Zwei Frauen schauen auf ein Smartphone
Smartphone-Fotos: Tipps für bessere Bilder (Bild: Anton - stock.adobe.com)

Tipps und Tricks

Smartphone-Fotos: Tipps für bessere Bilder

In jeder Sekunde macht es allein in Deutschland über 2.000 Mal „Klick“. Viele dieser Klicks stammen von Smartphones, die als „Immer-Dabei-Kamera“ gelten und mit denen heute Motive eingefangen werden, die zuvor nie festgehalten worden wären, weil man seine Kamera nicht mit dabei hatte. Wie schon eine Smartphone-Verbraucherumfrage im Sommer 2013 ergab, an der knapp 1.400 Personen aller Altersklassen teilgenommen haben, nutzen 82 Prozent der Smartphone-Besitzer mit steigender Tendenz die Fotofunktion. Nichtsdestotrotz kann der Alles-Könner Smartphone noch nicht mit den technischen Fähigkeiten einer Digitalkamera mithalten. Trotzdem sind Sie mit Ihren Smartphones in der Lage beeindruckende Bilder zu machen. Sie müssen nur wissen, wie Sie die Kamera Ihres Smartphones richtig einsetzen. Wir benennen die Voraussetzungen für erstklassige Smartphone-Bilder und geben Ihnen nützliche Tipps, wie Sie die besten Fotos mit Ihrem Smartphone schießen.

Eigenschaften, die eine Smartphone Kamera haben sollte

Wenn die Kamera Ihr entscheidendes Kriterium bei der Suche nach einem neuen Smartphone ist, sollten Sie in jedem Fall die Produktbeschreibung des Smartphones lesen. Sie steht eigentlich in jedem Online Shop, der das jeweilige Smartphone anbietet. Zudem ist es hilfreich, Erfahrungsberichte anderer Nutzer und Testberichte von Seiten wie chip.de zu lesen. Top-Smartphones wie das iPhone X, das Google Pixel 2 oder das Samsung Galaxy S9 besitzen die Fähigkeit, Fotos zu schießen, die mit der Qualität von Kompaktkameras Schritt halten können. Die Qualität der Smartphone-Fotos steht und fällt dabei mit den Lichtverhältnissen. Mit den Lichtverhältnissen ist nicht nur die Helligkeit gemeint, sondern auch in welchem Winkel das Licht auf die Linse fällt. Kennen Sie etwa neue Smartphones von Top-Herstellern, die keine Megapixel-Werte im zweistelligen Bereich besitzen? Mit Sicherheit nicht. Gefühlt ist ein Wettbewerb unter den Herstellern ausgebrochen, wer die meisten Megapixel anzubieten hat. Dabei sind andere Faktoren und Eigenschaften durchaus von größerer Bedeutung für die Leistungsfähigkeit einer Smartphone-Kamera. Dazu gehören die Schnelligkeit des Autofokus, die Blitzqualität, die Werte von Blende und Fotosensor und ob ein optischer Zoom und ein Bildstabilisator zur technischen Ausstattung gehören.

Richtige Belichtung

Im vorangegangenen Absatz haben wir schon ein wenig über die Lichtverhältnisse gesprochen. Das vertiefen wir nun. Trotz immer neuerer Technik haben die Hersteller die Anfälligkeit von Smartphone-Kamera bei schlechten Lichtverhältnissen noch nicht wirklich in den Griff bekommen. Wenn es zum Beispiel am Abend schon etwas dunkel ist, hat das zur Folge, dass geschossene Fotos unscharf und qualitätsarm aussehen können. Die automatische Belichtungskorrektur der meisten Smartphones kann dabei auch keine Abhilfe leisten. Hilfreicher könnte es sein, den Weißabgleich manuell und selbstständig einzustellen. Eher das Gegenteil von hilfreich sind die Kamerablitze, da sie bei Benutzung oft für eine Überbelichtung des Bildes verantwortlich sind. Am besten stellen Sie den Blitz einfach aus. Das Licht soll nämlich nicht vom Blitz kommen sondern idealerweise von einer Lichtquelle hinter Ihnen. Bei widrigen Lichtverhältnissen könnte auch der HDR nützlich sein. HDR ist das Kürzel für High Dynamic Range und für die Kontraste in Ihren Bildern verantwortlich. Große Unterschiede bei der Helligkeit kann Ihr Smartphone mit HDR detailliert darstellen. Natürlich unter Voraussetzung, dass Ihr Smartphone dieses Feature besitzt.

Tipp für bessere Fotos: Maximale Auflösung und Bildqualität

Sie haben auf der letzten Familienfeier mit Ihrem Smartphone tolle Fotos gemacht und wollen sie als Geschenk oder als Erinnerung ausdrucken? Das Problem ist, dass die gemachten Fotos unscharf, kontrastarm und einfach nicht schön aussehen, wenn Sie sie ausdrucken. Damit dieses Problem zumindest gemildert wird, sollten Sie in den Kameraeinstellungen Ihres Smartphones die maximal mögliche Auflösung und die beste Bildqualität einstellen. Durch diese Einstellungsänderungen bleibt Ihnen die letzte Familienfeier noch besser in Erinnerung.

Manuell und selbstständig Fokus festlegen

Person fotografiert Essen mit einem Smartphone
(Bild: Drobot Dean - stock.adobe.com)

Es ist außerdem ratsam den Bildfokus selbst festzulegen. Dadurch können Sie die Bildstruktur und die Schärfeebenen kontrollieren. Dafür müssen Sie in den Kameraeinstellungen die automatische Fokussierung deaktivieren. Das hat zur Folge, dass die Kamera den Bereich scharf stellt, den Sie durch Tippen auf das Display markiert haben.

Nützliche Bildkomposition

Mit der sogenannten Drittelregel verhindern Sie, dass Ihre Fotos einfallslos und unkreativ wirken. Denn mit dieser Regel machen Sie Ihre Bild interessant, indem Sie zunächst Ihren Smartphone-Bildschirm horizontal und vertikal in Drittel gliederen. Dementsprechend bilden sich neuen gleichgroße Felder. Als zweites positionieren Sie Ihr Hauptmotiv in der Nähe von den Ecken des Feldes, welches direkt in der Mitte liegt. Dies ist ein simpler aber effektiver Trick, um Ihrem Bild mehr Leben zu verleihen.

Mehr Kreativität durch Apps

Instagram, Snapchat, Candy Cam & Co.: Diese und andere Apps haben Bearbeitungsfunktionen für Ihre Smartphone-Fotos im Angebot. Sie haben die Möglichkeit, Zitate einzubauen, Filter einzusetzen oder lustige virtuelle Sticker auf Ihr Bild zu kleben. Darüber hinaus bieten die Apps noch viele weitere Möglichkeiten, Ihr Bild einzigartig zu machen.

Smartphone-Fotos mit praktischem Zubehör schießen

Trotz aller hilfreichen Softwaretipps, mangelt es Smartphone-Kameras an der entsprechenden Hardware, um beispielsweise Weitwinkelaufnahmen zu machen. Doch auch für dieses Dilemma gibt es inzwischen Lösungsansätze. Sie können nämlich vor allem im Internet nützliche Aufstecklinsen kaufen.

Saubere Linse

Smartphones werden so häufig wie kein anderer Gegenstand am Tag in die Hand genommen. Dabei kann es auch schnell passieren, dass die empfindliche Kameralinse dreckig wird. Ohne saubere Linse ist ein gutes Bild unmöglich. Deshalb sollten Sie die Linse in regelmäßigen Abständen säubern. Dafür eignen sich am besten Mikrofasertücher. Auch mit diesen feinen Tüchern sollten Sie vorsichtig vorgehen. Sie wollen ja schließlich keine Kratzer auf der Linse verursachen.