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PVR

Receiver mit PVR
(Bild: s7orm - stock.adobe.com)

Die Personal Video Recorder Funktion, kurz PVR, ermöglicht es, Sendungen auf einem externen Speichermedium aufzunehmen. Geräte, die über diese Funktion verfügen, haben zwar keine eingebaute Festplatte, aber beispielsweise einen USB-Ausgang. Über diesen kann ein Speicherstick oder eine externe Festplatte angeschlossen werden, auf der der Fernseher oder Receiver die ausgewählten Sendungen dann speichert. Um das Label PVR Ready zu erhalten, müssen Geräte zwei Bedingungen erfüllen: Einerseits verfügen sie über die nötige Software, um TV-Sendungen zur Aufzeichnung auszuwählen, andererseits haben sie auch einen Ausgang, USB-, PVR- oder REC-Port, über den sie auf ein Speichermedium zugreifen können. Viele Fernseher oder Receiver mit PVR Funktion können nicht nur Sendungen für die spätere Wiedergabe speichern. Sie verfügen außerdem über die sogenannte Timeshift-Funktion. Damit können Zuschauer Sendungen, die gerade laufen, pausieren und zu einem späteren Zeitpunkt an der gleichen Stelle weiterschauen. Je nach Stand der Software verfügen PVR in der Regel außerdem über eine Timerfunktion, sodass Aufnahmen lange im Voraus geplant werden können. Bei einigen ist es außerdem möglich, regelmäßige Sendungen wie Serien zu abonnieren, sodass der PVR diese automatisch jede Woche aufnimmt.

Die Vorteile von PVR

PVR hat gegenüber dem in die Jahre gekommenen Videorekorder oder DVD-Rekorder zahlreiche Vorteile. Einerseits sind externe Festplatten als Speichermedium beliebig oft wiederverwendbar. Sobald eine Aufnahme nicht mehr benötigt wird, kann sie gelöscht und überschrieben werden. Das senkt die laufenden Kosten für häufige TV-Aufnahmen. Außerdem ist es möglich, auch sehr hohe Bildqualitäten wie UHD aufzunehmen. Dafür wird lediglich genug Speicherplatz benötigt. Verglichen mit Festplattenrekordern, bei denen die Festplatte fest integriert ist, bieten Fernseher und Receiver mit PVR mehr Flexibilität. Das externe Speichermedium kann einfach ausgetauscht werden. Das ermöglicht es, große Mengen an Film- und TV-Material zu archivieren, da theoretisch unbegrenzt viel Speicherplatz zur Verfügung steht. Außerdem ist das modulare System bei einem Defekt der Festplatte wesentlich leichter und kostengünstiger zu reparieren.

Die Nachteile von PVR

Im Gegensatz zu Videorekordern können PVR ausschließlich digitale TV-Signale verarbeiten und aufnehmen. Da Fernsehen mittlerweile aber vollständig digitalisiert ist, spielt diese Einschränkung in der Praxis keine Rolle. Ein weiterer Nachteil ist, dass PVR-Geräte im Vergleich zu Festplattenrekordern mit integriertem Speichermedium eher zu Fehlfunktionen und Kompatibilitätsproblemen neigen. Nicht immer funktionieren das Anschließen und Erkennen des Speichermediums auf Anhieb. Die Fehlersuche ist dann oft mühsam und langwierig.