Person mit gelber Jacke hat Smartphone in der Hand
Scanner-Apps: Hier gibt’s die Übersicht für Sie (Bild: 2016 Igor Stevanovic -stock.adobe.com)

Tipps und Tricks

Scanner-Apps: Hier gibt’s die Übersicht für Sie

Ob Zeitungsartikel, Reisedokumente oder Belege – Aufgaben für Scanner-Apps gibt es viele. Die Einsatzmöglichkeiten sind zahlreich, je nachdem, was Sie für Bedürfnisse im Alltag mit Ihrem Smartphone haben. Wenn Sie häufig dieselbe Art von Belegen scannen, könnten für Sie die Dateinamen-Vorlagen von Genius Scan interessant sein. Schicken Sie öfters interessante Artikel an Freunde und Kollegen, sparen Sie definitiv mit den Workflows der Scanner-App von Readdle Zeit. Die gesamten Belege auf einer Seite sammelt die Scanner-App Camscanner, bei Scanbot können sie im Business-Account direkt bei Datev abgeliefert werden. Gehen Sie aus beruflichen Gründen einer Lehrtätigkeit nach und wollen umfangreiche Seitenmengen in Ihre Unterlagen integrieren, dann könnte der Finescanner die ideale Wahl für Sie sein. Wir haben fünf verschieden App-Typen für Sie getestet.

Scanner-Apps im Vergleich: Genius Scan

Die Scanner-App ist durch eine strukturierte Darstellung von Dokumenten und Funktionen sowie eine intuitive Handhabung gekennzeichnet. Innerhalb der Dokumentenübersicht können Sie alternativ zum Scan völlig neuer Dokumente ein schon vorhandenes einlesen lassen. Bei Android-Geräten läuft das über die systemintegrierte Dateimanagementfunktion. Nutzen Sie hingegen ein iPhone, funktioniert das Prozedere via Neu-Daten-App, welche zudem Zugriff auf Ihre persönlichen Cloud-Konten hat. Die Android-Version ist jedoch sehr viel schwächer, es mangelt etwa an App-Schutz per Fingerabdruck und mehrere Exportformate fehlen leider auch. Dank einer umfassenden Vorlagenverwaltung für Dateinamen lässt sich viel Zeit einsparen. Für Ihre individuellen Namenskonventionen stehen Ihnen alle typischen Datumsformate und verschiedene Trennzeichen zur Auswahl. Praktisch sind die freien Felder für Ihre persönlichen Zusatzinformationen, die sich beliebig einsetzen lassen und die schon vor dem eigentlichen Scanvorgang erfasst werden. Das ist hilfreich, wenn Sie öfter Dateien zu einem wiederkehrenden Vorgang einscannen. Vorteile: Vorlage für Dateiennamen, viele Exportziele und einfache Handhabung. Nachteile: fehlende Editierfunktionen und keine Optische Zeichenerkennung.

Camscanner Premium im Scanner-App-Vergleich

Die zahlreichen Funktionen der Scanner-App lösen genau die Schwierigkeiten, bei denen Sie mit vielen anderen Scanner-Apps nicht ans Ziel kommen. So ist es nicht nur möglich, die App an sich zu sperren, sondern darüber hinaus sogar Dokumente innerhalb der Scanner-App gegen unbefugtes Zugreifen abzusichern und das Dokument zusätzlich noch zu verschlüsseln. Dank der Editierwerkzeuge von Camscanner können Sie Text- oder Bildausschnitte unkenntlich machen und einen Text in Form eines Wasserzeichens hinzufügen. Für die Beseitigung von Eselsohren oder Knitterfalten finden Sie der stufenlose Regler den optimalen Kompromiss zwischen Detailverlust und Glättung. Alternativ zu mehrseitigen Dokumenten können Quittungen, Ausweisdokumente oder Kassenbelege in einer Art Collage auf einer Seite zusammengeführt werden. Was der Scanner-App fehlt, ist jedoch eine Aufnahmeautomatik. Pro: sehr viele Funktionen, beseitigt unschöne Mängel, geräteübergreifende Synchronisation. Contra: keine automatischen Scans, das Abo-Modell ist nicht unbedingt nutzerfreundlich.

Finescanner Pro im Scanner-App-Vergleich

eine Person fotografiert ein Dokument mit seinem Smartphone
(Bild: Prostock-studio - stock.adobe.com)

Das absolute Highlight der Scanner-App ist ein Buchscanner mit exzellenter Texterkennung und zahlreichen Exportformaten. Den gibt es jedoch leider nur für das iPhone. Die App kann das Scannen ganzer Bücher dank des starken Bookscan-Servers im Hintergrund problemlos meistern. Auch die Trennung der Doppelseiten läuft über ihn, allerdings müssen die Ränder öfter nachjustiert werden. Die Erkennung passiert separat und kann deswegen später noch stattfinden. Die Software erkennt über 190 Sprachen, sogar Esperanto und formale Sprachen (Programmiersprachen). Es gibt aber auch Punktabzüge: Android-User können nicht nur den Buchscanner, sondern nahezu alle Funktionen für Nachbearbeitung, App- und Dokumentenschutz, Upload und Weiterleitung nicht nutzen. Bei iOS sieht es deutlich besser aus. Gängige Cloud-Verbindungen werden unterstützt und die Editierwerkzeuge sind wirklich umfangreich, etwa das Patchfeld, um Privates unkenntlich zu machen. Vorteile: Scannen gegenüberliegender Seiten, großartige Texterkennung, umfangreiche Exportformate. Nachteile: unflexible Formatwahl beim einseitigen Scan. Nicht für Android zu empfehlen.

Scanner pro im Scanner-App-Test

Die App Scanner Pro verwendet optional die Telelinse der iPhone Plus-Versionen. Scanner Pro gehört zu einer von mehreren Produktivitäts-Apps des Entwicklerstudios Readdle und ist daher leider nicht im Google Play Store zu finden. Die iOS-Profis sind die einzigen Scanner-App-Anbieter, die bei iPhone Plus-Versionen optional die Verwendung der Telelinse anbieten - so lässt sich ein Whiteboard auch von einem hinteren Platz aus exzellent erfassen, was sehr praktisch ist. Zusätzlich unterstützt eine optionale Stabilisierungsfunktion. Für die Weiterleitung oder den Upload an einen festgelegten Personenkreis können Sie in Scanner Pro Arbeitsabläufe festlegen, aus denen Sie nach dem Scan nur noch den jeweils gewünschten Schritt auswählen müssen. Aufwendiges Verwalten von Verteilerlisten können Sie sich auf diesem Wege sparen. Namensvorlagen sind ebenso möglich, aber nicht so flexibel wie bei Genius Scan. Unschöne Falten oder Knicke können Sie in Scanner Pro dank der Helligkeits- oder Kontrasteinstellungen reduzieren. Falten entsorgter Belege entfernt der Entzerrungsfilter. Eine Gratis-Version der Scanner-App gibt es leider nicht. Vorteile: Abläufe für wiederkehrende Scan-Vorgänge, zahlreiche Cloud-Server werden unterstützt, Faxmöglichkeit. Nachteile: keine Editierfunktionen vorhanden.

Scanbot Pro im Scanner-App-Test

Die Scanner-App Scanbot bietet in unserem Vergleich die meisten Cloud-Verbindungen, darunter ebenso die Magenta Cloud, das Amazon Cloud Drive und in der Business-Version zusätzlich DATEVconnect online. Zu den Funktionen gehören Markierungen, Kommentare und das Unterzeichnen im großzügigen Unterschriftsfeld. Für Dateinamen sucht die Scanner-App – sofern entsprechende Berechtigungen erteilt wurden – aktuelle Ereignisse aus Ihrem Kalender, bei Google darüber hinaus Einrichtungen in der Nähe auf Basis von GPS-Koordinaten. Sogar die Modellbezeichnung Ihres Smartphones kann in die Namensvorlage einfließen. Doch es gibt noch mehr kluge Einfälle: Der Aktionsassistent durchsucht Dokumente nach verwertbaren Informationen wie Rufnummern oder Adressen und initiiert je nach Bedarf einen Anruf oder startet den Routenplaner. Vorteile: intelligente Dateinamen und Aktionsvorschläge, regelmäßig stattfindende Abläufe werden erkannt, viele Cloud-Zugänge. Nachteile: keine Festformate und leider keine Synchronisation.