Person macht Saunaaufguss
Sauna reinigen: So können Sie unbeschwert relaxen (Bild: zsolt nyulaszi - stock.adobe.com)

Ratgeber Haushalt & Garten Sauna reinigen: So können Sie unbeschwert relaxen

Eine eigene Sauna ist eine feine Sache. Mit wenigen Schritten gehts hinein ins wohlige Vergnügen. Sie genießen Privatsphäre und können Ihren Wellnesstempel jederzeit aufsuchen, wenn Ihnen nach Entspannung und Regeneration ist. Einziger Wermutstropfen: Anders als bei öffentlichen Einrichtungen müssen Sie Ihre Sauna selbst reinigen. Doch das ist leicht getan, wenn Sie unseren Tipps rund ums Saunareinigen und -desinfizieren folgen. Mit ein paar Handgriffen und ein wenig Routine können Sie dafür sorgen, dass Ihre Privatsauna eine stets gepflegte, hygienisch tadellose Wohlfühloase bleibt.

Sauna reinigen: Der Gesundheit und Ästhetik zuliebe

Eine Sauna hat ein typisches Klima aus großer Hitze und Feuchtigkeit. Bei jedem Saunagang werden Atemluft und Schweiß hinterlassen. Die Wärme kühlt ab, die Feuchtigkeit bleibt. So können sich im Lauf der Zeit Mikroorganismen ansiedeln und ausbreiten, was bis zum deutlich sichtbaren Schimmelbefall führen kann. Es beginnt mit Verfärbungen auf dem Holz und in den Fliesenfugen. So weit muss es aber gar nicht erst kommen. Indem Sie die Sauna reinigen, verhindern Sie hässliche Flecken, gesundheitsschädliche Einwirkungen und auch die auf Dauer mögliche Beeinträchtigung der Bausubstanz.

Nachhaltige Saunareinigung in drei Schritten

Bei der Reinigung der Sauna sollten vorher und nachher bestimmte Schritte beachtet werden. Außerdem empfiehlt es sich, in größeren Zeitabständen eine Grundreinigung vorzunehmen und die Sauna beim Reinigen zu desinfizieren.

Vor der Sauna: Vorher duschen und Handtuch mitnehmen

Vor jedem Saunagang können Sie die Kabine auf Staub und Verschmutzungen kontrollieren. Ein kurzes Durchwischen oder Absaugen genügt, um die Sauna zu reinigen. Duschen ist vor dem Saunagang Pflicht. Denn unter der Dusche rinnen Schmutzpartikel, Schweiß und Kosmetikrückstände in den Abfluss, die das Holz in der Sauna beeinträchtigen könnten. Ohnehin sollten Sie beim Saunieren immer ein Handtuch unterlegen, um das hochwertige Holz zu schützen. Es ist besser, wenn die Schweißtropfen in Ihr Saunahandtuch fließen als Flecken zu bilden. Wenn Sie beim Duschen den natürlichen Fettfilm auf der Haut entfernen, kommen Sie beim Saunieren auch leichter ins Schwitzen. Und die zuvor weggespülten Reste von Bodylotion, Make-up und Deo werden Ihnen in der heißen Saunaluft auch nicht den Atem nehmen.

Nach der Sauna: Gründlich lüften und feucht durchwischen

Nachdem Sie ausgiebig sauniert haben, öffnen Sie die Tür zur Kabine, damit die feuchte Luft rasch nach draußen gelangt. Das Lüften darf ruhig etwas länger dauern, da das Holz völlig abtrocknen sollte. Wenn die Sauna abgekühlt ist, können Sie sie auch gleich durchwischen und haben sich diesen Reinigungsgang vor dem nächsten Saunabesuch gespart. Der Wischlappen sollte nur taufeucht sein, um das Holz zu schonen. Ihre Sauna reinigen Sie wie den Haushalt auch von oben nach unten. Für die Saunabänke benutzen Sie zuerst ein trockenes Reinigungstuch, anschließend einen angefeuchteten Lappen oder Schwamm. Der Boden ist zuletzt an der Reihe.

Sauna reinigen: Ab und an eine Grundreinigung einplanen

Im Abstand von mehreren Monaten oder im Frühjahr nach einer langen Saunaperiode freut sich Ihre Sauna über eine umfassende Grundreinigung. Haben Sie es mit fleckigem Holz zu tun, verwenden Sie für diese Verschmutzungen bitte ausschließlich Reinigungsmittel, die für die Saunareinigung hergestellt werden. Diese entfalten ihre Wirksamkeit auf Wasserstoffperoxid-Basis, was gesundheitlich unbedenklich ist und Schweißflecken erfolgreich entfernt. Zur Not können Sie mit ganz feinem Schleifpapier nachhelfen. Es sei denn, Ihre Sauna ist mit Thermoholz ausgestattet. Hartnäckige Kalkablagerungen auf Glasflächen oder dem Saunaofen entfernen Sie mit einer Wasser-Essig-Lösung. Häufige Aufgüsse können dazu führen, dass sich die Poren der Saunasteine im Ofen verschließen. Hier müssen Sie möglicherweise mit einer Bürste Abhilfe schaffen. Was Sie auch reinigen möchten: Tun Sie es keinesfalls mit einem Wasserschlauch, einem Dampf- oder Hochdruckreiniger. Das Holz Ihrer Sauna wird es Ihnen danken.

An die Gesundheit denken: Beim Sauna-Reinigen desinfizieren

Saunakübel mit Saunaaufguss
Zeit für Wellness: So reinigen Sie vorab Ihre Sauna richtig (Bild: zsolt nyulaszi - stock.adobe.com)

Während des Saunabetriebs herrscht gerade im oberen Teil der Kabine eine solche Hitze, dass Bakterien und Keime sich normalerweise nicht bilden können. Für die Liegeflächen gilt diese natürliche Entkeimung nur bedingt. Deshalb sollten Sie mit der Grundreinigung ab und an die unteren Bereiche des Raumes desinfizieren. Die Sauna reinigen Sie am sichersten mit ausgewiesenen Desinfektionsmitteln der Saunahersteller. Vermeiden Sie konventionelle Haushaltsreiniger. Sie könnten beim nächsten Saunieren womöglich schädliche Dämpfe einatmen! Das verwendete Reinigungsmittel muss zudem chlorfrei sein, damit das Holz nicht belastet wird.

Sauna reinigen: Was tun bei Schimmelbildung?

Wenn die Sauna nur unzureichend belüftet wird, bleibt Feuchtigkeit zurück. Diese kann zu Schimmelbefall führen. Schimmel gefährdet nicht nur Ihre Gesundheit, sondern greift auch das Material an. Vor allem der Schwitzraum und das Belüftungssystem sind hierbei anfällig. Lassen Sie es durch gezieltes Auslüften gar nicht erst so weit kommen. Wenn aber doch die ersten Schimmelspuren auftauchen, heizen Sie die Kabine auf mindestens 100°C auf. Diese Temperatur reicht, um die Schimmelpilze zu entfernen. Nach dem Abkühlen desinfizieren Sie den Raum. Handelt es sich aber um eine Dampfsauna, hilft nur eine Desinfektion auf chemischer Basis. Dann und bei größerem bzw. wiederkehrendem Schimmelbefall sollten Sie unbedingt eine Fachfirma für die Schimmelbekämpfung konsultieren. Wenn Sie Ihre Sauna reinigen, achten Sie idealerweise immer auf Schimmelprävention: Lüften Sie längere Zeit und lassen Sie die Tür zum Schwitzraum durchgängig einen Spalt offen. Sorgen Sie zudem für eine warme Raumluft um die 19°C, die die Feuchtigkeit aufnehmen und abtransportieren kann.