ein Pärchen sitzt an einem See und beide haben ihr Smartphone in der Hand
So klappt es: Gute Urlaubsbilder mit dem Smartphone (Bild: Milenko Đilas -stock.adobe.com)

Tipps und Tricks

So klappt es: Gute Urlaubsbilder mit dem Smartphone

Wer gerne fotografiert und dabei Wert legt auf eine ansprechende Qualität der Bilder, der kam lange Zeit nicht um den Kauf einer guten Analog- oder Digitalkamera herum. Doch inzwischen nutzen immer mehr Menschen ihr Smartphone zum Fotografieren. Das ist vor allem im Urlaub praktisch, denn das Handy hat man immer dabei. Viele Modelle bieten eine hochwertige Kamera, die professionelle Aufnahmen ermöglicht. Die Objektive werden immer besser und so können selbst bei schlechtem Licht hervorragende Fotos entstehen – vorausgesetzt Sie haben zumindest Grundkenntnisse der Fotografie. In diesem Artikel gehen wir ins Detail und versorgen Sie mit Tricks für gute Urlaubsbilder mit dem Smartphone.

Ein sauberes Objektiv ist wichtig

Smartphone-Kameras sind in den letzten drei Jahren immer besser geworden. Die Auflösung hat sich erhöht und es kommen bis zu vier Objektive zum Einsatz. Doch ein gutes Smartphone ist nur die halbe Miete. Wer mit seinen Urlaubsbildern begeistern will, sollte wissen, wie man das Optimum aus der Handytechnik herausholt. Das beginnt schon damit, dass im Alltag das Objektiv durch Fingerabdrücke und Staub verschmutzt, was gute Bilder beinahe unmöglich macht. Sie sollten es also regelmäßig reinigen. Aber bitte nicht einfach am Shirt abwischen, denn das kann mehr schaden als nützen. Am besten verwenden Sie ein weiches Mikrofasertuch zum Reinigen des Objektivs. Kunstvoll gestaltete Aufnahmen erfordern Kreativität, die der eine mehr hat als der andere. Doch Sie können sich altbewährter Hilfsmittel bedienen, die Ihnen das Fotografenleben erleichtern und Ihren Urlaubsbildern einen Wow-Effekt verleihen. Eins davon ist das Raster, das sich in den Kameraeinstellungen aktivieren lässt. Damit unterteilen Sie den Bildschirm in Bereiche, meist in 3 x 3 Rechtecke. Vielleicht erinnern Sie sich noch an den „Goldenen Schnitt“ im Kunstunterricht. Den können Sie beim Fotografieren wunderbar nutzen, um Spannung in Ihre Aufnahmen zu bringen.

Finger weg vom Digitalzoom

Manchmal lässt es sich nicht verhindern – das Objekt der Fotografie-Begierde ist einfach zu weit entfernt und muss unbedingt näher ran. Bei Menschen ist das in der Regel unproblematisch, doch bei Landschafts- oder Architekturaufnahmen müssen Sie sich mit dem Zoom behelfen. Hier ist zwischen optischem und digitalem Zoom zu unterscheiden. Wenn Sie ein neues Smartphone kaufen, das Sie für gute Fotos einsetzen möchten, achten Sie unbedingt auf den optischen Zoom, denn nur der zählt. Der Digitalzoom hingegen ist nur ein Trick. Dabei wird das Bild künstlich vergrößert, worunter seine Qualität leidet – es wirkt körnig, weil das Bild zunächst beschnitten und anschließend hochgerechnet wird. Für den optischen Zoom bedienen sich die Handyhersteller hingegen mehrerer Objektive, die bei (Zoom-)Bedarf einfach hinzugeschaltet werden. Meist handelt es sich dabei um Weitwinkel- oder Teleobjektive.

Natürlich sollten Sie idealerweise die bestmögliche Auflösung beim Fotografieren wählen. Nur so können Sie später Ihre Urlaubsbilder auch in großen Formaten ohne Qualitätsverlust ausdrucken. Solche Aufnahmen nehmen jedoch viel Speicherplatz ein. Sie sollten also in den Einstellungen der Kamera-App entweder festlegen, dass die Bilder direkt auf der Speicherkarte abgelegt werden sollen (aktuelle Smartphone wie das Samsung Galaxy S10 lassen sich um bis zu 512 GB erweitern) oder die Bilder automatisch oder manuell in einer Cloud wie Google Fotos oder iCloud speichern. Die Cloud bietet zudem den Vorteil eines Backups, falls Ihnen das Smartphone abhanden kommt.

Investiert in Stativ und Fernbedienung

ein Smartphone wird vor dem Eiffelturm benutzt.
(Bild: ldprod - stock.adobe.com)

Wenn Sie im Urlaub gerne Sonnenuntergänge fotografieren, werden Sie das Problem mit verwackelten Bildern kennen. Je länger die notwendige Belichtungszeit, desto schwieriger ist es, scharfe Bilder zu schießen. Selbst die ruhigste Hand hat hier Probleme. Langzeitbelichtung, Zeitraffer, Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen und vieles mehr sind nur dann möglich, wenn das Handy nicht im Ansatz wackelt. In der klassischen Fotografie gehört ein Stativ zur Standardausrüstung und es ist auch beim Fotografieren mit dem Smartphone hilfreich. Es gibt sie im Taschenformat angepasst an die Technik eines Smartphones, sodass sie im Gepäck nicht viel Platz wegnehmen.

Ebenfalls nützlich ist ein Fernauslöser bzw. eine Fernbedienung. So können Sie Urlaubsbilder mit dem Smartphone machen, die Sie schön in Szene setzen. Klar geht das auch mit der Selfiefunktion, aber mal ehrlich – diese Bilder sehen selten toll aus und schränken die Perspektive stark ein. So ein Fernauslöser kostet nur wenige Euro, ist sehr klein und wird über die Bluetooth-Funktion des Mobiltelefons gesteuert. Auch in Verbindung mit einem Stativ ist eine Fernbedienung ratsam, da Sie so beim Auslösen nicht am Handy wackeln.

Doch keine Angst, wenn Sie im Urlaub kein perfektes Foto schießen. Es gibt zahlreiche Apps zum Fotos bearbeiten. Neben einfachen Programmen zum Zuschneiden oder Aufhellen gibt es Filter-Apps für Effekte und solche zum Retuschieren für ein makelloses Aussehen. Die bekannteste App zum Foto bearbeiten ist sicherlich Photoshop Express, aber es gibt viele lohnenswerte Alternativen, die oftmals sogar kostenlos sind. Übrigens gibt es auch Kamera-Apps, die Ihnen bereits beim Fotografieren unter die Arme greifen und zu tollen Ergebnissen verhelfen. Wie Sie allgemein tolle Bilder aufnehmen können, verrät Ihnen dieser Artikel.