eine Person schaut auf ihr Smartphone. Rechts und links stehen Bücher
Smartphone-Begriffe verstehen: Was bedeuten ppi, IP und Co.? (Bild: olly - stock.adobe.com)

Tipps und Tricks

Smartphone-Begriffe verstehen: Was bedeuten ppi, IP und Co.?

Bei der Lektüre von Artikeln und Berichten über Smartphones kann es durchaus zu Verständnisproblemen kommen. Denn zu Beginn der Ära der Smartphones wurde oft noch jeder technische Fachbegriff erklärt und erläutert. Doch mittlerweile werden Kenntnisse zu den Begriffen auf so gut wie jeder Newsseite vorausgesetzt. Trotz der Tatsache, dass nicht alle Verbraucher wissen, was die ganzen Fachtermini bedeuten, liefern Autoren und Redakteure nur selten eine Erklärung. Das ist ab jetzt kein Problem mehr: Wir schaffen Klarheit und erklären Ihnen die wichtigsten Smartphone-Begriffe, sodass Sie jeden Smartphone-Test oder ähnliches verstehen können.

Betriebssystem: Das Wesen eines Smartphones

iPhones nutzen das iOS-System, Smartphones von Microsoft oder Nokia Windows 10 Mobile und fast alle restlichen Smartphones Googles Betriebssystem Android. Auf 99 Prozent der weltweiten Smartphones läuft eines dieser drei Betriebssysteme, wobei Android den größten Marktanteil besitzt. Ursächlich für Androids Popularität ist höchstwahrscheinlich das offene System, welches viele Anpassungsmöglichkeiten bei Optik und Bedienung ermöglicht. Deshalb sieht die Android-Version auf dem Galaxy S9 von Samsung beispielsweise anders aus als die Version auf Smartphones von LG oder Huawei. Die Systeme von Apple und Microsoft sind dagegen eher als geschlossen zu betrachten. Hier haben Nutzer kaum Anpassungsmöglichkeiten. Im Vergleich zu Android ist allerdings dafür der Systemaufbau übersichtlicher.

NFC: Bezahlen per Smartphone

In den Medien ist zunehmend häufiger von der sogenannten NFC-Technik die Rede, weil z.B. einige Supermärkte diese Technik anbieten. NFC ist die Abkürzung für Near Field Communication, was im Deutschen so viel wie Nahfeldkommunikation bedeutet. Der Smartphone-Begriff beschreibt eine Technik, die Daten drahtlos überträgt und nur unter bestimmten Voraussetzungen auch wirklich funktioniert. So dürfen unter anderem die beiden in Kontakt stehenden Geräte, wie z.B. zwei Smartphones, nur wenige Zentimeter Abstand zueinander haben. Andernfalls kann die NFC-Technik nicht ihren Zweck erfüllen. Diese Voraussetzung erhöht die Sicherheit, da sie den Diebstahl von Daten aus der Entfernung nahezu unmöglich macht. Wie bereits angedeutet, kommt die NFC-Technik auch in Supermärkten zum Einsatz, die mit der entsprechenden Technik ausgestattet sind. Die NFC-Technik ist die beste Alternative, wenn es darum geht, schnell, ohne Kontakt und bargeldlos per Smartphone oder Kreditkarte zu bezahlen. Falls in Ihrem Smartphone noch kein NFC-Chip integriert ist, können Sie Ihr Gerät mit einem Sticker ausstatten. Ausführliche Information dazu bietet unser Artikel Die NFC Scanner App - Achtung vor Datendiebstahl.

Verschiedene Mobilfunkstandards

ein Smartphone wird auf einem Tisch genutzt
(Bild: Monet - stock.adobe.com)

Gerade beim Thema Mobilfunk fällt es vielen Nutzern schwer, alle Smartphone-Begriffe zu verstehen: 4G, LTE Plus, GPRS. Oftmals ist den Medienartikeln die Rede von Datennetzen oder Mobilfunkstandards, die eigene Generationen darstellen. Die Generationen sind gleichzusetzen mit Entwicklungsstufen bei der Datenübertragung. Die zweite Generation der Mobilfunkstandards ist GPRS. Das ist die Abkürzung für „General Packet Radio Service“, im Deutschen: „Allgemeiner paketorientierter Funkdienst“. Ungefähr seit dem Jahr 2000 unterstützen viele Mobiltelefone GPRS. Die Übertragungsgeschwindigkeit von Daten liegt zwischen 40 und 54 KB pro Sekunde. Die dritte Generation „UMTS (Universal Mobile Telecommunications System)“ konnte durch die Weiterentwicklung „HSDPA (High Speed Packet Access)“ schon deutlich höhere Übertragungsraten erreichen. HSDPA ermöglicht schon eine Geschwindigkeit von bis zu 7,2 MBit/s. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass es ca. fünf Jahre nach der Einführung im Jahr 2008 in insgesamt 100 Staaten 230 Netze gab. Somit nutzten ca. 300 Millionen Menschen UMTS. Der Anteil der 300 Millionen, die HSPA nutzten, lag wiederum bei 20 Prozent. Aktuell ist noch die vierte Generation der neueste Übertragungsstandard. Der neueste Standard LTE ermöglicht Ihnen, Downloads mit 300 MB/s durchzuführen. Mit 5G steht schon die nächste Generation parat, die im Jahr 2020 LTE bzw. 4G ablösen soll.

Dual-SIM: Funktion mit vielen Vorteilen

Der Smartphone-Begriff Dual-SIM bedeutet, dass Smartphones nicht wie gewohnt einen Kartensteckplatz, sondern zwei haben. Das heißt nicht nur, dass Sie zwei Telefonnummern mit einem Smartphone nutzen können. Sie können zudem auch in den Genuss unterschiedlicher Tarife von verschiedenen Providern kommen. Wenn Sie die Aufgaben sinnvoll auf die beiden SIM-Karten aufteilt, sind finanzielle Vorteile möglich. Dank der Technologie Dual-SIM könnte das lästige Herumtragen zweier Geräte, ein privates und ein berufliches, bald ein Ende haben. Darüber hinaus bieten Ihnen die zwei Kartensteckplätze Vorteile, wenn Sie des Öfteren im Ausland sind. Denn neben Ihrer deutschen SIM-Karte können Sie auch eine lokale SIM-Karte einstecken, um weitere Kosten zu sparen.

Größe: Smartphone-Terminus Zoll richtig erklärt

Die Maßeinheit Zoll ist weltweit kaum noch in Verwendung. Hierzulande wird sie noch gebraucht, um die diagonale Größe von Smartphone-Displays und anderen Bildschirmen anzugeben. 1 Zoll entspricht 2,54 Zentimeter. Pro Zoll kommen circa 50 Gramm auf das Gesamtgewicht eines Smartphones hinzu. Große Geräte wie das Samsung Galaxy S9+ haben eine Bildschirmdiagonale von über 6 Zoll. Deshalb passen sie auch nicht in jede Tasche Ihrer Kleidung.

Bildschirm: Smartphone-Abkürzung ppi sorgt für Schärfe

Vor allem zwei Messwerte sind bei Smartphone-Bildschirmen wichtig, wenn es um die Wiedergabequalität von Bildern, Videos und Farben geht. Auf der einen Seite ist wichtig, wie viele Bildpunkte in senkrechter und waagerechter Richtung vorhanden sind. Auf der anderen Seite ist auch die Länge der Kanten des zu sehenden Displaybereichs in den Maßeinheiten Zentimeter bzw. Inch bedeutsam. Denn mit dieser Kantenlänge kann man die Auflösungsqualität der Wiedergabe in „Pixel pro Inch (ppi)“ bestimmen. Je höher dieser Wert ist, desto schärfer und detailgetreuer ist der Bildschirm Ihres Smartphones.

Kamera: Mythos Megapixel

Oftmals wird nur der Wert der Megapixel für gute oder schlechte Fotos verantwortlich gemacht. Hohe Megapixel-Werte helfen bei schlechten Lichtverhältnissen allerdings auch nicht wirklich weiter. Die Kameras in Smartphones müssen sehr klein sein, was Auswirkungen auf die Sensorgröße und Lichtausbeute hat. Deswegen ist es gerade bei schlechten Lichtverhältnissen nicht ungewöhnlich, dass eine Smartphone-Kamera mit zehn Megapixeln Auflösung bessere Fotos macht als eine mit 20 Megapixeln Auflösung.

Smartphone-Kürzel IP-Code: Schutz vor Staub und Wasser

Mit dem Smartphone-Begriff IP-Code wird die Eignung Ihres Smartphones für verschiedene Umgebungsbedingungen angegeben. In der Bezeichnung des IP Codes werden immer zwei Kennziffern angehängt. Die erste Ziffer gibt an, inwieweit das Gehäuse Ihres Smartphones vor Fremdkörpern geschützt ist. Die zweite Ziffer wiederum zeigt an, wie zuverlässig das Gerät vor Feuchtigkeit und Wasser geschützt ist. Je höher die Zahlen, desto größer ist der Schutzfaktor. Angaben zum IP-Code finden Sie eigentlich immer in der Bedienungsanleitung Ihres Smartphones. IP68 bedeutet zum Beispiel, dass das Smartphone staubdicht ist und auch bei andauerndem Untertauchen bei bis zu 1,5 Metern dicht hält. Seit dem Galaxy S7 haben alle Galaxy S-Geräte von Samsung diese Schutzklasse.

Sie interessieren noch weitere Smartphone-Begriffe? Dann schauen Sie in unserem Lexikon vorbei.