Laufende Videoaufnahme von einem Seeufer auf einem iPhone auf Stativ
iPhone Videos laufen nicht auf dem Mac? Das ist zu tun (Bild: anasttrofimova20 - stock.adobe.com)

Tipps und Tricks

iPhone Videos laufen nicht auf dem Mac? Das ist zu tun

Wer sich heute ein Smartphone zulegt, achtet vor allem auf drei Dinge: Design, Display und Kamera. Während Handys aus einer Vielzahl unterschiedlicher Hardware bestehen, interessieren die meisten von Ihnen vor allem die Äußerlichkeiten. Im Zeitalter von Facebook, Instagram & Co. werden schicke Handys, die hochauflösende Fotos und Videos machen immer wichtiger. Aus diesem Grund gehört heute, neben einem eleganten Design, eine gute Kamera zur Grundausstattung eines Handys. Je neuer das Gerät, desto besser ist in der Regel die Kamera. So weit so gut. Schwierig wird es dann, wenn die erstellten Dateien zu komplex für Ihren Laptop sind und er sie nicht wiedergeben kann. Dieses Problem existiert aktuell bei iPhone Videos und dem MacBook Pro. Glücklicherweise gibt es eine einfache Lösung für das Problem. Wir verraten Ihnen, was Sie tun müssen, damit Ihre iPhone Videos auf dem Mac wieder laufen.

So machen Sie Ihre iPhone Videos mit Ihrem Mac kompatibel

Im Prinzip müssen Sie gar nicht viel tun, damit Sie Ihre iPhone Videos fehlerfrei auf Ihrem MacBook bzw. MacBook Pro wiedergeben können. Grundsätzlich gilt es hierbei zwischen zwei Varianten zu unterscheiden: Entweder sorgen Sie vor der Aufnahme eines Videos dafür, dass es im Nachhinein auch auf Ihrem Mac läuft oder machen ein bereits erstelltes Video mit Ihrem Laptop kompatibel. Im Bestfall achten Sie bereits vor dem Aufnehmen darauf, wir zeigen Ihnen im Folgenden aber beide Varianten. Auf diese Weise können Sie Ihre iPhone Videos in jedem Fall auf Ihrem Mac ohne Fehler bzw. Qualitätseinbußen genießen.

1. iPhone Videos vor der Aufnahme kompatibel machen

Um dafür zu sorgen, dass künftig erstellte iPhone Videos fehlerfrei auf Ihrem Mac laufen, müssen Sie nur wenige Handgriffe unternehmen. Gehen Sie einfach auf Einstellungen > Kamera > Formate > Maximale Kompatibilität. Mit dieser Funktion sorgen Sie dafür, dass Ihre Videos in einem Format erstellt und gespeichert werden, das mit Ihrem Laptop kompatibel ist. Hinweis: Dies klappt jedoch nur, solange Ihre Kamera die Videos nicht bei 4K und 60fps bzw. 1080p und 240fps erstellt. Sobald Sie eines dieser Formate wählen (und Ihr Film damit eine bessere Qualität hat), funktioniert die Einstellung „Maximale Kompatibilität“ nicht mehr und Ihre Videos können unter Umständen nicht auf Ihrem Laptop abgespielt werden.

2. iPhone Videos nach der Aufnahme anpassen

Haben Sie bereits ein oder mehrere iPhone Videos erstellt und vergeblich versucht sie auf Ihrem Mac abzuspielen, lässt sich auch dieses Problem einfach beheben. Sorgen Sie zunächst dafür, dass sich das oder die entsprechenden Filme auf Ihrem Laptop befinden. Für den Fall, dass sie noch auf Ihrem iPhone sind, ziehen Sie sie klassisch per Kabel oder via iCloud auf Ihren Mac. Öffnen Sie die Datei mit dem Quicktime-Player und klicken anschließend in der Taskleise auf Datei. Wählen Sie im Anschluss Exportieren als aus, klicken unter den zur Verfügung stehenden Optionen auf die bestmögliche Qualität und speicheren Sie das Video an einem Ort Ihrer Wahl ab. Nun sollte der Film wieder fehlerfrei abzuspielen sein.

Deswegen laufen Ihre iPhone Videos nicht auf dem Laptop

Person sitz mit ihrem iPhone vor einem MacBook
(Bild: blackzheep - stock.adobe.com)

Der Grund dafür, dass manche iPhone Videos nicht auf dem MacBook bzw. MacBook Pro laufen, liegt in der Kompatibilität neuer iPhones mit alten MacBooks. Einfach ausgedrückt sind die Videos, die mit aktuellen iPhones erstellt werden, zu gut für ältere Macs. Zur Erklärung: Damit hochauflösende Videos nicht Unmengen an Speicherplatz auf Ihrem Handy wegnehmen, werden sie verkleinert. Das ist kein neuer Vorgang, der speziell für iPhones eingeführt wurde, sondern ein wesentlicher Bestandteil in der Videoproduktion. Es gibt praktisch keine Spielfilme und keine Musikvideos, die ihre ursprüngliche Größe besitzen. Schließlich müssen die Dateien auf Streaming-Plattformen hochgeladen werden oder auf DVD bzw. Blu-Ray gebrannt werden, auf denen nicht unendlich viel Platz ist. Das Komprimieren von Filmdateien ist also ganz normal. In der Regel geschieht das beim Exportieren in Filmschneide-Programmen. Smartphones verkleinern ihre Filme jedoch bereits beim Aufnehmen. Auf diese Weise werden sie bereits kleiner gespeichert als sie (eigentlich) sind. Genau hier liegt der Grund für das Kompatibilitäts-Problem: Seit dem iPhone 7 verwendet Apple ein anderes Verfahren für das Komprimieren. Um die immer komplexer werdenden Filmdateien kleiner zu machen, nutzen iPhones seit dem 7er Modell den sogenannten HEVC Codec. Das Problem: Älteren Macs fehlt das passende Gegenstück zum Auslesen.

Das hat es mit den Codecs auf sich

Ein Codec, auf Deutsch „Kodierer“ genannt, ist ein Algorithmen-Paar, das Daten verschlüsselt bzw. entschlüsselt. Dies ist notwendig, um große Datenmengen kleiner und damit handhabbar zu machen. Je nach Art der Datei (z.B. Foto, Video oder Musik) gibt es verschiedene Codecs. Innerhalb einer Art, in diesem Fall Video, gibt es eine Fülle verschiedener Codecs, die verwendet werden können, um eine Filmdatei zu verschlüsseln. Kleinere Videos bedürfen anderer Codes als größere Videos. Im Falle von hochauflösenden Filmen wird oft der HEVC Codec („High Efficiency Video Coding“, zu Deutsch: Video-Kodierung mit hoher Effizienz) genutzt. Auch iPhones seit dem 7er Modell greifen auf diesen Codec zurück. MacBooks, die vor 2016 hergestellt worden sind, verfügen jedoch nicht über einen entsprechenden HEVC-Decoder. Beim Decoder handelt es sich um das Pendant zum Codec, der die verschlüsselten Dateien wieder entschlüsselt und damit lesbar macht. Heißt im Klartext: Dadurch, dass alten Macs der neuste Dekodierer fehlt, können Sie neue Videos nur mit größter Mühe entziffern und Ihnen fehlerfrei wiedergeben.

Zu diesen Fehlern kann es bei nicht kompatiblen iPhone Videos kommen

Die Liste der Problematiken, die fehlerhafte iPhone Videos verursachen können, ist lang. Zu den häufigsten Anpassungs-Schwierigkeiten zählen vier Probleme: Erstens kommt es vor, dass ein Film nicht per Schnittprogramm bearbeitet werden kann. In der Folge lässt sich die Videodatei z.B. nicht mit Final Cut Pro oder einer anderen Videobearbeitungs-Software schneiden. Zweitens kommt es vor, dass iPhone Videos gar nicht erst abgespielt werden können. In diesem Fall ist die Datei in ihrem aktuellen Zustand für Ihren Laptop nicht entzifferbar. Drittens kann es sein, dass das Video zwar abspielbar ist, jedoch kein Ton zu hören ist. Dies ist vor allem bei Musikvideos oder Interviews besonders ärgerlich. Viertens kann es passieren, dass das Video inkl. Ton läuft, die Wiedergabe aber von starken Rucklern durchzogen ist. Auf diese Weise wird ein flüssiges Abspielen des Films praktisch unmöglich.