Es gibt ganz verschiedene Arten von Schutzblechen
Es gibt ganz verschiedene Arten von Schutzblechen (Bild: Stephen Meese -stock.adobe.com)

Tipps und Tricks

Schutzbleche

Die Bezeichnung Schutzbleche erweckt den Eindruck, dass sie für die Sicherheit des Radfahrens eine große Bedeutung haben. In Wirklichkeit werden mit Hilfe dieser Elemente lediglich Kleidung und Fahrrad geschützt. Aber für viele Radfahrer – wie zum Beispiel Pendler – hat dieser Schutz trotzdem eine große Bedeutung. Wer möchte schon mit schmutziger Kleidung zur Arbeit erscheinen?

Die Vorteile von Schutzblechen

Korrekt montierte Schutzbleche am Fahrrad bieten folgende Vorteile:

  • Bei Fahrten durch Pfützen wird das Wasser nicht in Richtung Mensch befördert
  • Bei Fahrten durch Schneematsch bleibt auch dieser den Hosenbeinen fern
  • Auf Straßen mit Rollsplit vermeiden sie ein Schleudern der Steinchen nach oben

Allerdings kommen diese Vorteile nicht 100% zum Tragen. Eine spürbare Reduzierung der Belastung des Radfahrers bei Feuchtigkeit, Schneematsch und Rollsplitt ist aber gegeben.

Schutz gegen Wasser

Wir sind zwar alle nicht aus Zucker, doch kann feuchte Kleidung rasch zu einer Verkühlung führen. Dabei tritt erschwerend hinzu, dass die nasse Kleidung durch den Fahrtwind noch ein Stück schneller zur Abkühlung des Körpers führt.

Schutz gegen Schneematsch

Für den Schneematsch gilt das Gleiche wie über das Wasser beschriebene. Allerdings kommt beim Schneematch oft ein weiteres unangenehmes Detail hinzu. Er hinterlässt auch nach dem Trocknen auf Schuhen und Kleidung hässliche Flecken.

Schutz gegen Rollsplitt

Der Schutz gegen Rollsplitt zeigt einen weiteren Themenbereich auf. Nicht nur die Radfahrer möchten gegen Feuchtigkeit, Schmutz und Steinschlag geschützt sein. Auch das Fahrrad selbst freut sich über möglichst geringe schadhafte Einwirkungen.

Durch die an den Rädern wirkenden Kräfte werden viele Schmutzelemente auch in Richtung empfindlicher Fahrradteile geschleudert. Mit der Zeit bilden sich dort Ansammlungen von Schmutz, der nur mit viel Mühe wieder entfernt werden kann. Durch den ständigen Beschuss mit Rollsplit kann auch der Lack in Mitleidenschaft gezogen werden.

Und was ist mit dem Hinterrad?

Die bisher besprochenen Problemstellungen erwecken den Eindruck, dass die Gefahr der Verschmutzung und Beschädigung nur von dem Vorderrad ausgeht. Tatsächlich kann auch das Hinterrad Schmutz und Steine in unangenehmer Weise in Richtung Fahrer befördern.

In diesem Fall wird ein Teil der Schmutzmenge durch den Gepäckträger geschleudert, was zumindest den dort transportierten Gegenständen nicht guttut. Halten diese den Schmutz nicht auf, findet man diesen spätesten beim Ablegen der Straßenkleidung am Rückenteil der Jacke wieder.

Wann sind Schutzbleche unerwünscht?

Neben all ihren Vorteilen haben Schutzbleche auch einen Nachteil. Sie wirken etwas bieder und nicht gerade sportlich. Für den Rennfahrer wirken sie durch den Luftwiderstand wie ein Hindernis, ein Mountainbiker legt vielleicht gar keinen Wert darauf, in sauberer Kleidung von der Querfeldeinfahrt nach Hause zu kommen.

Welche Ausführungsformen gibt es?

Bei den Ausführungsformen lassen sich grob zwei Varianten unterscheiden

  • Fix montierte Schutzbleche
  • Steckbare Schutzbleche

Wann werden steckbare Schutzbleche verwendet?

Die steckbaren Schutzbleche sind für Rennfahrer ideal. Während des Rennens fahren sie ohne den zusätzlichen Ballast. Dabei spielt nicht nur das zusätzliche Gewicht eine Rolle, sondern auch der mit der Konstruktion der Schutzbleche verbundene Luftwiderstand.

Während Trainingsfahrten können die Rennfahrer aber ganz bequem die Vorteile der Schutzbleche nutzen. Durch die Stecklösung ist ein Wechseln zwischen den beiden Varianten zeitsparend möglich.

Wann werden fest montierte Schutzbleche verwendet?

Die Vorteile von Schutzblechen
Die Vorteile von Schutzblechen (Bild: UGORENKOV_ALEKSANDR -stock.adobe.com)

Ist man von den Vorteilen von Schutzblechen überzeugt, bietet es sich an, diese fest zu montieren. Das hat den Vorteil, dass sie durch die feste Montage sicher in ihren Positionen bleiben. Ein Verrutschen oder unangenehmes Klappern wird dadurch vermieden.

Welche Maße spielen bei der Auswahl von Schutzblechen eine Rolle?

Beim Kauf von Schutzblechen müssen zwei Maße am Fahrrad berücksichtigt werden:

  • Die Breite der Bereifung
  • Die Größe der Laufräder

Bei der Breite der Bereifung gibt es starke Unterschiede. So verfügen Rennräder über deutlich schmalere Reifen als zum Beispiel Mountainbikes. Fährt man ein Fatbike, ist die Reifenbreite endgültig in einer anderen Größenordnung angelangt.

Die Schutzbleche sollten auf jeder Seite 2-3 mm breiter als die Reifen sein. Durch ein U-Profil können die Schutzbleche ihre Wirkung noch besser entfalten. Die Breite des Reifens lässt sich natürlich messen, aber oft genügt auch ein Blick auf den Reifenmantel. Dort steht die Reifenbreite meist angeschrieben.

Werden die Schutzbleche in Bezug auf die Größe der Laufräder zu klein gewählt, besteht die Gefahr, dass der Spritzwasserschutz praktisch auf den letzten Zentimetern doch nicht gewährleistet ist. Manche Radfahrer behelfen sich in solchen Situationen, indem sie an den Blechenden eine Verlängerung aus flexiblem Kunststoff, Gummi oder ähnlichem anfügen.

Was sind die Anforderungen für das Material von Schutzblechen?

Durch ihre Lage und ihre Funktion müssen die Bleche mehrere Bedingungen zuverlässig erfüllen:

  • Sie müssen rostbeständig sein
  • Sie sollten UV-Beständig sein
  • Sie sollten sich nicht leicht verwinden

Vielleicht ist die Bedingung bzgl. Rostfreiheit der Grund dafür, dass bei Schutzblechen auch ein eher unübliches Material angeboten wird: Holz. So lässt sich bei einem eher unsportlichen Element am Fahrrad doch noch eine ganz persönliche Note einbringen. Das hauptsächlich verbaute Material ist aber nach wie vor mit Kunststoff ummanteltes Aluminium.

Resümee

Schutzbleche am Fahrrad sehen vielleicht nicht immer sexy aus, sie entfalten aber einen sehr großen Nutzen. Es werden sowohl Fahrer als auch empfindliche Fahrradteile gegen Feuchtigkeit, Schmutz und Steinschlag geschützt. Der Schutz gegen Feuchtigkeit hilft auch mit, dass das Fahrradfahren eine gesunde Betätigung bleibt.

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