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Technik

DLAN

DLAN (Abkürzung für Direct-LAN), auch Power-LAN oder Powerline Communication genannt, ist die Bezeichnung für ein Netzwerk zur Datenübertragung, das über die herkömmliche Stromleitung innerhalb eines Stromverteilnetzes aufgebaut werden kann. Vorteile entstehen dadurch, dass eine weitere Verkabelung damit überflüssig wird und die Übertragung von Daten weniger anfällig für Störungen ist als drahtlose Verbindungen.

Funktionsweise von DLAN

Das DLAN-Netzwerk lässt sich über die Stromleitung aufbauen. Dazu müssen nur Adapter in den jeweiligen Steckdosen platziert werden. Die einzige Bedingung dabei ist, dass die Steckdosen über ein gemeinsames Stromverteilungsnetz betrieben werden. Mit dem üblichen Steckdosen-Standard lässt sich so eine maximale Geschwindigkeit von 1200 Megabit pro Sekunde über eine Strecke von bis zu 300 Metern übertragen. Die Adapter für die Steckdose fungieren bei dieser Technologie als Sender und Empfänger gleichzeitig, sodass sie für beidseitige Kommunikation verwendet werden können.

Netzwerkaufbau in der Praxis

Der Netzwerkaufbau funktioniert mithilfe von DLAN auf folgende Art und Weise: Das Internet-Signal wird via Netzwerkkabel vom Router an den ersten Adapter übertragen. Dieser moduliert das Signal, speist es in den Stromkreis ein und überträgt das Signal an den Ziel-Adapter. Dort wird das Signal demoduliert und über eine Schnittstelle an die Endgeräte übertragen. Als weitverbreiteter Standard gilt die Ethernet-Schnittstelle, mit der viele Geräte verbunden werden können. Eine weitere Möglichkeit der Verbindung zum Endgerät ist hier ein WLAN-Access Point.

Vorteile durch DLAN-Verbindungen

  • Einfache Einrichtung über bestehende Stromleitung
  • Keine weitere Verkabelung notwendig
  • Weniger störungsanfällig als drahtlose Verbindungen
  • Maximal 1200 Megabit pro Sekunde auf einer Strecke von 300 Metern