Schlösser ineinander verschlossen neben einem Handy
PIN oder PUK vergessen? Das ist zu tun (Bild: nakaj - stock.adobe.com)

Tipps und Tricks Sie haben den PIN oder PUK vergessen? Das ist zu tun

PIN oder PUK – wer das hört, denkt an alte Handys mit Tastenfeld und kleinem Bildschirm. Fällt einer dieser Begriffe, werden Assoziationen an alte Geräte von Nokia, Blackberry oder Sony Ericsson geweckt. Genau wie jene Hersteller aus den Neunzigern und frühen Nullerjahren, existieren PIN und PUK jedoch auch in der Gegenwart. Zwar spielen die Sicherheitscodes keine allzu präsente Rolle, schließlich werden Smartphones heutzutage kaum mehr komplett ausgeschaltet. Dennoch kommen Sie auch heute nicht ohne die Eingabe einer Zahlenfolge aus, damit Sie Ihr Smartphone ohne Einschränkungen bedienen können. So weit, so normal. Problematisch wird es, wenn Sie den PIN vergessen oder sogar den PUK vergessen haben. Was ist in solchen Situationen zu tun? Ist Ihr Gerät dann für alle Zeiten gesperrt oder haben Sie eine Möglichkeit, sich wieder Zugang zu verschaffen?

PIN vergessen? Diese Schritte müssen Sie unternehmen

Unabhängig davon, ob Sie ein iPhone oder ein Android Gerät nutzen - haben Sie Ihren PIN vergessen, ist das erst einmal ärgerlich. Schließlich brauchen Sie Zugriff auf Ihre SIM-Karte. Glücklicherweise besteht hier kein Grund zur Sorge. Für den Fall, dass Sie Ihren PIN vergessen und dreimal vergeblich versucht haben die Zahlenkombination einzugeben, genügt es einfach, Ihren PUK einzutippen. Dieser wurde Ihnen zusammen mit Ihrem PIN beim Kauf der SIM-Karte überreicht. Wenn Sie den PUK korrekt eingegeben haben, wird Ihre zuvor gesperrte SIM-Karte wieder aktiviert. Haben Sie den PIN vergessen, ist das Problem also in wenigen Schritten wieder gelöst. Keine Sorge, wenn Sie sich nicht mehr an Ihren alten PIN erinnern können. Nach Eingabe des PUKs müssen Sie einen neuen PIN bestimmen. Notieren Sie diesen Code z.B. auf einem kleinen Stück Papier, Sie wollen schließlich nicht auch Ihren neuen PIN vergessen.

Sie haben auch den PUK vergessen? Das ist jetzt zu tun

Den PIN vergessen ist eine Sache, den PUK vergessen eine ganz andere. Für die Eingabe des PINs haben Sie drei Versuche, für das Eintippen des PUKs stehen Ihnen sogar zehn Versuche zur Verfügung. Dies sollte in der Regel genügen, um ihn einmal korrekt einzugeben. Wenn Sie hingegen Ihren PUK vergessen haben, können Sie einfach Ihren Anbieter anrufen. Dieser kann ihn Ihnen in nur wenigen Arbeitsschritten durchgeben. Wenn Sie nicht extra anrufen wollen, bieten Ihnen die meisten großen Provider, darunter Vodafone, O2 und Telekom, die Option, den Code in ihrem Internetportal abzufragen. Haben Sie den PUK vergessen bzw. verloren, können Sie somit auf die Website Ihres Providers gehen und diesen in Ihren Kundendaten in Erfahrung bringen. Das ist unter Umständen sogar einfacher als in der Warteschlange am Telefon zu verharren. Tipp: Wenn Sie Ihren PUK vergessen haben, schauen Sie am besten gleich im Internet nach, bevor Sie ihn unter Umständen zehnmal falsch eingegeben haben – dann ist Ihre SIM-Karte nämlich unwiderruflich gesperrt.

Reichen PIN und PUK aus, um Ihr Smartphone optimal zu schützen?

Wenn es um den Umgang mit Datensicherheit auf dem Smartphone geht, sind PIN und PUK die wichtigsten Komponenten. Beide bilden gewissermaßen die Grundausstattung Ihres Datenschutzes. Passwort, Fingerabdruck-Scanner oder Face ID stellen aber ebenfalls unerlässliche Komponenten dar. Letztere drehen sich um den Schutz Ihres Smartphones bzw. der Daten darauf. Die Eingabe des PINs bzw. des PUKs entsichert hingegen ausschließlich Ihre SIM-Karte. Soll heißen: Solange diese nicht freigegeben ist, können Sie damit kein Mobilfunknetz verwenden, Anrufe oder SMS darüber sind dann nicht möglich. Selbstverständlich gilt es nicht nur Ihre SIM-Karte, sondern auch die Inhalte auf Ihrem Smartphone zu sichern. Für einen optimalen Schutz Ihres Geräts sind also beide Komponenten (PIN und PUK auf der einen und Face ID & Co. auf der anderen Seite) von Bedeutung. Die Sicherung Ihrer SIM-Karte lässt sich jedoch als der erste und wichtigste Schritt verstehen, wenn es um den Schutz Ihres Smartphones geht. In der Regel reicht die Eingabe des PINs aus. Wenn Sie den PIN vergessen haben, müssen Sie den PUK eingeben. Den PUK vergessen sollten Sie nach Möglichkeit nicht, doch auch dieser lässt sich, wie oben beschrieben, wieder in Erfahrung bringen.

Das ist der Unterschied zwischen PIN und PUK

Person tippt auf ein Handy

Obwohl weitgehend bekannt, ist so manchem Handynutzer nicht immer klar, worin der Unterschied zwischen dem PIN und dem PUK besteht. Spätestens dann, wenn Sie den PIN oder PUK vergessen haben, wird der Unterschied schnell deutlich. Obwohl es sich bei beiden Codes um Zahlenfolgen handelt, die zum Zugriff der SIM-Karte führen, unterscheiden sich beide voneinander. Der PIN ist ausschließlich dafür da, Ihre SIM-Karte freizugeben. Auf diese Weise können Sie uneingeschränkt auf Ihr Handy zugreifen. Der PIN ist sozusagen das Passwort Ihrer SIM-Karte. Der PUK ist hingegen kein Passwort, sondern eine Notfall-Zahlenkombination. Diese dient einzig dem Zweck, eine zuvor gesperrte SIM-Karte wieder zu entsperren. Haben Sie also Ihren PIN vergessen, müssen Sie den PUK eingeben. Nur durch die korrekte Eingabe des PUKs haben Sie im Falle einer gesperrten SIM-Karte künftig wieder Zugriff darauf. Ihre SIM-Karte wird dann gesperrt, wenn der PIN vergessen und dreimal falsch eingegeben wurde. Natürlich kann auch mal der PUK vergessen werden, für dessen Eingabe haben Sie zehn Versuche.

Wofür stehen die Begriffe PIN und PUK eigentlich?

Die meisten benutzen die Worte PIN oder PUK ganz selbstverständlich. Die wenigsten wissen aber, dass es sich hierbei um Abkürzungen handelt. Die Buchstabenfolge PIN steht für „Personal Identification Number“, zu Deutsch: „Persönliche Identifikationsnummer“. Die vier- bis achtstellige Ziffernfolge ist eine individuelle Nummer, die Ihrer SIM-Karte zugeordnet ist. Bei der PIN handelt es sich gewissermaßen um den persönlichen Fingerabdruck Ihrer SIM-Karte. Dass Sie auf keinen Fall Ihren PIN vergessen sollten, versteht sich daher von selbst. Nicht nur beim PIN, auch hinter dem Begriff PUK verbirgt sich eine Abkürzung. PUK steht für „Personal Unblocking Key“, zu Deutsch: „Persönlicher Schlüssel zum Entsperren“. Dieser Schlüssel bzw. diese Zahlenkombination ist dafür da, Ihr zuvor gesperrtes Smartphone wieder zu entsperren. Nachdem Sie Ihren PIN dreimal falsch eingegeben haben, wird Ihre SIM-Karte automatisch gesperrt. Um dieses wieder zugänglich zu machen, benötigen Sie den PUK. Letzterer ist also ausschließlich dann zu verwenden, wenn die Eingabe des PINs nicht mehr funktioniert. Den PUK vergessen sollten Sie daher lieber nicht - er stellt die letzte Sicherheitsbarriere Ihrer SIM-Karte dar.