Frau sitzt in Zug mit Kopfhörern auf und schaut auf Smartphone-Display
Bessere Internetverbindung im Zug aufbauen (Bild: merla - stock.adobe.com)

Tipps und Tricks

Damit können Sie Ihr Internet im Zug verbessern

Zugfahrten sind etwas Schönes. Wann kommen Sie schon mal dazu, einfach nichts zu tun und die Welt an sich vorbeiziehen zu lassen? Und falls es doch einmal langweilig werden sollte, können Sie zu Ihrem Smartphone greifen und telefonieren oder im Internet surfen, vorausgesetzt, Sie haben eine stabile Datenverbindung. Auf zahlreichen Zugstrecken quer durchs Land ist dies jedoch nicht immer gegeben. Oft kommt es vor, dass Sie zwischendurch eine schwache Verbindung haben oder sogar gar keine, und das ist nicht nur auf langen Zufahrten besonders störend. Vor allem dann, wenn Sie während der Reise arbeiten wollen, können Ihnen Funklöcher einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen. Glücklicherweise gibt es ein paar einfache Handgriffe, die Sie in dieser Situation anwenden können. Wir verraten Ihnen, was Sie tun müssen, um Ihr Internet im Zug zu verbessern.

Gründe für schlechtes Internet im Zug

Kein oder nur wenig Internet im Zug zu haben, kann mehrere Ursachen haben. Zunächst gilt es, zwischen zwei verschiedenen Arten von Internet auf Ihrem Smartphone zu unterscheiden. Zum einen können Sie über mobiles Datenvolumen eine Internetverbindung aufbauen, zum anderen über einen WLAN Hotspot. Besonders im Bereich der Nutzung mobiler Daten kann es oft zu Verbindungsabbrüchen beim Surfen auf dem Smartphone kommen. Dafür sind vor allem zwei Gründe verantwortlich:

Schwaches Mobilfunknetz

Wenn Sie mit Ihren mobilen Daten surfen wollen, ist dafür ein starkes Mobilfunksignal notwendig. Sobald Sie über eine solide Verbindung zum Telefonieren verfügen, können Sie in der Regel auch von Ihrem Datenvolumen Gebrauch machen. Das heißt im Umkehrschluss, dass wenn die Verbindung Ihres Telefonnetzes nur schwach oder gar nicht vorhanden ist, Sie auch keine mobilen Daten nutzen können. Je nach Anbieter kann die Netzabdeckung innerhalb Deutschlands unterschiedlich gut ausfallen. Als Faustformel gilt jedoch, dass in Ballungszentren, also größeren Städten, die Abdeckung am besten gewährleistet wird. In ländlichen Regionen bzw. Gegenden mit einer geringeren Bevölkerungsdichte kommt es hingegen häufiger vor, dass ein Mobilfunknetz nur unregelmäßig oder teilweise gar nicht existiert. Wenn Sie durch solche Gegenden fahren, geschieht es daher nicht selten, dass Sie kein Internet im Zug haben.

Dicke Wände stören das Internet im Zug

Ein weiterer Grund für unzureichenden Internetempfang im Zug ist die Bauart vieler Waggons. Für gewöhnlich werden die Wände von Zugabteilen aus einem bestimmten Metall hergestellt, das Mobilfunkstrahlen besonders gut abschirmt. Aus diesem Grund herrscht in vielen Waggons ein grundsätzlich eher schwaches Telefonnetz, was dazu führt, dass Sie beim Surfen über Ihre mobilen Daten nicht selten in Schwierigkeiten geraten.

Damit bekommen Sie besseres Internet im Zug

Frau steht vor Zug mit Smartphone in der Hand
Besseres Internet im Zug (Bild: motortion - stock.adobe.com)

Obwohl Ihr Internet im Zug durch eine schlechte Mobilfunkverbindung geschwächt werden kann, gibt es doch einige Tricks, die Sie anwenden können, um weiterhin surfen zu können. Dabei ist es egal, ob Sie über ein Android-Gerät oder ein iPhone verfügen. Diese Hinweise funktionieren für alle Smartphones gleichermaßen.

WLAN-Hotspot nutzen

Ein einfacher Schritt für besseres Internet im Zug ist es, verfügbare WLAN Hotspots zu verwenden. Auf diese Weise sparen Sie nicht nur wertvolles Datenvolumen, oft sorgen WLAN-Netzwerke auch für eine solidere Internetverbindung als mobile Daten - insbesondere in Zügen, in denen der Gebrauch von mobilen Daten grundsätzlich kein leichtes Unterfangen darstellt. Früher nur in Abteilen der ersten Klasse möglich, wird inzwischen auch in vielen Waggons der zweiten Klasse kostenloses Internet angeboten. Es empfiehlt sich daher, zuallererst nach einem offenen WLAN-Netzwerk zu suchen, sobald Sie den Zug bestiegen und Ihren Sitzplatz eingenommen haben.

Setzen Sie sich in den Handybereich

Ein Vorteil vieler Züge ist, dass sie über spezielle Handybereiche verfügen. Diese Abteile besitzen sogenannte „In-Train-Repeater“, die dafür sorgen, dass Ihr Mobilfunksignal verstärkt wird. In der Folge haben Sie ein stabileres Telefonnetz und können dadurch problemlos von Ihren mobilen Daten Gebrauch machen. Sie erkennen die Handybereiche der Deutschen Bahn an den Smartphone-Symbolen, die an den Türen der Abteile angebracht sind.

UMTS ausschalten

Ein weiterer Handgriff, um schnelleres Internet im Zug zu erhalten, ist durch das Deaktivieren der UMTS-Funktion. UMTS steht für „Universal Mobile Telecommunications System“ und sorgt dafür, dass Sie eine schnelle Datenübertragungsrate beim Surfen via Datenvolumen bekommen. Auf Android-Handys wie dem OnePlus 6 wird das Feature im aktivierten Zustand oft mit einem „H+“ kenntlich gemacht. Auf Apple-Geräten wie dem iPhone 7 steht hingegen „3G“. Beide Kürzel stehen aber im Prinzip für dasselbe. Ein Ausschalten der UMTS-Funktion empfiehlt sich besonders, wenn sich ein „In-Train-Repeater“ in der Nähe befindet. Diese sorgen zwar dafür, dass Ihr Mobilfunksignal verstärkt wird, jedoch reichen sie in der Regel nicht für UMTS bzw. LTE aus. Soll heißen: Die meisten „In-Train-Repeater“ sind zu schwach für H+ und 3G Internet. Dies hat zur Folge, dass bei aktiviertem UMTS euer Internet im Zug einfach abbrechen kann. Schalten Sie daher das UMTS Feature aus. Damit surfen Sie auf der einen Seite zwar langsamer, auf der anderen Seite bleibt Ihre Verbindung dadurch aber deutlich stabiler.

WLAN-Unterstützung für iPhones

Wenn Sie über ein iOS-Gerät verfügen, haben Sie eine weitere Option, um Ihr Internet im Zug zu verbessern. Seit iOS 9 gibt es die Funktion „WLAN-Unterstützung“, zu finden unter Einstellungen > Mobiles Netz > WLAN-Unterstützung. Dieses Feature hilft Ihrem iPhone aus, falls das WLAN Netz, das Sie gerade nutzen, zu schwach ist: Für den Fall, dass Sie im Zug über einen WLAN-Hotspot surfen und die Verbindung zwischenzeitlich in die Knie geht, springt die „WLAN-Unterstützung“ ein und greift auf Ihr Datenvolumen zurück. Auf diese Weise bleibt Ihre Internetverbindung stabil. Sobald das WLAN-Netz stark genug ist, schaltet sich Ihr mobiles Internet wieder aus.