an der Tafel nur schwer erkennbar sind. Die Bildschirmqualität ist ebenso wichtig: Dabei sollte eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln nicht unterschritten werden. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Performance. Nur ein starker Prozessor sorgt dafür, dass Videos flüssig abgespielt werden können, Videokonferenzen nicht abbrechen und es zu keinen unnötigen Wartezeiten kommt. Deshalb sollte ein leistungsfähiges Tablet mit einem Quad-Core-Prozessor und mindestens 4 Gigabyte Arbeitsspeicher verwendet werden. Je nachdem wie umfangreich das Tablet für die Schule genutzt wird, kann auch der interne Speicherplatz ausfallen. Es sollte mindestens eine Speichergröße von 32 Gigabyte vorhanden sein – bei Bedarf auch deutlich mehr. Damit ein Tablet oder iPad für die Schule vollumfänglich genutzt werden kann, benötigt es außerdem eine stabile Internetverbindung. In der Regel genügt hierfür eine sichere WLAN-Verbindung. LTE-Module und weitere Extras können Sie sich bei einem Homeschooling Tablet dagegen sparen.

Die wichtigsten Faktoren auf einen Blick:

  • Eine Bildschirmdiagonale von 12 bis 15 Zoll
  • Auflösung nicht unter 1920 x1080 Pixeln
  • Bestenfalls ein Quad-Core Prozessor
  • Mindestens 4 Gigabyte Arbeitsspeicher
  • Minimale Speichergröße von 32 Gigabyte, besser 128 Gigabyte
  • Sichere und stabile WLAN-Verbindung

Was muss ich sonst noch beachten?

Schreibtisch mit Kind, das iPad hält, sowie Buntstiften, Papier und Laptop
Schüler mit Tablet ausstatten (Bild: kimsongsak - stock.adobe.com)

Damit das Tablet für die Schule auch vor Ort genutzt und gut transportiert werden kann, sollte es besonders handlich und nicht allzu schwer sein. Ebenso wichtig ist es, ein besonders robustes Tablet zu wählen. Denn gerade bei kleinen Kindern kann es mal etwas wild und unvorsichtig zugehen. Hierfür gibt es spezielle Outdoor- und Kinder Tablets. Diese halten auch starke Stöße und Krafteinwirkungen von außen aus. Ebenso smart ist die Wahl eines Tablets, mit dem die Eltern den Zugriff anpassen können. Bei einem iPad für die Schule können Sie beispielsweise den App Store sperren, damit Ihr Kind keine Apps downloaden kann. Genauso hilfreich ist es, die In-App-Kauf Funktion zu sperren. Nur so können Sie sichergehen, dass Ihr Nachwuchs keine kostenpflichtigen Abonnements abschließt.

Android Tablet oder iPad für die Schule?

Je nach Modell gibt es Tablets mit Android, iOS oder Windows. Nach wie vor enorm beliebt ist das iPad. Da Apple Geräte aber besonders kostenintensiv sind, ist ein iPad für die Schule nicht wirklich notwendig. Android Tablets sind dagegen deutlich günstiger und bieten eine weit größere Auswahl an Modellen. Gerade wer auf sein Budget achten muss, ist mit Tablets mit Android sehr gut beraten und findet Mittelklasse-Tablets ab nur 150 Euro. Windows Tablets sind für die Schule ebenso wenig empfehlenswert. Sie funktionieren zwar wie ein Windows PC, bieten aber nicht wirklich viele Apps.

Welche Extras empfehlen sich für Tablets für die Schule?

Zu guter Letzt kann der Kauf einer kleinen Tastatur sowie einer Maus oder eines Tablet-Ständers hilfreich sein. Damit lassen sich viele Tablets für die Schule noch leichter bedienen. Für ältere Schüler eignet sich ein Tablet mit einem Stift ideal. Dieses bietet die Option, Informationen per Handschrift einzugeben und kann die Teilnahme am Online-Unterricht deutlich erleichtern. Falls Ihre Kindern Dokumente zuhause selbst ausdrucken und einscannen müssen, lohnt sich die Anschaffung eines Multifunktionsdruckers. Ansonsten kann sich der Unterricht zu Hause enorm aufwendig gestalten. Wer mehrere Kinder zuhause hat, sollte seinem Nachwuchs auf jeden Fall ein Headset kaufen. Damit kann sich das Kind voll und ganz auf den Schulunterricht am Tablet konzentrieren und Hintergrundgeräusche gut ausblenden.