Frau in der Stadt guckt auf ihr iPhone
Home/-Powerbutton defekt? – Schnelle Hilfe zur Überbrückung (Bild: BullRun - stock.adobe.com)

Tipps und Tricks

Home/-Powerbutton defekt? – Schnelle Hilfe zur Überbrückung

Apples iPhone gehört zu den teuersten Smartphones auf dem Markt und glänzt grundsätzlich durch eine qualitativ hochwertige Verarbeitung. Doch ein Bauteil, das bis zur ganz aktuellen siebten Generation verbaut wurde, sorgt immer wieder für Ärger.

Um die Zeit zur Reparatur zu überwinden, kann auf dem defekten Gerät ein virtueller Home- und Powerbutton aktiviert werden – der sogenannte „Assistive Touch“. Doch wie wird die Funktion aktiviert, wie funktioniert sie und welche anderen Funktionen sind mit ihr verknüpft?

Allroundtalent „Assistive Touch“ – der virtuelle Home/-Powerbutton

Um den „Assistive Touch“ zu aktivieren, müssen zunächst die Einstellungen aufgerufen werden. Die Funktion verbirgt sich unter dem Punkt „Allgemein“ in den Bedienungshilfen. Auf dem Display des iPhones erscheint anschließend ein weißer Punkt, der beliebig verschiebbar ist. Tippt man auf diesen Punkt, öffnet sich das Optionsmenü mit den Funktionen „Favoriten“, „Siri“, „Gerät“ und „Home“. Wählt man nun den Punkt „Gerät“ aus, hat man wiederum die Wahl zwischen den Funktionen „Lauter/Leiser“, „Bildschirm sperren“, „Bildschirm drehen“ und „Ton aus“. Um das Gerät ohne funktionierenden Home- und Powerbutton auszuschalten, wird die Option „Bildschirm sperren“ gewählt. Beim Betätigen der Bildschirmsperre muss weiter nichts beachtet werden – sie funktioniert exakt genauso wie die Bildschirmsperre über den Powerbutton. Genauso der Home-Button: Wird er einmal angetippt, kehrt man zum Startbildschirm zurück oder schließt eine App. Wird er zweimal angetippt, öffnet sich der App-Umschalter. Tippt man ihn dreimal an, wird die Aktion geöffnet, die unter „Bedienungshilfen – Dreifachklickeingestellte Aktion“ hinterlegt wurde. Das kann beispielsweise die „VoiceOver“ sein.

Fast unsichtbar, aber dennoch sehr nützlich

Person betätigt Homebutton eines iPhones
(Bild: blackzheep - stock.adobe.com)

Auch das Umswitchen auf den Homescreen sowie das Konfigurieren von Geräteeinstellungen funktioniert per „Assistive Touch“ problemlos. Ein weiterer Vorteil: Der kleine, weiße Punkt ist kaum sichtbar und kann beliebig verschoben werden. Dank intelligenter Funktion merkt er teilweise selbst, wenn er stört und verschiebt sich, beispielsweise während der Nutzung der Tastatur, von alleine.

Weitere hilfreiche Funktionen von „Assistive Touch“

Die clevere Bedienungshilfe, die übrigens nicht nur das iPhone, sondern auch iPad und iPod bieten, kann aber noch mehr: Während sonst mit zwei Fingern gezoomt werden muss, lässt „Assistive Touch“ das Zoomen durch eine bloße Berührung zu. Verschiedene Multitouch-Gesten, können mit einem einmaligen Antippen ausgelöst werden. Ebenfalls kann Siri über den „Assistive Touch“ aufgerufen werden, wenn es aufgrund eines defekten Home-Buttons nicht mehr möglich ist, ihn länger gedrückt zu halten. Unter der Option „Favoriten“ ist die „Aufziehen-Geste“ gespeichert, die ein Switchen mit ein bis zwei Fingern ermöglicht. Außerdem können eigene Gesten eingespielt und gespeichert werden, zum Beispiel zum Entsperren des iPhones. Die verschiedenen Gesten ermöglichen es, möglichst viele Funktionen mit nur wenigen Berührungen auszulösen.

Ein kurzes Fazit zur Nutzung des „Assistive Touch“

Auch bei einem intakten Home- und Powerbutton lohnt es sich die Funktion des „Assistive Touch“ einmal auszuprobieren – es kann nicht nur Zeit gespart werden, sondern beschert im besten Fall auch den empfindlichen Knöpfen des iOS-Geräts eine längere Lebensdauer durch weniger Abnutzung. Wer den virtuellen Knopf einmal ausprobiert hat, kommt vielleicht auf den Geschmack und vermisst den Hardware-Button gar nicht.

Weitere Tipps zum Thema Homebutton finden Sie in unserem Artikel: iPhone: 5 Tipps, um einen defekten Homebutton zu reparieren.