Paragraph auf der Straße.
Paragraph Fahrrad (Bild: rcfotostock - stock.adobe.com)

Tipps und Tricks

Paragraph Fahrrad (Teil 2) – Regeln und Gesetze im Faktencheck

Im ersten Teil unseres Fahrradchecks haben wir Ihnen gezeigt, worauf Sie am Anfang der Saison achten müssen, damit Sie verkehrssicher auf dem richtigen Weg unterwegs sind. Damit auch wirklich nichts mehr schiefgehen kann, haben wir allerhand Gesetze, Regeln und Tipps zusammengesucht, die Sie beachten sollten.

Wann darf ich überholen?

Achten Sie auf ausreichend Abstand! Was genau das bedeutet, ergibt sich aus der Situation. In jedem Fall sollten mögliche Schlenker des Überholten einberechnet werden. Auf Radwegen dürfen andere Radfahrer überholt werden, wenn ein Klingelzeichen erfolgt ist und gehört wurde.

Welche Ampel gilt für Radfahrer?

Seit dem 01.01.2017 ist die neue Ampelregelung für Fahrradfahrer verbindlich. Radfahrer auf der Fahrbahn richten sich nach wie vor nach der Fahrbahnampel. Für Radfahrer auf dem Radweg gilt die Fahrradampel, sofern vorhanden, ansonsten richten sie sich nun ebenfalls nach der Fahrbahnampel. Fußgängerampeln haben für Radfahrer keine regelnde Bedeutung mehr!

Wo dürfen Fahrräder geparkt werden?

An vielen Stellen – Fahrräder dürfen auch auf Gehwegen und in Fußgängerzonen abgestellt werden, sofern Fußgänger nicht behindert werden. Sogenanntes „ungeordnetes Parken“ ist für Fahrräder erlaubt.

Zu schnell gefahren?

Ein grundsätzliches Tempolimit für Radfahrer gibt es nicht. Sie sind jedoch dazu verpflichtet, mit angemessener Geschwindigkeit zu fahren. Dazu gehört auch, dass sie nicht schneller sein sollten, als es von ihnen erwartet wird. Ein Bußgeld von 30 bzw. 35 Euro und einen Punkt in Flensburg kann es sogar geben, wenn durch zu hohe Geschwindigkeit ein Fußgänger gefährdet wird.

Zu lässig zurückgelehnt?

Freihändig Rad zu fahren ist verboten, auch wenn Sie es vermeintlich beherrschen! Der Bußgeldkatalog sieht eine Strafe von 5 Euro vor.

Handy am Ohr?

Wie am Steuer eines Autos darf auch auf dem Fahrrad das Handy nicht bedient werden. Kostenpunkt: 55 Euro. Mit Freisprechvorrichtungen wie z. B. Headsets darf telefoniert werden, sofern das Handy dabei nicht in der Hand ist.

Bei Rot geflitzt?

Auch mit dem Fahrrad ist das Ignorieren eines Haltesignals kein Kavaliersdelikt. Je nach Dauer der Rotphase und möglichen Folgen der Regelübertretung wird die Missachtung des Rotlichts einer Ampel mit einem Punkt in Flensburg und 60 bis 180 Euro Bußgeld geahndet. Tunlichst unterlassen sollten Radfahrer das Überfahren eines beschrankten Bahnübergangs bei geschlossener Schranke oder Halbschranke. Hier besteht Lebensgefahr! Wer die andere Seite lebendig erreicht, wird mit 350 Euro Bußgeld und 2 Punkten in Flensburg daran erinnert, dass er das in Zukunft besser lassen sollte.

Betrunken an der Lenkstange?

Keine gute Idee – besser das Taxi nehmen oder zu Fuß gehen. Während Autofahren ab 1,1 Promille („absolute Fahruntüchtigkeit“) als Straftat gilt, die mit 3 Punkten in Flensburg, Freiheits- oder Geldstrafe und einem Fahrverbot (6 Monate bis 5 Jahre oder dauerhaft) geahndet wird, liegt die Promillegrenze für Radfahrer bei 1,6 und damit noch einmal höher.

„Doch aufgepasst, auch Trunkenheitsfahrten am Fahrradlenker können zum Entzug des PKW-Führerscheins führen!“

Bei 1,6 Promille oder mehr auf dem Fahrrad drohen:

  • 3 Punkte in Flensburg,

  • eine Geldstrafe,

  • und die Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU), die bei Nichtbestehen zum Führerscheinentzug führt!

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