Hand hält Smartphone mit vielen gezeichneten Symbolen darüber
Lernen ist im Trend – Aber was bringen Ihnen Lern-Apps? (Bild: ra2studio - stock.adobe.com)

Tipps und Tricks

Lernen ist im Trend – Aber was bringen Ihnen Lern-Apps?

Vorbei sind die Zeiten, in denen Sie zu Hause vor dem Karteikasten sitzen mussten, um Vokabeln zu pauken. Sprach-Apps unterstützen Sie dabei, Spanisch, Russisch oder Chinesisch zu lernen, egal, wo Sie sich in dem Moment befinden. Aber auch ganz neue Kategorien in der digitalen Wissensvermittlung sind im Kommen. Ob es die Vorbereitung zur Führerscheinprüfung ist oder Bayerisch für Anfänger, die Auswahl solcher Lern-Apps wird immer größer. Kein Wunder, dass mobiles Lernen so beliebt ist. Bildungsexperten und Lehrer sind überzeugt, dass Lern-Apps ihren Anwendern handfeste Vorteile bieten. Doch je mehr es davon gibt, desto größer werden auch die Qualitätsunterschiede. Wir haben uns nach innovativen und kuriosen Lern-Apps für Android und iOS umgeschaut und sagen Ihnen, was sie taugen.

Lern-App 1: Fachwissen in 15 Minuten mit Blinkist

Ob aufgrund persönlicher Erhellung, oder um in der Mittagspause mitreden zu können – viele würden gerne ein angesagtes Sachbuch lesen, wäre da nur nicht das Zeitproblem. Für solche Fälle bietet die Lern-App Blinkist eine stattliche Bibliothek von über 2.000 Werken mit der Besonderheit, dass diese innerhalb von 15 Minuten verschlungen werden können. In kurzen Abschnitten werden dort nämlich nur die Kernaussagen der Bücher wiedergegeben. Die Themenbereiche gliedern sich nach unterschiedlichen Kategorien wie Wissenschaft, Psychologie und vielen weiteren. Eine übersichtliche Struktur und qualitative, wertfreie Texte machen den Dienst zu einer echten Alternative, wenn es darum geht, die Quintessenz eines Sachbuches zu begreifen. Dieser Service auf hohem Niveau will aber auch bezahlt werden. Das Reinschnuppern ist gratis, ein Jahres-Abo kostet 80 Euro.

Lern-App 2: Hilfe in Schule und Studium mit simpleclub

Schüler, Abiturienten und sogar Studenten können sich mit dieser iOS-basierten Lern-App gut auf bevorstehende Klausuren in unterschiedlichen Fächern vorbereiten. Sie beinhaltet viele Erklär-Videos zu den einzelnen Themen und erstellt auf Wunsch Test-Klausuren für die Nutzer. Außerdem entwirft das Programm automatisch individuelle Lernpläne mit Zusammenfassungen und Übungsaufgaben, die auf den aktuellen Lehrplan zugeschnitten sind. Viele der angebotenen Videos gibt es gratis, die vollwertige Version mit allen Funktionen kostet im Jahr 149 Euro, beziehungsweise 15 Euro monatlich ohne Jahres-Abo. Trotz des relativ hohen Preises bekommt man das Gefühl, das Geld gut investiert zu haben - Simpleclub hat in der Vergangenheit mehrere Auszeichnungen erhalten und gilt als einer der reichweitenstärksten Online-Nachhilfedienste.

Lern-Apps 3 und 4: Alleskönner quofox und Udemy

Wer denkt, dass Lern-Apps nur etwas für Schüler oder Studenten sind, der täuscht. Die beiden eLearning-Plattformen quofox und Udemy bieten alle erdenklichen Bildungsrichtungen in unterschiedlichen Lernformaten. Auf quofox lernen Sie zum Beispiel in Video-Tutorials oder Audio-Trainings, mit welchen Argumenten Sie schlagfertig im Job werden oder wie Sie Adobe Photoshop richtig bedienen. Auch wenn Ihr Auto nicht anspringt, gibt es hier eine Antwort darauf. Es gibt nichts, was es nicht gibt, und falls doch, werden die Angebote ständig erweitert. Auch Udemy bietet Ihnen ein unersättliches Kursangebot im ähnlichen Aufbau und nennt sich sogar als größte Online-Lernplattform der Welt. Die Preise irritieren jedoch leicht und sollten am besten beobachtet werden. Zum Beispiel wirkt ein von 149 auf 12 Euro reduzierter Gitarren-Kurs nicht sehr seriös.

Lern-App 5: Mehr Allgemeinwissen mit getucated

Frau sitzt mit ihrem Smartphone in der Hand vorm Laptop
(Bild: apichon_tee - stock.adobe.com)

Sie wollen mit Allgemeinbildung glänzen oder müssen für den neuen Job dringend Ihre Bildungslücken in Politik schließen? Dabei kann Ihnen diese Lern-App garantiert helfen. Für knapp 7 Euro bekommen Sie eine große Ladung an verständlich aufbereitetem Wissen in acht Bereichen wie zum Beispiel Geschichte, Politik, oder Kunst. Dabei erfahren Sie die wichtigsten Ereignisse, Zusammenhänge und Fakten einzelner Epochen, von Profis einfach aufbereitet und in knappe Texte verpackt. Zum Schluss sorgt das Wissensquiz mit 300 Fragen zum Gelernten für den kleinen Spaß-Faktor. Meinung der Nutzer: gut strukturierte Lern-App mit leicht verständlichem Material – und ihr Geld definitiv wert.

Lern-App 6: Spaß beim Sprache-Lernen mit Memrise

Sprach-Apps sind angesagt wie nie zuvor und dürfen natürlich in keiner App-Auflistung fehlen. Ein gelungenes und qualitatives Programm für Sprachneulinge ist Memrise. Die Lerninhalte werden von der Redaktion, aber auch von den Nutzern selbst erstellt und geben Ihnen so die Chance, von Muttersprachlern zu lernen. Diese erstellen auch einen großen Teil des Audio- und Videomaterials und machen Ihnen das Nachsprechen viel einfacher als es bei einer Computerstimme der Fall ist. Außerdem bleibt das Gelernte schneller hängen, wenn Ihnen ein Einheimischer im lustigen Video eine Eselsbrücke baut. Der Spaß beim Lernen kommt hier also definitiv nicht zu kurz. Fazit: Sind Sie neugierig auf eine Sprache, oder wollen Sie sich auf eine einfache Unterhaltung im Ausland vorbereiten, ist diese App ideal. Die Grammatik bleibt allerdings auf der Strecke. Für erweiterte Kenntnisse ist Memrise also nur als Ergänzung zum eigentlichen Sprachkurs sinnvoll. Vokabeln üben und einige Kurse besuchen können Sie gratis, die volle Version kostet für einen Monat 9 Euro und für drei Monate 19 Euro.

Lern-App 7: Bessere Schulnoten mit ANTON

Vom Einmaleins bis zur Geometrie: ANTON ist die Lern-App für Schüler der Klassen 1-8 schlechthin, wenn es um die Fächer Mathe, Deutsch und Sachkunde geht. Sie bietet interaktive Übungsaufgaben zu den Lehrplänen der jeweiligen Bundesländer und ist zu 100 Prozent werbefrei. ANTON hat bisher nicht nur Schüler und ihre Eltern, sondern auch Lehrer überzeugt. Sie können für ihre Klasse eigene Gruppen erstellen und Teilnehmer hinzufügen, um Lerninhalte oder Informationen zu platzieren. Außerdem können Lehrer den Lernfortschritt ihrer Schüler innerhalb der App nachvollziehen und besser auf ihn eingehen. Spielen die Nutzer Lernspiele in der Anwendung, kann der Lehrer die freigegebenen Ergebnisse antippen und auswerten, um zu sehen, wo die Defizite liegen. Das Tolle: Die Anwendung soll dauerhaft kosten- und werbefrei bleiben.