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Paragraph Fahrrad (Bild: Robert Kneschke - stock.adobe.com)

Tipps und Tricks

Paragraph Fahrrad (Teil 1) – auf dem richtigen Weg in die Radsaison

Wie war das nochmal mit den guten Vorsätzen und der Strandfigur? Jetzt aber schnell! Wer nebenbei noch etwas für die Umwelt tun möchte, für den ist jetzt das Fahrrad oder ein E-Bike genau das Richtige! Damit auch wirklich nichts mehr schiefgehen kann, haben wir für Sie einmal allerhand Gesetze, Regeln und Tipps zusammengesucht, auf die man als Radfahrer achten sollte.

Boxenstopp

Ist das Fahrrad verkehrstauglich? Zu Beginn der Saison sollten Sie Ihr Rad rundum kontrollieren. Reifen? Luftdruck? Bremsen? Klingel? Kette geölt? Licht intakt? Alle Schrauben fest? … Wer etwas Geschick und das nötige Werkzeug hat, kann das selbst erledigen. Ansonsten bieten Fahrradgeschäfte solche Checks zu fairen Preisen an.

Verkehrssicherheit

Wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen, sind Sie verpflichtet, die Vorgaben der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) einzuhalten. Dazu gehören:

  • Zwei voneinander unabhängige Bremsen

  • Eine laute Klingel

  • Ein Vorderlicht sowie ein Rücklicht mit Reflektor

  • Ein weißer Reflektor vorne und ein roter hinten

  • An jedem Reifen zwei gelbe Reflektoren oder reflektierende weiße Streifen an den Reifen

  • Gut verschraubte und rutschfeste Pedalen mit Reflektoren

Allesamt angeschnallt?

Einen Sicherheitsgurt gibt es natürlich nicht. Vor jeder Fahrt sollten Sie jedoch überprüfen, ob Kleidungsstücke oder andere Dinge in die Kette geraten könnten. Schnürsenkel, Mäntel oder weite Jogginghosen können ungebändigt zur Gefahr im Straßenverkehr werden und Stürze oder Unfälle verursachen.

„Eine allgemeine Helmpflicht besteht in Deutschland nicht.“

Dennoch sollte die Sicherheit bei allen Entscheidungen im Vordergrund stehen. Überlegen Sie sich gut, ob die Frisur wirklich wichtiger ist als das Risiko einer ernsthaften Kopfverletzung. Ein gutes Vorbild für Kinder sind Sie mit Helm allemal!

Auf dem Holzweg?

Welche Wege darf ich befahren? Grundsätzlich sollte man stets nach der Beschilderung Ausschau halten:

  • Benutzungspflichtige Radwege sind Wege, die mit einem weißen Fahrrad auf blauem Grund beschildert sind. Sie müssen benutzt werden, auch wenn möglicherweise die Straße verlockend neu aussieht. Achtung: E-Bikes mit Tretunterstützung (sogenannte Pedelecs), die erst bei 45 km/h begrenzt sind, dürfen Radwege nicht nutzen und müssen auf der Straße fahren. Gleiches gilt für E-Bikes, die allein durch den Motor betrieben werden können. Beide gelten als Mofa und dürfen nur Radwege mit entsprechendem Zusatz („Mofas frei“) befahren.

  • Bei nebeneinander liegenden Rad- und Gehwegen dürfen Radfahrer nicht auf den Fußweg ausweichen, auch nicht zum Überholen! Auf gemeinsam genutzten Geh- und Radwegen sind Radfahrer dazu verpflichtet, auf Fußgänger Rücksicht zu nehmen und ihre Geschwindigkeit anzupassen.

„Das Befahren von Gehwegen ist für Radfahrer bis 9 Jahren Pflicht, ab 10 Jahren jedoch absolut tabu!“

Laut ADFC gefährden Radfahrer auf Gehwegen Fußgänger, sind aber durch ein erhöhtes Unfallrisiko an Ausfahrten und Einmündungen auch selbst gefährdet. Bei Unfällen geben Gerichte demnach fast immer dem ordnungswidrig fahrenden Radfahrer die Alleinschuld. Ausgenommen hiervon sind Gehwege mit dem Hinweis „Radfahrer frei“, wobei hier nur in Schrittgeschwindigkeit (4-7 km/h) gefahren werden darf.

„Ist kein benutzungspflichtiger Radweg (blaues Schild) vorhanden, kann die Fahrbahn benutzt werden.“

Auch für Radfahrer gilt das Rechtsfahrgebot – nicht nur auf der Fahrbahn, sondern auch auf dem Radweg ist daher die rechte Straßenseite zu nutzen, es sei denn die Beschilderung sagt etwas anderes.

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