Ein Smartphone wird repariert.
Elektrogeräte reparieren: Tipps (Bild: vlad teodor photography)

Selbst reparieren

Elektrogeräte reparieren: Deshalb sollten Profis ran

Es liegt nahe, dass Sie ein defektes Elektrogerät selbst reparieren wollen. Aber ist das immer sinnvoll, auch wenn Sie sich auskennen? Wir verraten Ihnen, weshalb Sie lieber auf die Expertise von Profis bei der Reparatur defekter Elektrogeräte vertrauen sollen. Wir wissen aber, dass viele genau diesen Weg scheuen. Denn wenn beispielsweise der Laptop, der Wasserkocher oder das Smartphone mal nicht richtig funktioniert, dann ist Google häufig die erste Anlaufstelle. Jedoch gibt es neben vielen hilfreichen Tipps häufig auch Ratgeber, die alles noch schlimmer machen. Ein Profi kennt sein Handwerk und weiß genau was wie wohin kommt, damit wieder alles einwandfrei läuft. Und nicht zu unterschätzen ist die Frage nach der Gewährleistung beziehungsweise Garantie. Warum? Wir verraten es Ihnen.

Haushaltsgeräte reparieren: Besser als entsorgen

Es ist immer ärgerlich, wenn wir beispielsweise die Wäsche waschen wollen, dann aber beim Einschalten der Waschmaschine [Link einfügen Waschmaschine entkalken] feststellen, dass sie nicht funktioniert. Der erste Impuls ist häufig: Mist, jetzt brauche ich eine neue Maschine.

Aber Halt! So weit kommt es noch, dass ein neues Haushaltsgerät hermuss, nur weil es mal nicht so läuft wie es soll. Die Entsorgung des Geräts ist immer die allerletzte Option. Denn häufig lässt sich das Elektrogerät reparieren. Kleine Reparaturen können Sie selbst vornehmen. Wenn es allerdings etwas kniffliger und aufwändiger wird, sollten Sie auf die Expertise eines Profis bauen.

Außerdem sollten Sie im Sinne der Nachhaltigkeit nicht gleich bei jedem kleinen Problem, das auftritt, Ihr Elektrogerät wegschmeißen. Denn der hohe Ressourcen- und Energieverbrauch bei der Produktion von elektronischen Geräten ist alles andere als nachhaltig. Außerdem werden jährlich alleine in Deutschland über 1,5 Millionen Tonnen Elektroschrott produziert. Vieles davon wäre nicht nötig, wenn die Geräte repariert werden würden. Mit der Reparatur von Elektrogeräten kann also jeder Einzelne von uns einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Deshalb sollte die Reparatur von Profis gemacht werden

Etwas vorweg: Wenn Sie bereits Erfahrung in der Reparatur von elektronischen Geräten haben, dann können Sie kleinere Probleme natürlich selbst beheben. Pumpt beispielsweise das Wasser bei einer Waschmaschine nicht mehr ab, kann das Flusensieb oder die Abwasserleitung verstopft sein. Ist das das Problem, dann können Sie einfach und problemlos die Schläuche oder das Flusensieb reinigen.

Liegt das Problem aber anderswo, zum Beispiel bei der Elektronik, einer defekten Pumpe oder einem gerissenen Keilriemen, dann benötigen Sie Ersatzteile. Oder noch besser: die Hilfe von Profis. Denn nicht ohne Grund gibt es Fachkräfte, die sich genau darauf spezialisiert haben. Wenn Sie ein Haus bauen wollen, dann holen Sie sich im Normalfall auch professionelle Hilfe und bauen nicht gleich selbst darauf los, nur weil Sie als Kind gerne mit Bauklötzen gespielt haben.

Problem erkennen: Nicht immer einfach und eindeutig

Auch wenn Sie sich selbst eine Reparatur eines Haushaltsgerätes zutrauen, sollten Sie dies nochmals überdenken. Denn es kann einiges schieflaufen und im schlimmsten Fall wird der Schaden noch größer und dann muss das Gerät definitiv in den Müll.

Bei vielen elektronischen Geräten, etwa einem Smartphone oder einem TV-Gerät, ist eine Selbstreparatur häufig unmöglich. Denn in solchen Fällen benötigen Sie häufig Spezialwerkzeuge, die wir nicht einfach so im Werkzeugkasten finden. So würden Sie bei der Reparatur eines Fernsehers einen Lötkolben sowie Ersatzteile benötigen. Außerdem kann das Problem an mehreren Stellen liegen, an die Sie nicht gedacht haben. Wenn der Fernseher nicht mehr geht, kann das zum Beispiel an einem durchgebrannten Bauteil liegen. Es kann aber auch an den Elektrolytkondensatoren (Elkos) liegen, die defekt sind. Schon alleine der Aufwand, sowohl der zeitliche als auch der materielle, sind groß.

Deshalb empfiehlt es sich, zumindest während der Gewährleistung, die Reparatur von einem Profi erledigen zu lassen. Apropos Gewährleistung: Gerade wenn Sie viele Elektrogeräte haben, können Sie rasch die Übersicht über sämtliche Garantien verlieren. Die Lösung für dieses Problem: die TechManager App von Wertgarantie, die Sie kostenlos downloaden können. Hier können Sie all Ihre Elektrogeräte mit allen notwendigen Daten und Dokumenten abspeichern, sodass Sie jederzeit schnell und flexibel darauf zugreifen können.

Das Objektiv einer Kamera wird gewechselt
Elektrogeräte reparieren: alle Infos (Bild: abb)

Elektrogerät reparieren: Anspruch auf Gewährleistung

Es hat aber auch einen ganz praktischen Grund, weshalb die Reparatur von Profis erledigt werden sollte: Ihr Gewährleistungs- und Garantieanspruch. Beim Neukauf eines Elektrogerätes erhalten Sie mindestens eine zweijährige Gewährleistung des Herstellers. Bei einem Gebrauchtgerät gilt die Gewährleistung noch für immerhin ein Jahr. Funktioniert ein Gerät nicht (mehr) einwandfrei, etwa bei auftretenden Mängeln oder Problemen, für die Sie selbst nicht verantwortlich sind, dann muss der Hersteller in dieser Zeitspanne das Produkt reparieren oder ersetzen.

Zusätzlich kann der Hersteller Ihnen eine Garantie anbieten, die unterschiedlich lang sein kann. In der Regel müssen Sie dafür etwas bezahlen, bekommen dafür aber die Garantie, dass das Produkt auch nach der gesetzlichen Gewährleistung weiterhin repariert oder ausgetauscht wird.

Das Ärgerliche an der ganzen Geschichte: Sowohl die Gewährleistung, als auch die Garantie erlischt, wenn Sie das Elektrogerät selbst reparieren. Machen Sie das und das Gerät funktioniert nach der DIY-Reparatur immer noch nicht, dann haben Sie in den meisten Fällen keinen Anspruch mehr auf eine kostenlose Reparatur beziehungsweise auf einen Ersatz.

Denn nicht selten kommt es vor, dass alleine schon durch das Öffnen eines Haushaltsgeräts die Gewährleistung erlischt. Deshalb ist es immer ratsam nicht nur genau die Gebrauchsanleitung zu lesen, sondern vor allem auch den Zettel zur Gewährleistung. Denn aus dieser können Sie entnehmen, welche Rechte Sie genau haben. Und solange die Gewährleistung oder die Garantiezeit gilt, sollten Sie bei einem Defekt unbedingt auf Ihr Recht pochen.

Und damit Sie den Überblick über Ihre Garantiezeiträume bewahren, vergessen Sie nicht den TechManager herunterzuladen, damit Sie jederzeit und überall auf Ihre Dokumente zurückgreifen können.

Wichtiger Hinweis: Ist Ihr versichertes Gerät defekt? Dann empfehlen wir Ihnen, für die Reparatur eine Fachwerkstatt aufzusuchen. Im Fall einer Selbst-Reparatur könnte Ihr Versicherungsschutz entfallen. So können Sie als Kunde von WERTGARANTIE Ihren Schaden melden.